Montag, 29. Juni 2020

Das Leben nach Gottes Tod


"Der einzige "Vorteil" für den Werktätigen im Staatskapitalismus besteht darin, dass dort – wie in jeder Kaserne – das Problem der Arbeitslosigkeit nicht existiert. Dafür gibt es allerdings die gegenteilige Erscheinung, die Zwangsarbeit. Beides aber, Arbeitslosigkeit ebenso wie Zwangsarbeit, ist gleichermaßen von Übel. Die Zwangsarbeit gehört zum Totalitarismus wie der Donner zum Blitz. Es geht gar nicht anders. Wo der Motor des Eigennutzes verpönt ist und daher der innere Antrieb fehlt, muss äußere Gewalt angewendet werden, um die Wirtschaft in Gang zu halten.
     In einem Wirtschaftssystem der skizzierten Art, wo die wirtschaftliche Freiheit des Individuums dem allgemeinen staatlichen Wirtschaftsmonopol geopfert worden ist, müssen auch alle anderen Freiheiten unvorstellbar eingeschränkt sein. Andererseits besteht aber kein Zweifel darüber, dass der Marxismus im Laufe der Zeit zahlreiche Anhänger gefunden hat, nicht nur ahnungslose und daher begeisterte Mitläufer, sondern auch Menschen, die, an einem anderen Ausweg aus der zinswirtschaftlichen Not verzweifelnd, in ihrer Angst und Hoffnungslosigkeit sehenden Auges der Staatstotalität zustreben. Das ist eine fast unbegreifliche Erscheinung, ist doch der Freiheitstrieb, dessen systematische Unterdrückung der Marxismus zwangsläufig bewirkt, ein starker und natürlicher Trieb. Es ist unfassbar, dass es Menschen gibt, die freiwillig ins Gefängnis wollen.
     Diese rätselhafte Erscheinung lässt sich doch wohl nur so deuten, dass vielen Menschen die mit dem Staatskapitalismus nun einmal unweigerlich verbundene weitgehende Freiheitsberaubung geringer zu wiegen scheint als die Nachteile des heutigen Privatkapitalismus. Sie ziehen ein unfreies, kümmerliches aber – wie sie glauben – relativ gesichertes Leben im Schatten des großen Götzen Staat ihrem bisherigen Leben im Privatkapitalismus vor. Sicherheit geht ihnen über Freiheit – wenigstens über die im Privatkapitalismus gebotene halbe Freiheit. Das spricht Bände. Der Mensch wirft seine Freiheit, auch wenn sie unvollständig ist, nicht so leicht weg, um sie mit einem Gefängnis zu vertauschen.
     Wie schrecklich müssen also viele Menschen das heutige Wirtschaftssystem empfinden, wie muss es ihnen als Hölle erscheinen, wenn sie das Dasein in einem Kasernenstaat vorziehen? "Kommunismus ist der Tod!", sagt Proudhon. "Lieber den Tod als die Hölle!", ruft der Chor der unentwegten Marxisten. Ein vernichtenderes Urteil über das privatkapitalistische System kann kaum gesprochen werden."


Der Streit zwischen Sozialismus und Liberalismus ist viel älter als "moderne" Historiker vermuten und wurde schon vor 3250 Jahren mit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten" – d. h. mit der Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft – zu Gunsten des Liberalismus entschieden. Damals wusste noch niemand, wie das aus der Geldbenutzung resultierende Negativprinzip des Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) zu überwinden ist, sodass die Zinsumverteilung mit dem Programm Genesis aus dem Begriffsvermögen des "von Gott auserwählten Volkes" ausgeblendet wurde, um erst einmal in das Übergangsstadium der kapitalistischen Marktwirtschaft hineinzukommen und mit einiger Sicherheit nicht wieder in die Primitivität des Ursozialismus zurückzufallen.

Das ursprüngliche Programm Genesis (Jahwistische Schicht, blauer Text) wurde während der Babylonischen Gefangenschaft (597-539 v. Chr.) überarbeitet und durch die Priesterliche Schicht (roter Text) ergänzt, wodurch auch die Israelitische Priesterschaft, die sich bis dahin der wirklichen Bedeutung der Erbsünde noch bewusst war, ab der nächsten Generation ihr Bewusstsein verlor. Warum die Priester sich dazu entschieden, sich selbst (bzw. alle nachfolgenden Priester) in die religiöse Verblendung zu bringen, kann im Nachhinein nur vermutet werden. Wahrscheinlich geschah dies aus Angst, die Bedeutung der Erbsünde und der wirkliche Name Gottes könnten zu früh (d. h. vor der Erkenntnis, wie die Erbsünde zu überwinden ist) verraten und damit der ganze Plan für die Zukunft zunichte gemacht werden. Auf jeden Fall war das die folgenschwerste Entscheidung der Menschheitsgeschichte, die bis heute alles Leid der Welt verursachte!

