Freitag, 8. Juni 2018

Zivilisationsbeginn


"Das Problem kennen ist wichtiger, als die Lösung zu finden, denn die genaue Darstellung des Problems führt automatisch zur richtigen Lösung."

Albert Einstein

Im Unterschied zu naturwissenschaftlichen Problemen, an deren Lösungen sich alle beteiligen dürfen, die sich dazu berufen fühlen, kann bei erstmaliger Erkenntnis eines gesellschaftlichen Problems, dessen Lösung sich anfangs als zu schwierig erweist, um in absehbarer Zeit gefunden zu werden, dieses nur wenigen Eingeweihten (esoterischer Kreis) bekannt sein und muss darüber hinaus allen anderen unverständlich gemacht werden, um bis zur Lösung des Problems die Kulturentwicklung nicht zu gefährden. Wenn dann das Problembewusstsein auch im esoterischen Kreis verloren geht, kann (vorerst) niemand mehr wissen, worum es eigentlich geht:


Der Wikipedia-Artikel enthält mehr Denkfehler als vollständige Sätze, denn die Soziale Frage gibt es nicht erst seit der industriellen Revolution. Sie besteht schon solange, wie der Mensch Geld (in früheren Zeiten Edelmetallgeld) benutzt und es privates Bodeneigentum gibt. Beispielsweise musste das antike Römische Reich untergehen, weil die Soziale Frage noch ungelöst war:


Auch unsere heutige "moderne Zivilisation" wird untergehen, wenn die in der Theorie längst vorhandene Lösung der Sozialen Frage nicht rechtzeitig in die Praxis umgesetzt wird. Und je höher man auf der Stufenleiter der Arbeitsteilung nach oben kommt ohne eine stabile Makroökonomie, desto tiefer ist der Fall. Das ist sicherer als das Amen in der Kirche.

"Gott ist das einzige Wesen, das, um zu herrschen, nicht selbst zu existieren braucht."

Charles Baudelaire

Heute können wir die Frage "Existiert ein Windows-Betriebssystem?" mit Ja beantworten, auch wenn es materialistisch betrachtet ein "Nichts" ist. Vor 3250 Jahren waren elektronische Computer noch unbekannt, aber ein biologisches Modell, das sich selbst Homo sapiens nennt, war schon seit etwa 150.000 Jahren in Gebrauch. Was man bei entsprechender Programmierung damit alles anstellen konnte, ist noch immer ganz erstaunlich. Beispielsweise hatte man Hunderttausende dazu gebracht, eine so gigantische Sinnlosigkeit wie die Cheops-Pyramide aufzuschichten. Heute ebenso sinnlos, aber zur damaligen Zeit überaus fortschrittlich war das "Programm Genesis", das zum "Auszug der Israeliten aus Ägypten" führte. Ob dabei ein paar halbverhungerte Flüchtlinge irgendwo durch die Wüste irrten, ist nebensächlich, denn die wesentliche Bedeutung ist die "Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft mit Geldkreislauf":

(Genesis_2,4-9) Es war zu der Zeit, da Gott der HERR Erde und Himmel machte. Und alle die Sträucher auf dem Felde waren noch nicht auf Erden, und all das Kraut auf dem Felde war noch nicht gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und kein Mensch war da, der das Land bebaute; aber ein Nebel stieg auf von der Erde und feuchtete alles Land. Da machte Gott der HERR den Menschen aus Erde vom Acker und blies ihm den Odem des Lebens in seine Nase. Und so ward der Mensch ein lebendiges Wesen. Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Osten hin und setzte den Menschen hinein, den er gemacht hatte. Und Gott der HERR ließ aufwachsen aus der Erde allerlei Bäume, verlockend anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen.

Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor"
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld)
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih

(Genesis_3,1-5) Aber die Schlange war listiger als alle Tiere auf dem Felde, die Gott der HERR gemacht hatte, und sprach zu der Frau: Ja, sollte Gott gesagt haben: Ihr sollt nicht essen von allen Bäumen im Garten? Da sprach die Frau zu der Schlange: Wir essen von den Früchten der Bäume im Garten; aber von den Früchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: Esset nicht davon, rühret sie auch nicht an, dass ihr nicht sterbet! Da sprach die Schlange zur Frau: Ihr werdet keineswegs des Todes sterben, sondern Gott weiß: an dem Tage, da ihr davon esst, werden eure Augen aufgetan, und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und böse ist.

Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes)
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet

(Genesis_3,6-13) Und die Frau sah, dass von dem Baum gut zu essen wäre und dass er eine Lust für die Augen wäre und verlockend, weil er klug machte. Und sie nahm von der Frucht und aß und gab ihrem Mann, der bei ihr war, auch davon und er aß. Da wurden ihnen beiden die Augen aufgetan und sie wurden gewahr, dass sie nackt waren, und flochten Feigenblätter zusammen und machten sich Schurze. Und sie hörten Gott den HERRN, wie er im Garten ging, als der Tag kühl geworden war. Und Adam versteckte sich mit seiner Frau vor dem Angesicht Gottes des HERRN unter den Bäumen im Garten. Und Gott der HERR rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du? Und er sprach: Ich hörte dich im Garten und fürchtete mich; denn ich bin nackt, darum versteckte ich mich. Und er sprach: Wer hat dir gesagt, dass du nackt bist? Hast du nicht gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot, du solltest nicht davon essen? Da sprach Adam: Die Frau, die du mir zugesellt hast, gab mir von dem Baum und ich aß. Da sprach Gott der HERR zur Frau: Warum hast du das getan? Die Frau sprach: Die Schlange betrog mich, sodass ich aß.

Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung)
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle)
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis

(Genesis_3,15) Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir (der Schlange) und der Frau und zwischen deinem Nachkommen und ihrem Nachkommen; der soll dir den Kopf zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.

Nachkommen der Schlange = Geldersparnisse
Nachkommen der Frau = neue Sachkapitalien
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)

(Genesis_3,16-24) Und zur Frau sprach er: Ich will dir viel Mühsal schaffen, wenn du schwanger wirst; unter Mühen sollst du Kinder gebären. Und dein Verlangen soll nach deinem Mann sein, aber er soll dein Herr sein. Und zum Mann sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau und gegessen von dem Baum, von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen -, verflucht sei der Acker um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und sollst zu Erde werden. Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist. Nun aber, dass er nur nicht ausstrecke seine Hand und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich! Da wies ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, dass er die Erde bebaute, von der er genommen war. Und er trieb den Menschen hinaus und ließ lagern vor dem Garten Eden die Cherubim mit dem flammenden, blitzenden Schwert, zu bewachen den Weg zu dem Baum des Lebens.

"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern
Vertreibung aus dem Paradies =
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus
Cherubim = Denkblockaden

Mit der genauen Darstellung des Problems haben wir auch schon die Lösung, die von studierten "Wirtschaftsexperten" und von der religiös verblendeten Masse gewählten "Spitzenpolitikern" bis heute nicht verstanden wird, obwohl – oder gerade weil – sie nach Ansicht des Verfassers "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht":


Ohne die Leistung von Silvio Gesell schmälern zu wollen, gibt es ein weit verbreitetes Gerücht, nach dem bereits ein gewisser Jesus von Nazareth die halbwegs zivilisierte Menschheit von der Erbsünde erlöst habe. Betrachten wir dazu die erst 1945 mit den Nag Hammadi Schriften (wieder-)gefundenen originalen Gleichnisse des Propheten und nicht die Entsprechungen in der "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien), kann das Gerücht bestätigt werden:

(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.
(Matthäus 10,34-35) Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm.
(Matthäus 18,20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
(Lukas 12,10) Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden.
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.
(Matthäus 10,37-38) Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
(unwissenschaftliche Übersetzung / "moderne" theologische Interpretation von NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden?
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden.
(Matthäus 18,19) Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 17,20) Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***

Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung

*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Im Nachhinein betrachtet war nicht Friedrich Nietzsche "Der Antichrist",...

"Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…"

...sondern es ist die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit, die sich in innerlichster Verdorbenheit "christlich" nennt! Solche Peinlichkeiten kommen vor,...


...aber man sollte sich davon nicht beirren lassen.

"Viele sind hartnäckig in Bezug auf den einmal eingeschlagenen Weg, wenige in Bezug auf das Ziel."

Friedrich Nietzsche (Menschliches, Allzumenschliches)

Es bleibt zu hoffen, dass die Wenigen noch rechtzeitig die Mehrheit bilden:



Stefan Wehmeier, 08.06.2018

 

Samstag, 27. Januar 2018

Religion oder Leben

"Zu guter Letzt möchte ich meinen vielen buddhistischen, christlichen, hinduistischen, jüdischen und moslemischen Freunden versichern, dass ich mich aufrichtig freue, wenn die Religion, die ihnen der Zufall beschert hat, zu ihrem Seelenfrieden beiträgt.
     Vielleicht ist es besser, unvernünftig und glücklich, als vernünftig und unglücklich zu sein. Am besten wäre es freilich, wenn Vernunft und Glück Hand in Hand gingen.
     Ob unsere Nachkommen dieses Ziel erreichen, wird die größte Frage der Zukunft sein. Durchaus möglich, dass sich mit der Antwort darauf entscheidet, ob wir überhaupt eine Zukunft haben."

