Mittwoch, 9. März 2011

"Planer, Lenker und Leiter"

EU will Benzin-Autos aus Städten verbannen
http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,749581,00.html

Wenn die Intelligenz der "Planer, Lenker und Leiter" nicht ausreicht, um eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchzuführen, muss man (oder Frau) versuchen, sich mit allen erdenklichen Unsinnigkeiten gegenüber dem Wahlvolk "wichtig" zu machen; einem Volk, das solchen Schwachköpfen abkaufen soll, sie könnten bis 2050 planen, ohne die einfachsten Grundlagen der Makroökonomie zu verstehen.

Jede Form von nachhaltigem und ökologisch verträglichem Wirtschaften wird in einer Zinsgeld-Ökonomie umso teurer, bzw. erfordert umso mehr staatliche Subventionen, die letztlich von der Mehrheit aller (noch) arbeitenden Zinsverlierer zusätzlich bezahlt werden müssen, je größer die Zinsumverteilung wird. Diese hat allein in Deutschland mit 550 Milliarden Euro pro Jahr, was im Durchschnitt einem Nettolohnverzicht von 1200 Euro monatlich für alle Zinsverlierer entspricht, mittlerweile eine Größenordnung erreicht, dass eigentlich über die Umwelt schon gar nicht mehr nachgedacht werden dürfte.

In einer Zinsgeld-Ökonomie (kapitalistisch pervertierte Marktwirtschaft) unterliegen alle Sachkapitalien (von Fabriken über Eisenbahnschienen bis zu Altersheimen) einer Mindest-Kapitalverzinsung, die der Liquiditätsverzichtsprämie des Geldes (Urzins) plus Risikoprämie entspricht. Sie müssen daher - über ihre reine Wirtschaftlichkeit hinaus - sowohl "kurzfristig rentabel" sein, als auch "strukturell knapp" gehalten werden, damit sie überhaupt zu finanzieren sind. Umgekehrt werden in der Zukunft zu erwartende Schäden abgezinst, das heißt, der gegenwärtig kalkulierte Umweltschaden verringert sich exponentiell, je weiter er in die Zukunft verschoben werden kann. So entspricht ein z. B. durch Atommüll in 200 Jahren verursachter realer Umweltschaden von 100 Milliarden Euro heute einem "kalkulatorischen Schaden" von weniger als 6 Millionen Euro; ein Betrag, den Energiekonzerne unter "Portokasse" verbuchen.

Jede "Regierung", die diese einfachen Zusammenhänge nicht verstehen will und trotzdem versucht, mit primitiven planwirtschaftlichen Aktionen "etwas für die Umwelt zu tun", muss zwangsläufig scheitern.
Abgesehen davon, dass es nicht nur ökologisch bedenklich, sondern auch direkt menschenverachtend ist, Nahrungsmittel in industriellem Maßstab zu Alkohol zu verarbeiten und dann auf uneffektive Art und Weise zu verfeuern, macht sich die "hohe Politik" damit nicht nur lächerlich, sondern kann mit allem was sie tut den endgültigen Zusammenbruch der Volkswirtschaft (Liquiditätsfalle) nur beschleunigen.

Das einzig Vernünftige, was eine Regierung tun kann, ist, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen so einzustellen, dass die Sachkapitalien keiner generellen Mindestverzinsung mehr unterliegen und zu erwartende Umweltschäden nicht mehr abgezinst werden. Alles Weitere regelt sich dann eigendynamisch durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte (Kapitel: Globale Soziale Marktwirtschaft):

www.deweles.de/files/soziale_marktwirtschaft.pdf

Die Tatsache, dass die echte Soziale Marktwirtschaft (Natürliche Wirtschaftsordnung) bis heute nicht verwirklicht wurde, hat nichts damit zu tun, dass dem bedeutendsten Ökonomen der Neuzeit, Silvio Gesell, irgendwelche Fehler unterlaufen sein könnten, sondern vielmehr damit, dass geistig Minderbemittelte noch immer glauben, dass die berühmteste Persönlichkeit der Welt, auf der bis heute die planetare Zeitrechnung basiert, irgendetwas anderes entdeckt haben könnte:

www.deweles.de/files/himmel_auf_erden.pdf

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