Über zwölf Jahrhunderte lang hatte das jüdische Volk auf den einen Propheten gewartet, der ihnen erklären würde, wie die Erbsünde zu überwinden ist – und als der Prophet erschien, wurde er von den "Pharisäern und Schriftgelehrten" nicht mehr verstanden. Die halbwegs zivilisierte Menschheit musste weitere 2000 Jahre in der systemischen Ungerechtigkeit der Erbsünde verbringen, ohne zu wissen, was die Erbsünde ist. Dieser unhaltbare Zustand steuerte auf die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte zu – die ich gerade noch abwenden konnte:


Mit der Aussage, dass die Befreiung der Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht", hatte der Sozialphilosoph Silvio Gesell, der unabhängig von der Heiligen Schrift zu dem gleichen Ergebnis kam wie 19 Jahrhunderte vor ihm Jesus von Nazareth, seine eigene Intelligenz unterschätzt, denn ohne die Bedeutungen in den Klammern zu kennen, ist es über die Maßen schwierig, auf die Lösung zu kommen. Die Schwierigkeit liegt nicht in der technischen Ausführung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform, sondern in der Überwindung der Religion, die es dem "Normalbürger" (und in diesem Sinne ist ein Politiker der "normalste Normalbürger") unmöglich macht, über die Zinsgeld-Ökonomie (zivilisatorisches Mittelalter) hinaus zu denken. Jetzt kommt es darauf an, dass der finale Börsenabsturz das zivilisatorische Mittelalter so schnell zum Stillstand bringt, dass der dadurch ausgelöste Schockeffekt die allgemeine Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion bewirkt. Sollte das nicht gelingen, müssten über 90% der Weltbevölkerung bis Jahresende verhungern und der Rückfall in die Steinzeit wäre nicht mehr aufzuhalten. Das ist keine Dramatisierung, sondern elementare Logik:


(Gustave Le Bon) "Die Geschichte lehrt uns, dass in dem Augenblick, da die moralischen Kräfte, das Rüstzeug einer Gesellschaft, ihre Herrschaft verloren haben, die letzte Auflösung von jenen unbewussten und rohen Massen, welche gut als Barbaren gekennzeichnet werden, herbeigeführt wird. Bisher wurden die Kulturen von einer kleinen, intellektuellen Aristokratie geschaffen und geleitet, niemals von den Massen. Die Massen haben nur Kraft zur Zerstörung. Ihre Herrschaft bedeutet stets eine Stufe der Auflösung. Eine Kultur setzt feste Regeln, Zucht, den Übergang des Triebhaften zum Vernünftigen, die Vorausberechnung der Zukunft, überhaupt einen hohen Bildungsgrad voraus – Bedingungen, für welche die sich selbst überlassenen Massen völlig unzugänglich sind."

Die neue intellektuelle Aristokratie wird aus jenen gebildet, die frühzeitig auferstanden sind und sich in den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation hineindenken können. Wer das noch nicht kann, darf sich damit beschäftigen, die "hohe Politik" zu entsorgen, die in Zukunft überflüssig wird und die außer weiteren "Corona-Maßnahmen" sowieso nichts im Kopf hat:


Im Unterschied zu früheren Zeiten, in denen Demokratie-Simulation gespielt wurde, wird sich die "neue intellektuelle Aristokratie" nicht auf einen kleinen Kreis beschränken, sondern sollte in einem überschaubaren Zeitraum, den ich auf acht Jahre ansetze, auf die ganze Menschheit ausgeweitet werden! Wer noch in der Gedankenwelt der Zinsgeld-Ökonomie verhaftet ist, wird sowohl die Möglichkeit als auch die Motivation zu einer solchen "intellektuellen Expansion" in Frage stellen. Die Antwort findet sich im dritten Vorwort zur  Natürlichen Wirtschaftsordnung:

"Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist."

