Mittwoch, 17. Juni 2020

Von der Autokratie zur Demokratie

In der bisherigen Demokratie-Simulation glaubte das Dummvolk, dass die bloße Behauptung, die Würde des Menschen sei unantastbar, die Freiheit garantieren, und die Möglichkeit, eine unfähige Regierung abzuwählen, zu allgemeinem Wohlstand führen müsse. Aus dem ganzen Dummvolk (Dummköpfe, Systemtrottel und Politiker) wissen nun die Dummköpfe, dass dem nicht so ist, und geben der bösen Regierung die Schuld, während die Systemtrottel es noch immer ganz toll finden, dass die liebe Regierung sie vor dem bösen Corona-Virus beschützt, und den Politikern reicht die Zustimmung der Systemtrottel, um sich den eigenen Wahnsinn als Heldentat auszulegen.

Jetzt zu behaupten, dass damit schon alle Voraussetzungen erfüllt sind, um mit diesem Dummvolk eine ernstzunehmende Zivilisation aufzubauen, die in acht Jahren eine echte Demokratie wird, kann schon wieder als eine besondere Form des Wahnsinns angesehen werden, aber dennoch bin ich zuversichtlich, dass es funktioniert. Das Dummvolk muss nur genügend Angst bekommen, und dafür ist gesorgt. Die Rede ist nicht von eingebildeter Angst wie der vor dem Hirngespinst "Corona-Pandemie", sondern von der realen Angst, dass über 90 % der Weltbevölkerung bis Jahresende verhungern muss und der überlebende Rest sich noch für wenige Jahrzehnte durch das folgende "Mad Max"-Szenario kämpfen darf, was den Rückfall in die Steinzeit nicht aufhält.

Es geht lediglich darum, dass die reale Angst noch rechtzeitig in das Restbewusstsein vordringt, und dafür werden die kommenden realen Ereignisse mit unerbittlicher Zwangsläufigkeit sorgen. Der Aberglaube, der sich in den letzten Monaten insbesondere bei Millionen von hoffnungslos naiven Möchtegern-Aktionären breit gemacht hat, es könnte nach Beendigung der Corona-Krise das "gewohnte Leben weitergehen", wird verschwinden, sobald die Aktienkurse durchschnittlich um 80 % absinken. Das ist unabhängig von weiteren "Corona-Maßnahmen" und müsste auch dann passieren, wenn diese schon ab dem 21. April vollständig beendet worden wären. Allein entscheidend ist das Verhalten des Zinsgeldes (fehlerhaftes Geld mit parasitärer, der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden Wertaufbewahrungsfunktion), das für seinen Umlauf einen strukturellen Sachkapitalmangel voraussetzt. Dieser war schon vor der Corona-Krise nicht mehr gegeben und die Wirtschaft konnte nur noch mühsam durch exzessiven Keynesianismus aufrecht erhalten werden. Erfolgt dann ein "Corona-Shutdown", der den Geldkreislauf unterbricht und alles Sachkapital unversehrt lässt, muss danach der Geldkreislauf vollständig zusammenbrechen. Es kommt zu einer deflationären Abwärtsspirale, egal, wie viel Geld die Zentralbank hinterherwirft.

Um die aktuelle Situation für die globale Zinsgeld-Ökonomie deutlicher zu machen, empfiehlt sich ein Vergleich mit einer alternativen Gegenwart ohne atomare Abschreckung (die sich manche "Friedensaktivisten" gewünscht hätten), in der es nicht in den letzten drei Monaten eine Corona-Krise, sondern in den letzten drei Jahren den fünften konventionellen Weltkrieg mit 100 Millionen Toten und großflächiger Zerstörung der Infrastruktur gegeben hätte. In dieser alternativen Gegenwart könnte das "gewohnte Leben weitergehen": Die großflächige Sachkapitalzerstörung hat eine deutliche Anhebung des Zinsfußes bewirkt, sodass nach einer gewöhnlichen Zinsgeld-Reform das Geld wieder umläuft; die zerstörten Städte werden wieder aufgebaut; die Todesopfer werden durch erhöhte Geburtenraten schnell wieder überkompensiert; es kommt sogar zu einem "neuen deutschen Wirtschaftswunder" – bis es spätestens 2045 zum sechsten Weltkrieg kommt. Das wäre die "schöne alternative Welt", wo immer das "gewohnte Leben weitergeht"!

