Sonntag, 19. September 2021

Besser ohne politische Seifenoper

"Beliebtheit sollte kein Maßstab für die Wahl von Politikern sein. Wenn es auf die Popularität ankäme, säßen Donald Duck und die Muppets längst im Senat."

Orson Welles (1915-1985)

Es ist längst die Muppet Show, weil weder die Wähler noch die Gewählten wissen, worum es seit jeher – seit der Mensch Geld benutzt – in der Politik ausschließlich geht: die Lösung der sozialen Frage durch die Verwirklichung des vollen Arbeitsertrages! Dabei ist die Lösung des 3250 Jahre alten Problems seit 115 Jahren explizit beschrieben: "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906). Es muss also nur die Geld- und die Bodenordnung korrigiert werden – und die politische Seifenoper wird überflüssig:

Der Abbau des Staates

Vor 3250 Jahren wusste man nicht, wie das Geld zu gestalten ist, damit die Marktwirtschaft nicht immer wieder durch die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz zerstört wird. Also wurde der Privatkapitalismus aus dem Begriffsvermögen des "von Gott auserwählten Volkes" ausgeblendet, um zunächst in das Übergangsstadium der kapitalistischen Marktwirtschaft hineinzukommen – und heute können 7,8 Milliarden nicht zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus unterscheiden, weil sie in einem globalen Cargo-Kult existieren, den sie für ihre "moderne Zivilisation" halten:

Innerhalb und außerhalb von Cargo-Kulten

Außerhalb von Cargo-Kulten kann man sich für seine Zeitgenossen nur schämen, denn nicht erst Silvio Gesell, sondern schon Jesus von Nazareth hatte die monopolfreie Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) erklärt, blieb jedoch vom äußeren Cargo-Kult um die fünf Bücher Mose unverstanden. Es entstand ein innerer Cargo-Kult um die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien), der in totaler geistiger Umnachtung die Erbsünde über die ganze Welt verbreitete und für den allein Friedrich Nietzsche die passenden Worte fand:

"Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…"

Erst die atomare Abschreckung, die dem "Einen großen Instinkt der Rache" den dritten Weltkrieg als Vater aller weiteren Dinge unmöglich machte, macht den "unsterblichen Schandfleck" sterblich, der darum heute links-grün versifft ist und sich in Kürze entscheiden darf: Zukunft oder Steinzeit?

Als der zuerst aus dem geistigen Tod der Zinsgeld-Religion am dritten Tag Auferstandene habe ich mir den beschissensten Job der Welt aufgehalst, um 7,8 Milliarden Idioten, die sich bevorzugt von berufsmäßigen Vollidioten regieren lassen, die banalsten Selbstverständlichkeiten zu erklären.

Der wirkliche Jesus

Stefan Wehmeier, 19.09.2021 
 

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