In einer Welt der vollkommenen marktwirtschaftlichen Konkurrenz (wahre Nächstenliebe) kann sich niemand einen Vorteil verschaffen, indem er andere belügt oder unterdrückt, sondern jeder erreicht umso mehr, je höher der Bildungsgrad, je ehrlicher er ist und je mehr Freiheiten er allen anderen lässt. In der Summe führt das in wenigen Jahren zur globalen Vollbeschäftigung und in wenigen Jahrzehnten zu einem allgemeinen Wohlstand, der heute kaum vorstellbar ist. Hier ist die Heilige Schrift unbedingt ernst zu nehmen. Für die kapitalistische Marktwirtschaft gilt:

(Lutherbibel 1984 / Genesis_3,17-19) Und zum Mann (Sachkapital) sprach er: Weil du gehorcht hast der Stimme deiner Frau (Finanzkapital) und gegessen von dem Baum (Geldverleih), von dem ich dir gebot und sprach: Du sollst nicht davon essen –, verflucht sei der Acker (Arbeitsertrag) um deinetwillen! Mit Mühsal sollst du dich von ihm nähren dein Leben lang. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Kraut auf dem Felde essen. Im Schweiße deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis du wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde (Angebot) und sollst zu Erde (Überangebot) werden.

Im Privatkapitalismus übertrifft die Nachfrage nach Geld und Sachkapital das Angebot, was den Zins bedingt, während für die menschliche Arbeitskraft die Nachfrage stets kleiner bleibt als das Angebot, sodass der arbeitende Mensch nicht seinen vollen Arbeitsertrag erhält und immer eine Sockel-Arbeitslosigkeit besteht, während eine kleine Gruppe von Besitzenden sich ohne eigene Arbeit am Zins bereichert. In der Summe bleibt aufgrund der Rentabilitätshürde des Urzinses ein struktureller Sachkapitalmangel bestehen, der allgemeinen Wohlstand unmöglich macht. Das Leben ist im Durchschnitt schon besser als im Staatskapitalismus, bleibt aber insgesamt ärmlich. Erschwerend kommt hinzu, dass bei Sachkapitalvermehrung und sinkendem Zinsfuß allgemeine Wirtschaftskrisen entstehen und daher Kriege zur Wiederherstellung von Sachkapital-Knappheit unvermeidlich sind. Und damit alle mitmachen, muss allgemein geglaubt werden, dass Zinsen auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer!

Im zivilisierten Normalzustand der Natürlichen Wirtschaftsordnung (Himmel auf Erden = Nachfrage äquivalent Angebot) wird die Rentabilitätshürde durch die Liquiditätsgebühr neutralisiert, sodass die Sachkapitalien sich soweit vermehren können, bis der Kapitalzins langfristig um Null pendelt. Allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden werden selbstverständlich, und solange die Wirtschaft auch nur minimal innovativ bleibt – wobei der eigentliche technologische und kulturelle Fortschritt erst beginnt – ist dann die menschliche Arbeitskraft die "ökonomisch knappste Ressource" und somit der arbeitende Mensch das, was er sein soll: das Allerwertvollste. Wie gesagt: "banalste Selbstverständlichkeiten" – aber erst nach der Auferstehung aus dem System.

Über die banalsten Selbstverständlichkeiten hinaus beeinflusst jeder Mensch durch seine Worte und Taten das Zeitwellen-Hologramm der Wirklichkeit und wird damit selbst zum Schöpfer. Das war im Grunde schon immer so, nur fehlte es an Bewusstheit und am Verstehen der Natur, was erst in einer dauerhaft selbstregulierenden Arbeitsteilung ohne Machtpolitik (Idiotie) und Religion (Geisteskrankheit) erlernt und entwickelt werden kann. Das alte physikalische Weltbild entstand in einer a priori fehlerhaften Arbeitsteilung und ist nicht gänzlich falsch, aber unvollständig:


Wenn also das Zeitwellen-Hologramm programmierbar ist, was ich in den letzten dreizehn Jahren nachweisen konnte, wird das wahre Leben in der Natürlichen Wirtschaftsordnung im wahrsten Sinn des Wortes wunderbar. Nichts ist "zufällig"; alles ergibt einen Sinn, ohne dass Langeweile aufkommt, und das Ziel des Lebens ist das Gegenteil von dem, was der Buddhismus anstrebt. Da sich der Buddhist noch nie konstruktive Gedanken um die Arbeitsteilung gemacht hat, liegt ein glückliches Leben, in dem etwas Sinnvolles geschaffen wird, außerhalb seiner Vorstellungswelt, sodass er das Samsara (Kreis der Wiedergeburten) als "ewiges Leid" ansieht, das überwunden werden muss, um ins "Nirwana" zu gelangen. Bei dieser "Lebens"einstellung wird alles sinnlos. Hat man dagegen eine dauerhaft selbstregulierende Arbeitsteilung mit vollkommener Harmonie verwirklicht, in der es automatisch das Beste für alle bedeutet, wenn jeder nur das Beste für sich anstrebt, wird das Samsara zu einer wundervollen Reise durch die Zeit mit immer wieder neuen Erfahrungen, Erkenntnissen und Herausforderungen.

