Donnerstag, 1. April 2021

Das Geld verstehen um zu herrschen

"Als ich klein war, glaubte ich, Geld sei das wichtigste im Leben. Heute, da ich alt bin, weiß ich: Es stimmt."

Oscar Wilde (1854-1900)

Seit der arbeitende Mensch Geld benutzt, wird er vom Geld beherrscht, weil er nicht mehr darauf verzichten kann, ohne es zu verstehen. Damit der arbeitende Mensch das Geld NICHT versteht, gibt es die Religion; denn würde er das Geld verstehen, wäre er nicht bereit, für das herkömmliche Geld zu arbeiten, und das, was sich bis heute "moderne Zivilisation" nennt, wäre nie entstanden:

Endlich das Geld verstehen

Der erste, der das Geld verstand, war nicht Silvio Gesell, sondern Jesus von Nazareth, was ihn zur berühmtesten – und zugleich am wenigsten verstandenen – Persönlichkeit der Welt machte, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert. Was der "halbwegs zivilisierte Normalbürger" heute für "normal" hält, ist also nicht ein Jahrhundert, sondern zwei Jahrtausende vom eigentlichen Normalzustand der monopolfreien Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) entfernt, weil bedauerlicherweise die Religion schon ein halbes Jahrtausend vor dem Beginn der Zeitrechnung vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode mutiert war:

Die erste und die zweite Matrix

Heutzutage muss man als am dritten Tag (ein kulturhistorischer Tag ist eine Epoche mit bewusster Weiterentwicklung in die Zukunft) aus dem geistigen Tod der Religion Auferstandener 13 Jahre lang das kollektiv Unbewusste bearbeiten, damit aus 7,8 Milliarden Untertanen, die sich vom Geld beherrschen lassen, zivilisierte Menschen werden, die das Geld beherrschen:

Geldtheorie

Wer das Geld versteht, steht nicht länger unter Gott, sondern über Gott:

(Arthur C. Clarke / Profile der Zukunft) "Sie werden nicht wie Götter sein, denn keine Götter, die wir uns vorstellen können, haben je über die Kräfte verfügt, die diese Wesen befehligen werden."

Das ist keine Science-Fiction; ich habe es ausprobiert:

Gott spielen

 
Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 01.04.2021 
 


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