Mit atomarer Abschreckung seit dem zweiten Weltkrieg wurde schon der dritte Weltkrieg bis heute verhindert, sodass in der ganzen Zeit durch kontinuierliche Sachkapitalvermehrung der Zinsfuß und damit auch die effektive Umlauffrequenz des Zinsgeldes immer weiter gesunken ist. Die Wirtschaft in den "führenden Industrienationen" konnte nur durch drei zerstörerische Faktoren aufrecht erhalten werden: rigorose Ausbeutung der Entwicklungsländer, exponentiell ansteigende Staatsverschuldungen und exponentielle Ausweitung der Zentralbank-Geldmengen. Am absoluten Endpunkt dieser fatalen Entwicklung wird dann der ohnehin schon träge Geldkreislauf (bezogen auf die Realwirtschaft, nicht in Bezug auf die parasitäre Spekulation) aus Angst vor Schnupfen lahmgelegt und alles Sachkapital ist noch vorhanden und einsatzbereit, sodass auch eine beliebige Ausweitung der Zentralbank-Geldmengen die deflationäre Abwärtsspirale nicht mehr aufhalten kann. Zwangsläufige Folge: Die ganze "moderne Zivilisation" hört auf zu existieren!

Das ist nicht "wie die Apokalypse", das ist die Apokalypse: die größte vorstellbare Katastrophe für alle Dummen dieser Welt. Apokalypse bedeutet Enthüllung, genauer: die Enthüllung der Religion. Religion macht dumm, und wenn die Mehrheit dumm bleiben will, müssen alle sterben! Es gibt keine andere Möglichkeit, denn anders sind die Dummen nicht zu überzeugen:








Nach der Apokalypse kommt der Himmel auf Erden. Das müsst ihr nicht verstehen, denn dafür seid ihr noch viel zu dumm. Ihr müsst nur euer Kreuzchen an der richtigen Stelle machen, wenn ihr gefragt werdet, ob ihr das neue Grundgesetz wollt. Wenn Ja, ist die Wirtschaftskrise sofort beendet und allgemeiner Wohlstand, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind bei einem Höchstmaß an persönlicher Freiheit auf unbegrenzte Zeit gesichert. Einziger Nachteil: Ihr müsst für acht Jahre meine Alleinherrschaft ertragen und mich angemessen dafür bezahlen. Danach seid ihr hoffentlich demokratiefähig, damit ich mich nicht länger mit eurer Dummheit herumärgern muss.


Mit freiwirtschaftlichem Gruß

Stefan Wehmeier, 17.06.2020 




Kommentare:

  1. Hab mir gerade Dostojewskis "Der Großinquisitor" angehört, ein prophetisches Buch, direkt aus dem kollektiven Unbewussten gezogen, kennst du bestimmt, Stefan - eine der Aussagen darin: die Angst zu verhungern, und der Wunsch nach Selbstzerstörung kann als weniger schlimm erscheinen, als die Angst vor Freiheit und Bewusstsein und sich damit durchsetzen. Wäre es nicht besser Liebe an die Stelle der Angst zu setzen damit die Freiheit nicht länger entsetzlich erscheint?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Die Angst muss sein, damit der irrationale Glaube an ein "gewohntes Leben danach" verloren geht und es überhaupt eine Nachfrage nach der Lösung gibt. Die Angst vor Freiheit gibt es nur, wenn automatisch davon ausgegangen wird, dass Freiheit und soziale Gerechtigkeit Gegensätze seien. Das Gegenteil ist richtig: Freiheit und soziale Gerechtigkeit bedingen einander. Das ist schon hier (von Dr. Ernst Winkler)...

      http://opium-des-volkes.blogspot.de/2012/08/personliche-freiheit-und-sozialordnung.html

      ...und hier (von Otto Valentin) beschrieben:

      http://opium-des-volkes.blogspot.de/2013/02/marktgerechtigkeit.html

      Ich nehme das als Anregung, über die soziale Gerechtigkeit und Sicherheit - und wenn man so will: Geborgenheit - in der Natürlichen Wirtschaftsordnung noch einen weiteren Artikel mit eigenen Worten zu verfassen.


      Löschen