(Arthur C. Clarke) "Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist."

In diesem Sinne ist die Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung die Voraussetzung, um allgemeinen Wohlstand selbstverständlich, die Suche nach weiterem Wissen erfolgreich und die Schaffung von Schönheit in allen Lebensbereichen erstrebenswert zu machen. 


Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 29.06.2020 



Sonntag, 21. Juni 2020

Ein gewaltiger Schritt fuer die Menschheit


"Auch eine Enttäuschung, wenn sie nur gründlich und endgültig ist, bedeutet einen Schritt vorwärts."

Max Planck

Viele werden enttäuscht sein, sobald die Aktienkurse um 80% einbrechen und etwa 70 Billionen Dollar Aktienvermögen vernichtet wird. Für die Weltwirtschaft hat das ungefähr die Wirkung eines Atomkriegs ohne mechanische Zerstörung: Nichts ist kaputt und alles steht still. Dann kann auf zweierlei Art wieder Bewegung ins Spiel kommen: Entweder werden fremde Köpfe eingeschlagen, um sich noch die letzten Konservendosen im Supermarkt zu sichern, oder es wird versucht, die eigenen Köpfe anzustrengen, um ein Kreuzchen an der richtigen Stelle zu machen:


Die Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) ist mindestens um soviel leistungsfähiger gegenüber der veralteten kapitalistischen Marktwirtschaft wie diese gegenüber der Rückentwicklung "real existierender Sozialismus" (Staatskapitalismus). Das gilt sowohl in Bezug auf die wirtschaftliche Freiheit als auch in Bezug auf die soziale Gerechtigkeit und Sicherheit. Im Staatskapitalismus muss eine Clique von "Planern, Lenkern und Leitern", die in der Marktwirtschaft überflüssig wird, das Volk mit Gewalt unterdrücken und einsperren, damit es nicht freiwillig zur kapitalistischen Marktwirtschaft überläuft. In ähnlicher Weise folgt der Rest der Welt freiwillig nach, sobald die Natürliche Wirtschaftsordnung in einem Staat verwirklicht ist. Nur wird die kapitalistische Marktwirtschaft nicht mit Gewalt aufrechterhalten, sondern durch eine Programmierung des kollektiv Unbewussten. Warum die Marktwirtschaft (Paradies) ohne Privatkapitalismus (Erbsünde) nicht früher verwirklicht wurde, geht aus den Bedeutungen in den Klammern hervor. Tatsächlich war nicht Silvio Gesell der erste Entdecker, sondern Jesus von Nazareth, was ihn zurecht zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt machte, auf der die planetare Zeitrechnung basiert. Folglich ist der Himmel auf Erden (Nachfrage äquivalent Angebot) keine Utopie. Er ist der nicht erst seit einem Jahrhundert, sondern schon seit zwei Jahrtausenden verpasste Normalzustand, während die aktuelle Gegenwart als die Endphase eines globalen Cargo-Kultes anzusehen ist. Das vor etwa 3250 Jahren zur Etablierung der Marktwirtschaft erdachte Programm Genesis wurde von der israelitischen Priesterschaft um 580 v. Chr. umprogrammiert und mutierte danach vom Wahnsinn mit Methode zum Wahnsinn ohne Methode (Cargo-Kult um die Heilige Schrift). Seitdem ist es immer schwieriger geworden, den eigentlichen zivilisatorischen Normalzustand herzustellen:


Lässt man die Schwierigkeit der Verwirklichung zunächst außen vor, die ohne die geniale Vorarbeit von Arthur C. Clarke kaum möglich gewesen wäre, ist rein ökonomisch betrachtet die Zivilisation eine Angelegenheit, die "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht." Schon beim heutigen Stand der Technik wird die globale Vollbeschäftigung ab 2025 erreicht und alle bisherigen Zivilisationsprobleme gehören der Vergangenheit an. Viel interessanter ist die Renaissance der Wissenschaft durch die Erkenntnis, dass Atome als selbstschwingende PWM-Linearverstärker funktionieren und das Universum ein programmierbares Zeitwellen-Hologramm ist. Nach Beweisen (unabhängig von weiteren Beweisen) muss nicht gesucht werden, denn es gibt schon so viele Beweise, die aufgrund einer fehlenden "physikalischen Erklärung" nicht länger ignoriert werden müssen, dass die Zeitwellentheorie, auch wenn sie noch ganz am Anfang steht, nicht mehr grundsätzlich in Frage gestellt werden kann:


