Dienstag, 17. März 2020

Schaumkrone des Schwachsinns


"Die große Stärke der Narren ist es, dass sie keine Angst haben, Dummheiten zu sagen."

Jean Cocteau (1889-1963)

Inspiriert von einer populären Fernsehsendung läuft im einstigen Land der Dichter und Denker (es gibt sie bis heute, aber sie werden vom Dummvolk immer weniger verstanden) zurzeit eine interessante Reality Show: "Wetten, dass bei uns die Stromversorgung noch eher zusammenbricht als der Geldkreislauf?" Dieser Wette ist alles untergeordnet. Die politische Seifenoper ist auf zwei Parteien reduziert, die "links-grün Versifften" (politisch alle etablierten Parteien und ökonomisch der Keynesianismus) und die "neuen Konservativen" (politisch die AfD und ökonomisch die "Österreichische Schule"). Erstere setzen auf einen Zusammenbruch der Stromversorgung durch eine ökonomisch wie ökologisch desaströse Zappelstrom-Initiative, für deren "Begründung" eigens eine Klimareligion ins Leben gerufen wurde; Letztere beschweren sich vor allem über zu niedrige Zinsen und wollen am liebsten die ständige Geldmengenausweitung der Zentralbank stoppen, was zum sofortigen Zusammenbruch des Geldkreislaufs führen würde.

Ein Dummvolk ist ein religiös verblendetes Volk, wobei die aktuelle Klimareligion (sowie der aktuell auf die Spitze getriebene Virus-Wahn) nur die Spitze des Eisbergs darstellt. Der Vergleich ist gar nicht mal schlecht, denn während das Lügengebäude unter der Oberfläche eine gewisse Intelligenz erfordert, um es zu entlarven, ist die angedrohte "Mensch-gemachte Klimakatastrophe" (sowie die angedrohte Ausrottung der Menschheit durch Viren) ein so offensichtlicher Schwindel, dass man (oder Frau oder sonstwas) schon besonders dumm sein muss, um daran zu glauben.

Die "hohe Politik" ist zum Verständnis irrelevant; entscheidend ist die jeweils zugrundeliegende ökonomische Theorie, aus der sich die irrationalen Handlungen der Politiker ableiten. Basis jeder ökonomischen Theorie ist wiederum die jeweilige Zinstheorie, die beim Keynesianismus weitgehend richtig und bei der "Österreichischen Schule" grundsätzlich falsch ist. Das ist schon daran zu erkennen, dass Oppositionspolitiker, die sich über zu niedrige Zinsen beschweren, sofort zum Keynesianismus wechseln, sollten sie in die Verlegenheit kommen, regieren zu müssen.

Der Irrtum sowohl des Keynesianismus als auch der "Österreichischen Schule" ist, dass beide Theorien von einem fehlerhaften Geld und einer fehlerhaften Bodenordnung ausgehen, die den Zusammenbruch der Ökonomie unvermeidlich machen. Der Keynesianismus ist nur insofern "richtig", als dass er durch staatliche Investitionspolitik nach dem Motto "Löcher graben und wieder zuschaufeln" das Elend einer kapitalistischen Marktwirtschaft (Zinsgeld-Ökonomie) verlängert, während die "Österreichische Schule" in allgemeinen Wirtschaftskrisen Reinigungsprozesse sieht, die unrentables Sachkapital vom Markt nehmen, damit nach der Krise die Wirtschaft wieder gesunden und der Zinsfuß steigen kann. Das ist allerdings falsch, denn für eine Anhebung des Zinsfußes reicht es nicht aus, unrentables Sachkapital Pleite gehen zu lassen, sondern es müsste zusätzlich ein Großteil des noch rentablen Sachkapitals durch einen Krieg zerstört werden, damit nach dem Krieg mit anschließender Währungsreform das Zinsgeld wieder umlaufen kann! Darum werden die "neuen Konservativen" vom kollektiv Unbewussten (von Bewusstsein ist die halbwegs zivilisierte Menschheit weit entfernt) oft als "Nazis" verschrien, obwohl sie keine sind (sie vertreten nur die Positionen der CDU vor 20 Jahren) und sie sich eigentlich viel vernünftiger anhören als die "links-grün Versifften" mit ihrer lächerlichen Klimareligion, ihrer ruinösen Zappelstrom-Initiative und ihrer den Sozialstaat sowie die innere Sicherheit gefährdenden Asylpolitik.

