Sonntag, 3. Januar 2021

Basisdemokratie

"Die Not der breiten Volksmasse führt zu starken innerpolitischen Spannungen. Der Staat ist der mit Gewalt verhinderte Bürgerkrieg. In der Absicht, diese Spannungen zu mildern, werden der Masse politische Rechte gewährt; man gelangt allmählich zur Staatsform der Demokratie. Die Arbeitenden leben in dem Glauben, ihre politische Gleichberechtigung werde die wirtschaftliche nach sich ziehen. Allein, die erwartete Besserung tritt nicht ein, kann ja gar nicht eintreten. Was man durch das allgemeine Wahlrecht und den Parlamentarismus zu erreichen hofft, ist ja das wirtschaftliche Ziel des vollen Arbeitsertrages. Dieses Ziel aber setzt, wie wir wissen, die wirtschaftliche Freiheit voraus, das heißt den freien Wettbewerb, die Zerstörung bzw. Unschädlichmachung der Monopole. Diese Monopole hat man aber zum Teil als solche gar nicht erkannt. Wie soll sich da die Lage der Arbeitenden bessern?
    Weil die Marktwirtschaft infolge der bestehenden Monopole nicht richtig funktionieren kann, müssen sich ständig wirtschaftliche und soziale Störungen ergeben. Anstatt nun aber das Übel bei der Wurzel zu packen und die Monopole unschädlich zu machen, begnügt man sich damit, an den Erscheinungen herumzukurieren. Man beschließt immer neue und immer tiefere Eingriffe in die Wirtschaft, wodurch man bald dieser bald jener Gruppe Sondervorteile verschafft. Beim Aushandeln dieser zahllosen Planwirtschaftsgesetze tritt der parlamentarische Kuhhandel in Aktion, das Feilschen der politischen Parteien um die Vorteile, die jede von ihnen "ihren" Wählern zu verschaffen trachtet. So entartet unter der Herrschaft der Monopole der an sich gesunde Gedanke der Demokratie zum parlamentarisch verbrämten Schacher um Gruppenvorteile. Das Parlament wird zur Gesetzesfabrik, aus der sich unaufhaltsam eine Paragraphenflut über das hilflose Volk ergießt, in dessen Namen man regiert. Die Monopole und die von ihnen veranlasste Planwirtschaft morden die Demokratie. Das darf nicht wundernehmen. Demokratie setzt Freiheit und Gleichberechtigung voraus; beides aber kann es in der herkömmlichen Monopolwirtschaft nicht geben."

Otto Valentin, aus "Die Lösung der sozialen Frage", 1952

In den 1950er Jahren war es keine große Kunst mehr, ein Buch zu schreiben, dessen Inhalt hält, was dieser Titel verspricht, denn schon 1906 hatte Silvio Gesell mit "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" alles vorweggenommen. Es wäre also nicht nur der zweite, sondern schon der erste Weltkrieg überflüssig gewesen, ein Teil der halbwegs zivilisierten Menschheit hätte nicht zeitweilig in den vorzivilisatorischen Zustand des "real existierenden Sozialismus" zurückfallen müssen, und heute könnten alle längst in nicht mehr vorstellbarem Reichtum, einer sauberen Umwelt und selbstverständlichem Weltfrieden leben. Es hat nicht sollen sein und die Ursache dieser beschämenden Tatsache hätte jeder, der lesen kann, ab 2008 erfahren können: Himmel auf Erden

Für "den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit" (dem Christentum nach Nietzsche) bleibt die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) jedoch weiterhin unverständlich, denn es ist ja viel wichtiger, vor der Glotze zu sitzen und sich von den "öffentlich Unrechtlichen" auch noch die letzten Gehirnzellen abtöten zu lassen, bis die globale Liquiditätsfalle (Armageddon) den Rückfall in die Steinzeit unvermeidlich macht. Dann habt ihr es "geschafft" und dürft die letzten 10.000 Jahre Kulturentwicklung noch einmal durchlaufen.

Der Geldkreislauf (Baum des Lebens) wäre schon zusammengebrochen und ihr befändet euch heute ungefähr im Stadium "Mad Max 2", hätte ich nicht seit Dezember 2008 verstärkt auf das kollektiv Unbewusste eingewirkt, um die Liquiditätsfalle durch grotesken Keynesianismus (ohnehin die Lieblingsbeschäftigung der "hohen Politik") hinauszuzögern und in Kürze mit einer Bullenfalle evident werden zu lassen:

Die große Transformation

Je weiter die Liquiditätsfalle hinausgezögert wird, desto steiler erfolgt der endgültige Absturz der Börse, der die Weltwirtschaft in kürzester Zeit zum Stillstand bringt. Bis dahin dürft ihr weiterhin vor der Glotze abhängen, denn ich garantiere euch: dann werdet ihr wach!

Botschaft vom Hintersten

Sobald die Börse abstürzt, verbleiben nur wenige Wochen, bis über 90% der Weltbevölkerung verhungern muss. Einzige Rettung ist die allgemeine Zustimmung zum Neuen Grundgesetz. Die Basisdemokratie kann leider erst ab 2029 verwirklicht werden, denn:

(Silvio Gesell) "In einer Autokratie genügt es, wenn ein Mann die Währungsfrage studiert. In der Demokratie muss das ganze Volk sich dieser Aufgabe unterziehen, wenn die Demokratie nicht den Demagogen verfallen soll."

Da ihr eure Gehirnzellen schon abgetötet habt, muss ich als einziger vertrauensvoller Autokrat...

(NHC II,2,108) Jesus sagte: Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.

...wohl noch acht Jahre lang auf euch aufpassen, damit ihr in dieser Zeit wenigstens die "banalsten Selbstverständlichkeiten" begreift und dann hoffentlich demokratiefähig werdet.

 
Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 03.01.2021 
 
 
 

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