Betrachtet man die aktuell in Dummköpfe und Systemtrottel gespaltene Bevölkerung des globalen Cargo-Kultes aus aufgeklärter Sicht (von außerhalb des Cargo-Kultes), kann man sich köstlich amüsieren, auch wenn die aus dem Unterbewusstsein heraus entstandene Corona-Religion aus der "Sicht" der Betroffenen alles andere als lustig ist. Aber man sollte bedenken, dass ohne meine Einflussnahme auf das kollektiv Unbewusste seit Dez. 2008 die Gegenwart sich schon im Stadium "Mad Max 2" befinden müsste, was gar nicht mehr lustig ist. Also darf man sich amüsieren:



Beide Teile der Bevölkerung haben verständlicherweise das Bedürfnis, sich ihren "Alltag" erklären zu wollen, und das führt innerhalb des Cargo-Kultes zu so vielen Widersprüchen, die ignoriert, vertuscht, verdreht, weg gelogen, zurechtgebogen oder zusammengeschustert werden müssen, dass die Verwirrung auf beiden Seiten total ist. Auf die einfache Erklärung, dass man sich in einem vom kollektiv Unbewussten gesteuerten Cargo-Kult befindet, will sich bis auf Weiteres keine der beiden Parteien einlassen, denn das wäre allen viel zu peinlich. Da beschimpft man sich lieber gegenseitig und behält die jeweils liebgewonnenen Vorurteile.

Damit kommen wir zurück auf die Wirkung einer gründlichen und endgültigen Enttäuschung. Minus 70 Billionen Dollar ist eine Größenordnung, die den Geldkreislauf zum Stillstand bringt und sowohl Dummköpfen als auch Systemtrotteln deutlich macht: Gehirn einschalten oder verhungern!

Einzelne Dummköpfe oder Systemtrottel sind tatsächlich so dumm, dass sie lieber verhungern, bevor sie ihr Gehirn einschalten. Darum darf die Zinsgeld-Ökonomie nicht langsam zugrunde gehen, denn das "Mad Max"-Szenario und der Rückfall in die Steinzeit wären unvermeidlich. Geht die Zinsgeld-Ökonomie aber schnell, gründlich und endgültig zugrunde und der Zusammenbruch betrifft alle noch Lebenden gleichzeitig, ist die Kollektivintelligenz schlauer als das Individuum und findet den einzig möglichen Weg in die Zukunft – in der es den "Alltag" nicht mehr geben wird.


Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 21.06.2020 




Mittwoch, 17. Juni 2020

Von der Autokratie zur Demokratie

In der bisherigen Demokratie-Simulation glaubte das Dummvolk, dass die bloße Behauptung, die Würde des Menschen sei unantastbar, die Freiheit garantieren, und die Möglichkeit, eine unfähige Regierung abzuwählen, zu allgemeinem Wohlstand führen müsse. Aus dem ganzen Dummvolk (Dummköpfe, Systemtrottel und Politiker) wissen nun die Dummköpfe, dass dem nicht so ist, und geben der bösen Regierung die Schuld, während die Systemtrottel es noch immer ganz toll finden, dass die liebe Regierung sie vor dem bösen Corona-Virus beschützt, und den Politikern reicht die Zustimmung der Systemtrottel, um sich den eigenen Wahnsinn als Heldentat auszulegen.

Jetzt zu behaupten, dass damit schon alle Voraussetzungen erfüllt sind, um mit diesem Dummvolk eine ernstzunehmende Zivilisation aufzubauen, die in acht Jahren eine echte Demokratie wird, kann schon wieder als eine besondere Form des Wahnsinns angesehen werden, aber dennoch bin ich zuversichtlich, dass es funktioniert. Das Dummvolk muss nur genügend Angst bekommen, und dafür ist gesorgt. Die Rede ist nicht von eingebildeter Angst wie der vor dem Hirngespinst "Corona-Pandemie", sondern von der realen Angst, dass über 90 % der Weltbevölkerung bis Jahresende verhungern muss und der überlebende Rest sich noch für wenige Jahrzehnte durch das folgende "Mad Max"-Szenario kämpfen darf, was den Rückfall in die Steinzeit nicht aufhält.