So verrückt es klingt, kann im (noch) bestehenden zivilisatorischen Mittelalter offensichtlicher Blödsinn für eine gewisse Zeit "sinnvoll" sein, weil die Zinsgeld-Ökonomie an sich blödsinnig ist. Um den Blödsinn abzuschaffen, muss die Zinsgeld-Ökonomie als Ganzes abgeschafft werden, denn der Krieg – zur umfassenden Sachkapitalzerstörung, um den Zinsfuß hochzuhalten – konnte nur solange der "Vater aller Dinge" sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Mittlerweile sollte offensichtlich sein, dass die "hohe Politik" mit der aktuellen ökonomischen Situation hoffnungslos überfordert ist. Eine ähnliche Situation hatten wir in der Weimarer Republik zwischen den beiden Weltkriegen, die der Sozialphilosoph Silvio Gesell 1930 wie folgt zusammenfasste: "Wenn wir unfähig bleiben, die Aufgabe, die uns gestellt wurde, zu lösen, so werden wir Stück um Stück unserer staatlichen Selbständigkeit verlieren; die Empörungen und Verzweiflungstaten, die nicht ausbleiben können, werden immer größere Kreise umfassen und immer größere Opfer verlangen, die Hungerrevolten werden kein Ende mehr nehmen, die Regierung wird von links nach rechts und von rechts nach links pendeln, und jeder Pendelschlag wird nur die Verwirrung, die Hilf- und Ratlosigkeit vermehren ..."

Der kulturhistorischen Bedeutung der Aufgabe, die uns gestellt wurde, war sich Silvio Gesell bewusst, nicht aber ihrer religiösen Dimension. Denn solange niemand wusste, wie die Aufgabe zu lösen ist, musste die vor etwa 3250 Jahren erstmals erkannte "Mutter aller Zivilisationsprobleme" aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes ausgeblendet werden, damit das, was sich bis heute "moderne Zivilisation" nennt, überhaupt entstehen konnte:


Was für den "Auszug der Israeliten aus Ägypten", d. h. für die Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft mit Geldkreislauf, anfänglich ein "unüberwindliches Problem" war, nämlich die Befreiung der Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde), sollte heute eine Angelegenheit sein, die "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht" (Zitat: Silvio Gesell). Doch leider starben die Herrschenden, die noch wussten, was die Erbsünde ist, frühzeitig aus, und die Religion mutierte schon vor Jesus von Nazareth zu einem irrationalen Cargo-Kult um die Heilige Schrift:


Nach Jahrtausenden in einem mittlerweile die ganze Welt beherrschenden Cargo-Kult fällt es den Bewohnern nun besonders schwer, das selbständige Denken zu erlernen, bzw. die "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion" schon vor dem Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) zu erlangen:


Ich habe lange überlegt, ob mit der politischen Seifenoper noch etwas anzufangen ist, und musste diesen Gedanken nun endgültig verwerfen. Ein seit Jahrtausenden religiös verblendetes Volk ist nicht souverän, und wenn es eine politische Seifenoper wählt, kann das, was dabei herauskommt, nur die "Schaumkrone des Schwachsinns" sein:


Jede durch zufällige Losentscheidung zusammengewürfelte Truppe hat eine höhere Intelligenz als die gleiche Anzahl von einer religiös verblendeten Masse gewählter "Spitzenpolitiker". Es wäre also in jedem Fall von Nachteil, ausgerechnet die politische Seifenoper bei der Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung assistieren zu lassen. Somit ergibt sich die kuriose Situation, zumindest für eine gewisse Zeit (etwa acht Jahre) autokratischer Alleinherrscher sein zu müssen, um die Demokratie (Volksherrschaft) verwirklichen zu können:


Zweifellos ist das der beschissenste Job, den man sich aussuchen kann,...

Neo: Ich kann nicht mehr zurück, oder?
Morpheus: Nein. Wenn du es könntest, würdest du es wollen?

...aber ich habe es nicht anders gewollt:


Die Alternative wäre gewesen, unwissend und dumm zu bleiben.


Stefan Wehmeier, 17.03.2020 




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