Arthur C. Clarke (1917 - 2008)

Unter "Religion" wollen wir hier nur den gemeinsamen Ursprung der drei verbliebenen Cargo-Kulte Judentum, Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) und Islam verstehen, weil sich Hinduismus (mit vielen Göttern) und Buddhismus (ohne Gott) ebenfalls auflösen, sobald das "Programm Genesis" erklärt und damit wegerklärt ist. Ohne das Programm Genesis (die real existierende Matrix) wäre unsere "moderne Zivilisation" nie entstanden, denn kein vernünftiger (nicht religiös verblendeter) Mensch wäre dazu bereit, in einer fehlerhaften Makroökonomie zu arbeiten, von der er weiß, dass ein nachhaltiges Wirtschaften unmöglich...


...und der nächste Krieg systemnotwendigerweise unvermeidlich ist:


Damit also in diesem seit über 3200 Jahren andauernden und aus aufgeklärter Sicht höchst bedauerlichen Zustand der Seelenfrieden (oder das, was dafür gehalten wird) erhalten bleibt, muss so viel Unvernunft gepredigt werden, dass das Volk die im Folgenden aufgeführten Metaphern auf der linken Seite niemals mit ihren wahren Bedeutungen auf der rechten Seite in Verbindung bringt:

Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor"
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld)
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes)
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung)
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle)
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern
Vertreibung aus dem Paradies =
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus
Cherubim = Denkblockaden

Anfänglich war die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe=Investor) dazu gedacht, den Kulturmenschen an das Geld anzupassen, solange noch niemand das Geld an den Menschen anpassen konnte:


Heute sollte das etwas sein, was zumindest seit einem Jahrhundert "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht" (Zitat: Silvio Gesell); doch leider geriet nach dem Verfassen des heute "ersten" Schöpfungsmythos (7-Tage-Schöpfung) der Genesis, der um 580 v. Chr. vor den ursprünglichen "zweiten" (Paradiesgeschichte) gesetzt wurde, alles esoterische Wissen um die wahre Bedeutung der Erbsünde in Vergessenheit, und die Religion mutierte vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode:


Seitdem befindet sich die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit in einem Cargo-Kult,...


...in dem die Gesellschaft auf den Kopf gestellt ist,...


...die moderne Schulmedizin mehr Krankheit erzeugt, als dass sie heilt,...


...und die "hohe Politik" wirklich nicht weiß, was sie tut:


Alle "Wissenschaften" (Theologie, Politologie, Soziologie, universitäre VWL, etc.), die sich im weitesten Sinne mit dem Zusammenleben befassen, sind tatsächlich keine Wissenschaften, weil die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, seit jeher fehlerhaft ist,...


...und die allermeisten wissen noch nicht einmal, dass sie ohne Geld gar nicht existieren würden:


Also besser ein fehlerhaftes Geld (Zinsgeld mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion), das zwei unvernünftige Institutionen (Politik und Religion) nach sich zieht, als gar kein Geld. Am besten wäre es freilich, den Fehler zu korrigieren, damit das Unvernünftige...

Politik: Der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.

Religion: Sündteure Marketingaktion, um dem arbeitenden Volk die Marktwirtschaft (Paradies) mit Privatkapitalismus (Erbsünde) zu verkaufen.

...in Zukunft überflüssig wird. Wer noch Zweifel daran hegt, ob dann auch wirklich Vernunft und Glück Hand in Hand gehen, findet die Bestätigung in der originalen Heiligen Schrift des Urchristentums (Gnosis = Kenntnis), die – um den Seelenfrieden zu erhalten – im 4. Jahrhundert von der "heiligen katholischen Kirche" vorsorglich verbrannt und durch die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien) ersetzt wurde:

(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.
(Matthäus 10,34-35) Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter.
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm.
(Matthäus 18,20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
(Lukas 12,10) Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden.
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.
(Matthäus 10,37-38) Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert.
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
(unwissenschaftliche Übersetzung / "moderne" theologische Interpretation von NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden?
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden.
(Matthäus 18,19) Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 17,20) Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.

Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***

Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung

*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Wie ersichtlich, war also nicht Friedrich Nietzsche "Der Antichrist",...

"Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…"

...sondern es ist die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit, die sich "christlich" nennt - und von der eine bewusste und gewollte Tat kaum zu erwarten ist, solange der "Normalbürger" glaubt, dass arbeitsfreie Kapitaleinkommen (Zinsen, Renditen, private Bodenrenten und Spekulationsgewinne) wohl auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer. Viele versuchen daher ihr Glück im modernen "God-mode-trading", anstatt sich mit Sinnvollem zu beschäftigen:

"Das lange Warten hat ein Ende. Jetzt hat sich auch der Dax der Rekordjagd anderer Marktbarometer - darunter die deutschen Nebenwerte- und die US-Indizes - angeschlossen. Und der Dax stieg am Dienstag nicht nur über die bisherige Bestmarke von 13526 Zählern, sondern nahm mit seinem Höchststand von 13597 gleich auch noch die Marke von 13600 ins Visier. Dass der lange zaudernde Index nun mit Macht auf neue Höhen durchgebrochen ist, zeigt, dass Nachholbedarf bestand beziehungsweise der Rekord überfällig war. Früher oder später musste der Sog des amerikanischen Aktienmarktes, dessen Indizes seit Monaten beinahe täglich Bestmarken aufstellen, seine Wirkung entfalten und der ausgeweitete Bewertungsaufschlag des US- auf den deutschen Markt ein Stück weit geschlossen werden.
     Treibende Kraft hinter der globalen Jahresanfangshausse ist das sich derzeit immer besser darstellende konjunkturelle Umfeld. So hat jetzt der Internationale Währungsfonds seine Prognosen teilweise deutlich angehoben. Für das globale Wachstum der Jahre 2018 und 2019 hat sich seine Annahme im Vergleich zum Herbst 2017 jeweils um 0,2 Prozentpunkte auf 3,9% erhöht. Gerade dem deutschen Aktienmarkt mit seinen stark vom Weltwirtschaftswachstum abhängigen Unternehmen kommt das zugute. Deutschland zählt denn auch zu den Ländern, deren Prognosen am deutlichsten erhöht wurden, nämlich um jeweils 0,5 Prozentpunkte für die Jahre 2018 und 2019 auf 2,3% und 2%. Die gestern veröffentlichte ZEW-Umfrage ergab, dass die Finanzmarktexperten die gegenwärtige konjunkturelle Lage in Deutschland so positiv beurteilen wie noch nie. Die Folge der Kombination aus zunehmenden Erwartungen für das Wachstum beziehungsweise für die Unternehmensgewinne sowie nach wie vor niedrigen Zinsen: Aktienfonds fließen derzeit in enormem Umfang Mittel zu.
     Das Umfeld spricht dafür, dass sich der globale Aktienaufschwung noch fortsetzen und der Dax sich in den nächsten Monaten auch der Marke von 14000 Zählern annähern wird. Doch nähert sich damit auch der Moment, an dem an Gewinnmitnahmen gedacht werden sollte. Gerade wenn es am schönsten ist, zeigt die Erfahrung, soll man gehen beziehungsweise erzielt man für Aktien die besten Preise. Auch werden sich bei weiter steigenden Bewertungen zusehends die Risiken erhöhen, die Warnsignale mehren sich. Der Aktienmarkt hat seit einer sehr ungewöhnlich langen Zeit keine richtige Korrektur erlebt. Auch sie ist überfällig."


Aber alles hat einmal ein Ende, auch die Religion, und wenn es nicht durch Einsicht geschieht, geht es auch so:


Mit dem bevorstehenden evident werden der globalen Liquiditätsfalle (Armageddon) verbleiben nur zwei Möglichkeiten:

a) schnellstmögliche Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung
b) Rückfall in die Steinzeit

Als Möglichkeit c) wäre noch der finale Atomkrieg zu nennen (ein Knopfdruck genügt und die "hohe Politik" ist dafür mit Sicherheit dumm genug), aber es lohnt sich nicht, darüber nachzudenken. Der Atomkrieg ist auch nicht erforderlich, damit über 90% aller heute auf diesem Planeten lebenden Menschen innerhalb kurzer Zeit verhungern und der überlebende Rest die letzten 10.000 Jahre Kulturentwicklung noch einmal durchlaufen darf. Bricht der Geldkreislauf und damit die gesamte Arbeitsteilung zusammen, ist man schneller im "Mad-Max"-Szenario, als dass der berühmte "rote Knopf" noch gedrückt werden könnte.

Bei Möglichkeit a) liegt die Betonung auf schnellstmögliche Verwirklichung – und hätte ich nicht schon seit 2007 genau durchdacht, wie eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform praktisch durchzuführen ist, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen,...


…müsste die halbwegs zivilisierte Menschheit jede Hoffnung auf eine lebenswerte Zukunft aufgeben! Denn an Universitäten (Verdummungsanstalten) ist "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) unbekannt, und wer erst dann mit dem Denken anfängt, wenn die durch staatliche Investitionspolitik und Geldmengenausweitung bis zum "geht nicht mehr" hinausgezögerte Zinsgeld-Ökonomie endgültig zusammenbricht, hat schon verloren.

(NHC III,5) Der Herr sagte: "Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

Und damit Herzlich Willkommen beim Jüngsten Gericht.


Stefan Wehmeier, 27.01.2018 


Download:
Religion oder Leben