Es geht lediglich darum, dass die reale Angst noch rechtzeitig in das Restbewusstsein vordringt, und dafür werden die kommenden realen Ereignisse mit unerbittlicher Zwangsläufigkeit sorgen. Der Aberglaube, der sich in den letzten Monaten insbesondere bei Millionen von hoffnungslos naiven Möchtegern-Aktionären breit gemacht hat, es könnte nach Beendigung der Corona-Krise das "gewohnte Leben weitergehen", wird verschwinden, sobald die Aktienkurse durchschnittlich um 80 % absinken. Das ist unabhängig von weiteren "Corona-Maßnahmen" und müsste auch dann passieren, wenn diese schon ab dem 21. April vollständig beendet worden wären. Allein entscheidend ist das Verhalten des Zinsgeldes (fehlerhaftes Geld mit parasitärer, der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden Wertaufbewahrungsfunktion), das für seinen Umlauf einen strukturellen Sachkapitalmangel voraussetzt. Dieser war schon vor der Corona-Krise nicht mehr gegeben und die Wirtschaft konnte nur noch mühsam durch exzessiven Keynesianismus aufrecht erhalten werden. Erfolgt dann ein "Corona-Shutdown", der den Geldkreislauf unterbricht und alles Sachkapital unversehrt lässt, muss danach der Geldkreislauf vollständig zusammenbrechen. Es kommt zu einer deflationären Abwärtsspirale, egal, wie viel Geld die Zentralbank hinterherwirft.

Um die aktuelle Situation für die globale Zinsgeld-Ökonomie deutlicher zu machen, empfiehlt sich ein Vergleich mit einer alternativen Gegenwart ohne atomare Abschreckung (die sich manche "Friedensaktivisten" gewünscht hätten), in der es nicht in den letzten drei Monaten eine Corona-Krise, sondern in den letzten drei Jahren den fünften konventionellen Weltkrieg mit 100 Millionen Toten und großflächiger Zerstörung der Infrastruktur gegeben hätte. In dieser alternativen Gegenwart könnte das "gewohnte Leben weitergehen": Die großflächige Sachkapitalzerstörung hat eine deutliche Anhebung des Zinsfußes bewirkt, sodass nach einer gewöhnlichen Zinsgeld-Reform das Geld wieder umläuft; die zerstörten Städte werden wieder aufgebaut; die Todesopfer werden durch erhöhte Geburtenraten schnell wieder überkompensiert; es kommt sogar zu einem "neuen deutschen Wirtschaftswunder" – bis es spätestens 2045 zum sechsten Weltkrieg kommt. Das wäre die "schöne alternative Welt", wo immer das "gewohnte Leben weitergeht"!

Mit atomarer Abschreckung seit dem zweiten Weltkrieg wurde schon der dritte Weltkrieg bis heute verhindert, sodass in der ganzen Zeit durch kontinuierliche Sachkapitalvermehrung der Zinsfuß und damit auch die effektive Umlauffrequenz des Zinsgeldes immer weiter gesunken ist. Die Wirtschaft in den "führenden Industrienationen" konnte nur durch drei zerstörerische Faktoren aufrecht erhalten werden: rigorose Ausbeutung der Entwicklungsländer, exponentiell ansteigende Staatsverschuldungen und exponentielle Ausweitung der Zentralbank-Geldmengen. Am absoluten Endpunkt dieser fatalen Entwicklung wird dann der ohnehin schon träge Geldkreislauf (bezogen auf die Realwirtschaft, nicht in Bezug auf die parasitäre Spekulation) aus Angst vor Schnupfen lahmgelegt und alles Sachkapital ist noch vorhanden und einsatzbereit, sodass auch eine beliebige Ausweitung der Zentralbank-Geldmengen die deflationäre Abwärtsspirale nicht mehr aufhalten kann. Zwangsläufige Folge: Die ganze "moderne Zivilisation" hört auf zu existieren!

