Montag, 11. April 2022

Das Worst-Case-Szenario

(Silvio Gesell, Herbst 1918) "Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: ‘Nie wieder Krieg’, entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muß ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, daß es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen..."
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Dummheit muss weh tun, und so dauerte es keine 25 Jahre vom Ende des ersten bis zum Beginn des zweiten Weltkrieges. Damals war der Dow Jones schon acht Jahre vor dem zweiten Weltkrieg abgestürzt und überschritt erst wieder im Jahr 1955 das Vorkriegsmaximum. Heute hat die letzte systemverlängernde Maßnahme der Corona-Religion die größte Spekulationsblase aller Zeiten entstehen lassen, die spätestens mit der Explosion der ersten Atombombe endgültig platzt. Damit ist der dritte Weltkrieg beendet, denn es wird die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) evident, die Alles sofort zum Stillstand bringt.

Niemand entgeht dem Jüngsten Gericht

Aktuell will die US-amerikanische und westeuropäische "hohe Politik" mit aller ihr als unbegrenzte Ressource zur Verfügung stehenden Unvernunft den dritten Weltkrieg. Die US-amerikanischen Systemtrottel hoffen darauf, dass sich der Krieg auf Europa beschränken lässt und mit quantitativ überlegener konventioneller Bewaffnung zu gewinnen sei, während die lokalen Systemtrottel auf nichts hoffen, außer, bis zum Weltuntergang die "Guten" spielen zu dürfen. Ab einem gewissen Grad der Eskalation wird Russland drohen, Atomwaffen einzusetzen, doch die Unvernünftigen werden das nicht ernst nehmen und die Eskalation weiter treiben. Unerwartet wird dann Russland eine einzige mit einem kleinen atomaren Sprengkopf bestückte Hyperschall-Rakete entweder auf Berlin oder auf Brüssel abfeuern. Aus dem oben genannten Grund wird der Krieg damit schnell beendet und 7,8 Milliarden Ahnungslose stehen gemeinsam vor der Wahl Zukunft oder Steinzeit.

Das ist das wahrscheinlichste Worst-Case-Szenario wenn der Aktienmarkt nicht vorher abstürzt, was allen zu wünschen wäre. Dazu müsste entweder die 2te Brennstufe der Deflations-Notbremse versagen, was zurzeit eher unwahrscheinlich ist, oder es wird die Gasversorgung abgestellt. Auf der einen Seite haben die westeuropäischen Systemtrottel genügend Unvernunft, sich die eigene Gasversorgung selbst zu verbieten; auf der anderen Seite könnte Russland ab einem gewissen Grad der Eskalation die Gasversorgung unterbrechen. Das hätte katastrophale Auswirkungen insbesondere für die deutsche Industrie. Der Dax würde einbrechen und könnte den Dow Jones mit herunterziehen. Eine andere Möglichkeit wäre, dass der offizielle Eintritt der NATO in den Krieg die Börse zusammenbrechen lässt – oder auch nicht, denn der Kapitalmarkt kennt keine Moral aber sehr wohl Gewinnaussichten von Rüstungsunternehmen.

Ergibt sich keine unerwartete Wendung, dürfte das Worst-Case-Szenario kaum zu vermeiden sein und ist wohl auch das angemessene Ende nach 2000 Jahren Zeitverschwendung.

 
Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 11.04.2022 
 

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