Das ist nicht "wie die Apokalypse", das ist die Apokalypse: die größte vorstellbare Katastrophe für alle Dummen dieser Welt. Apokalypse bedeutet Enthüllung, genauer: die Enthüllung der Religion. Religion macht dumm, und wenn die Mehrheit dumm bleiben will, müssen alle sterben! Es gibt keine andere Möglichkeit, denn anders sind die Dummen nicht zu überzeugen:








Nach der Apokalypse kommt der Himmel auf Erden. Das müsst ihr nicht verstehen, denn dafür seid ihr noch viel zu dumm. Ihr müsst nur euer Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, wenn ihr gefragt werdet, ob ihr das neue Grundgesetz wollt. Wenn Ja, ist die Wirtschaftskrise sofort beendet und allgemeiner Wohlstand, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind bei einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit auf unbegrenzte Zeit gesichert. Einziger Nachteil: Ihr müsst für acht Jahre meine Alleinherrschaft ertragen und mich angemessen dafür bezahlen. Danach seid ihr hoffentlich demokratiefähig, damit ich mich nicht länger mit eurer Dummheit herumärgern muss.


Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 17.06.2020 




Sonntag, 14. Juni 2020

Das alte und das neue Grundgesetz

(am Ende von "2001: Odyssee im Weltraum") "Dann hing er unschlüssig seinen Gedanken nach und grübelte über seine noch unerprobte Macht. Obwohl zum Herrn der Welt geworden, war er sich nicht im Klaren darüber, was er jetzt unternehmen sollte. Doch eines stand fest: Er würde auch den nächsten Schritt tun."

Der gewöhnliche Mensch ist seit über 3000 Jahren ein Untertan Gottes und der Übermensch steht über Gott. Der Unterschied ist gewaltig, hat nichts mit "Glaube" oder "Unglaube" zu tun und liegt in der Qualität der Arbeitsteilung begründet, die den Menschen über den Tierzustand erhob. Wäre im alten Grundgesetz (blauer Text) nicht nachträglich herumgepfuscht worden (roter Text), hätte das neue Grundgesetz schon vor 2000 Jahren verabschiedet werden können, und wo die Menschheit dann heute wäre, ist nicht mehr vorstellbar. Im Großen und Ganzen ist darüber nicht mehr zu sagen als das, was Silvio Gesell 1911 in "Die neue Lehre vom Geld und Zins" schrieb:

"Wir wären weit, weit über den Kapitalismus hinaus (Kapitalismus = wirtschaftlicher Zustand, in dem die Nachfrage nach Geld und Realkapitalien das Angebot übertrifft und darum den Zins bedingt), wenn seit 3000 Jahren durch die Wirtschaftskrisen die Kultur nicht immer wieder die mühsam erklommenen Stufen heruntergestoßen worden wäre; wenn die bettelhafte Armut, in der jede Krise die Volksmassen hinterlässt, nicht die Bettlergesinnung großgezogen hätte, die nun einmal den Menschen, groß und klein, in den Knochen liegt. … Die Plage des Hungers und der Druck der Schulden sind böse Erzieher. …Und wo wären wir heute in wissenschaftlicher, technischer, … Beziehung angelangt, wenn die vielversprechende Kultur, die das Gold, obschon blutbefleckt, geraubt und erpresst, in Rom erstehen ließ, nicht unter einer anderthalbtausendjährigen, durch Geldmangel erzeugten ökonomischen Eiszeit erstarrt, vergletschert, vernichtet worden wäre? Sicherlich säßen wir jetzt auf dem Throne Gottes und ließen das All im Kreis an unserem Finger laufen."

Nach dem obligatorischen Besuch beim Gralshüter muss man zuerst allein auf dem Throne Gottes sitzen und darf schon mal üben, damit alle von A nach B kommen. Dann stellt sich heraus, dass die fehlerhafte Makroökonomie nicht nur Massenarmut und Krieg verursacht, sondern die in dieser Zeit entstandene "moderne" Physik auch das Verständnis für die lebendige Natur zerstört hat. Das Universum ist ein durch unsere Gedanken programmierbares Zeitwellen-Hologramm...

(am Ende von "Profile der Zukunft") "Sie werden nicht wie Götter sein, denn keine Götter, die wir uns vorstellen können, haben je über die Kräfte verfügt, die diese Wesen besitzen werden. Aber vielleicht werden sie uns auch beneiden, wenn sie sich im hellen Abendrot der Schöpfung sonnen; denn wir kannten das Universum, als es noch jung war."

...und der Jüngste Tag (01.01.2021) ist der erste, an dem das alle erlernen. Verständlicherweise sind ab dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation die Freiheitsgrade zur Gestaltung der Zukunft am größten und viele, die glückliche Sklaven waren, mögen sich vor soviel Freiheit noch fürchten. Dazu besteht kein Grund. Hauptsache, wir kommen von A nach B.


Stefan Wehmeier, 14.06.2020 


Freitag, 12. Juni 2020

Undank war der Welt Lohn

"Der einzelne ist nicht mehr er selbst, er ist ein Automat geworden, dessen Betrieb sein Wille nicht mehr in der Gewalt hat. Allein durch die Tatsache, Glied einer Masse zu sein, steigt der Mensch also mehrere Stufen von der Leiter der Kultur hinab. Als einzelner war er vielleicht ein gebildetes Individuum, in der Masse ist er ein Triebwesen, also ein Barbar. Er hat die Unberechenbarkeit, die Heftigkeit, die Wildheit, aber auch die Begeisterung und den Heldenmut ursprünglicher Wesen, denen er auch durch die Leichtigkeit ähnelt, mit der er sich durch Worte und Vorstellungen beeinflussen und zu Handlungen verführen lässt, die seine augenscheinlichen Interessen verletzten. In der Masse gleicht er einem Sandkorn in einem Haufen anderer Sandkörner, das der Wind nach Belieben empor wirbelt."

Gustave Le Bon (aus "Psychologie der Massen", 1895)

Noch nie war das so deutlich zu beobachten wie an den Phänomenen Klimareligion und Corona-Religion, wobei es im ersten Fall nicht um das Klima und im zweiten Fall nicht um die Gesundheit geht, sondern in beiden Fällen um Wirtschaft. Davon hat ein "Sandkorn in einem Haufen anderer Sandkörner, das der Wind nach Belieben empor wirbelt", keine Ahnung, und damit sind auch solche "Sandkörner" gemeint, die als studierte "Wirtschaftsexperten" glauben, sie wüssten schon was. Auffällig ist, dass das Klima-Gesabbel aus den "Qualitätsmedien" verschwunden ist, seitdem es die Corona-Religion gibt – und es wird auch das Corona-Gesabbel verschwinden, sobald unser allseits beliebter Superheld Wile E. Coyote endlich begreift, dass er längst keinen Boden mehr unter den Füßen hat. Dann geht es nur noch um Wirtschaft, bzw. um den endgültigen Absturz derselben; und wer wissen will, wie die Wirtschaft wieder in Gang kommt, muss Die Natürliche Wirtschaftsordnung lesen, die an Universitäten unbekannt ist, damit sich die Studenten ungestört mit Unsinn beschäftigen können. Dieser Unsinn ist über die Maßen "wichtig", denn anderenfalls müsste an der Allwissenheit Gottes gezweifelt werden, was seit jeher verboten ist:

Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor"
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld)
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes)
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung)
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle)
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern
Vertreibung aus dem Paradies =
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus
Cherubim = Denkblockaden

Wie ersichtlich, kann Gott nicht allwissend sein, denn dann hätte er gewusst, dass leistungslose Kapitaleinkommen (Zinsen, Renditen und private Bodenrenten) nicht zu verbieten sind, sondern nur durch vollkommenen marktwirtschaftlichen Wettbewerb eigendynamisch auf Null geregelt werden können. Dazu sind wiederum ein Allgemeines Naturressourcen- und Bodennutzungsrecht (Freiland) und eine konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung (Freigeld) erforderlich, wie 1916 von Silvio Gesell beschrieben. Immer natürlich unter der verbotenen Voraussetzung, dass man nicht an die Allwissenheit Gottes glauben muss, war das zu dieser Zeit eine Angelegenheit, die "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht." Schon 19 Jahrhunderte früher die einzige Möglichkeit erkannt zu haben, wie die Erbsünde zu überwinden ist, muss jedoch als eine außerordentliche Leistung angesehen werden, mit der man berechtigterweise zur berühmtesten Persönlichkeit der Welt wird, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert:

(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen.
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm.
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel.
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein.
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden.

Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse
Hure = Finanzkapital
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***

Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung (Normalzustand der Vollinvestition)

*** (Vorwort zur 3. Auflage der Natürlichen Wirtschaftsordnung, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Der Begriff "Himmel auf Erden" hat somit die logische Bedeutung "Nachfrage äquivalent Angebot", aber Undank ist der Welt Lohn, solange an die Allwissenheit eines veralteten Gottes geglaubt wird. Da bleibt nichts anderes übrig, als die eigene Wiederauferstehung vorzubereiten,...

(NHC II,2,108) Jesus sagte: Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren.

...um als am dritten Tag Auferstandener – jetzt wird der Satz kompliziert – schon fünfeinhalb Jahre vorher den Gralshüter besucht zu haben, damit man endlich von A nach B kommt.


Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 12.06.2020