Samstag, 1. November 2014

Jude, Katholik und Araber



(Geld oder Krieg, 1912) "Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der erfahrungsgemäß mit unheimlicher Schnelligkeit zur Barbarei zurückführt. …Wer es aber vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen, statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen…"

Den Untertanen der Betriebssysteme Judentum und Islam ist es nicht möglich, ihre eigenen Köpfe soweit anzustrengen, dass sie nicht ständig fremde Köpfe einschlagen müssen:


Zwischen Judentum und Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) hat sich die Verständigung etwas verbessert, mit dem Islam stehen aber beide auf Kriegsfuß. Wer hat "Schuld"? Für alle Untertanen ist klar: Der Programmierfehler liegt garantiert bei den anderen! Auf den nahe liegenden Gedanken, dass die Religion als solche (der gemeinsame Ursprung der drei Betriebssysteme) dahinter stecken könnte, kommt indes kein Untertan, denn die größte Sorge des Untertanen ist es, ein Untertan zu bleiben, und für alle Untertanen ist es unvorstellbar, selbst etwas auf die Reihe zu kriegen, sodass sie bis zum Jüngsten Tag auf ihren Messias warten, der ihnen sagt, was sie zu tun haben. Ansonsten wären allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden längst Realität:

(Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Eine bewusste und gewollte Tat ist von Untertanen nicht zu erwarten, denn unabhängig von "Glaube" oder "Unglaube" kann ein Untertan über sein Betriebssystem nicht hinaus denken, so wie ein PC auch nur im Rahmen seines Betriebssystems funktioniert. Der "Glaube" bezieht sich nur auf das Geschwätz der Priester (oder auf die aus dem Geschwätz entstandenen Cargo-Kulte) und hat mit der Religion als solche nichts zu tun. Die Religion ist eine Programmierung des kollektiv Unbewussten, die man erst einmal erkennen muss, um wirklich ein Atheist, d. h. "frei von Gott", zu werden und dann selbständig denken zu können.

Stattdessen warten die Juden auf einen "König der Juden" als einem "Nachkommen Davids", die Moslems warten auf einen gewissen Mahdi als einem "Nachkommen Mohammeds" und die Katholiken warten interessanterweise darauf, dass ihnen Jesus selbst wieder über den Weg läuft – was nur bedeuten kann, dass Jesus schon wusste, wie allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden zu verwirklichen sind:

(NHC III,5) Der Herr sagte: "Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

Hätte die "heilige katholische Kirche" nicht die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien) zu ihrem "neuen Testament" ernannt oder wenigstens die originale Heilige Schrift (Gnosis = Wissen) des Urchristentums nicht verbrannt, wäre wohl auch spätestens Mohammed zu dem gleichen Ergebnis gekommen:


Sich in die sinnlos komplizierte Gedankenwelt der jüdischen Priesterschaft etwa vom 10. bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert hineinzuversetzen, ist im Nachhinein nicht leicht. Über Jahrhunderte versuchten sie herauszufinden, wie die Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) zu befreien ist, ohne der Lösung näher zu kommen. Dabei lebten sie selbst von der Erbsünde (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) und mussten dem arbeitenden Volk irgendwelche Märchen erzählen, um die Arbeitsteilung und damit die gesamte Kultur aufrecht zu erhalten. Der psychologische Druck muss enorm gewesen sein. Um wie viel leichter haben es da die "modernen" Priester, die schon lange nicht mehr wissen, was sie tun! Der jüdischen Priesterschaft blieb schließlich nichts anderes übrig, als sich mit der Erbsünde zu arrangieren, um wenigstens einen Rückfall der Kultur in die Primitivität des Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zu verhindern: 


Nach dem Verfassen der so genannten priesterlichen Schicht der Tora um etwa 580 v. Chr. verfiel auch die jüdische Priesterschaft dem geistigen Tod der Religion (Rückbindung auf die künstlichen Archetypen Jahwe/Elohim = Investor/Kapitalismus), d. h. sie wurden selbst zu Untertanen eines gefährlichen Betriebssystems, das ihre Vorfahren geschrieben hatten. Erst nach einem weiteren halben Jahrtausend in totaler geistiger Umnachtung des ganzen "auserwählten Volkes" erkannte der Prophet Jesus von Nazareth die wirkliche Bedeutung der bis heute in Genesis_3 exakt umschriebenen Erbsünde wieder (Auferstehung) und fand als erster Denker in der bekannten Geschichte die einzige Lösung (Erlösung) zu ihrer Überwindung. Allerdings fand er unter den "Pharisäern und Schriftgelehrten" seiner Zeit niemanden mehr, der ihn noch verstehen konnte. Das stellte ihn vor die schwerste Entscheidung, die je ein Mensch zu treffen wagte: Er musste wählen, ob er selbst oder die ganze Menschheit in unbestimmter Zukunft weiterleben sollte – und wählte den Märtyrertod, um den von ihm geschaffenen dreifaltigen Gott, der die Lösung zur Überwindung der Erbsünde bereits enthält, mit einer dadurch in die Welt gesetzten neuen Religion in die ferne Zukunft zu transportieren, bis die Menschheit so weit sein würde, ihn zu verstehen:


Nach seinem Tod hatte Jesus auf einige Menschen, die noch halbwegs bei Verstand waren, einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die Ehrlichen versuchten, seine Erkenntnis zu verstehen, und den Unehrlichen war es wichtiger, sich anderen gegenüber mit dem "wichtig" zu machen, was sie vom "Hörensagen" über ihn zu wissen glaubten. Aus Letzteren entstand die "heilige katholische Kirche", die bis heute schlimmste Verbrecherorganisation der Welt.

Während die wahren Urchristen (Gnostiker = Wissende) durch Jesus die wirkliche Bedeutung der Erbsünde wieder erkannt hatten…

(NHC II,3,5) Seit dem Tag, an dem Christus in die Welt gekommen ist, wird die Welt geschaffen, die Städte geschmückt und das Tote herausgetragen.

…und denen, die sich noch im geistigen Tod der jüdischen Religion befanden, eher mitleidig gegenüberstanden,…

(NHC II,3,6) Als wir noch Hebräer waren, waren wir Waisen und hatten nur unsere Mutter. Als wir Christen wurden, bekamen wir Vater und Mutter.

(Mutter der Kultur = Geldersparnisse / Vater der Kultur = Kreditangebot)

…waren danach für die Untertanen des Katholizismus die inzwischen in alle Welt verstreuten Untertanen des Judentums "die Bösen", während sie sich als "die Guten" glaubten.

Die Bedeutung der Erbsünde und der Name Gottes waren längst wieder vergessen und "die Guten" hatten das Genie Jesus von Nazareth zu einem moralisierenden Wanderprediger degradiert, als schätzungsweise um das Jahr 610 der Prophet Mohammed die wirkliche Bedeutung der Erbsünde wieder erkannte, ohne aber auf die Lösung zu kommen, wie die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden ist. Mohammed erkannte außerdem, dass die Juden und die, die sich "Christen" nennen, die originalen Heiligen Schriften gefälscht hatten, um sich – die jüdische Priesterschaft im 6. vorchristlichen Jahrhundert noch bewusst und die katholische Priesterschaft gänzlich unbewusst – mit der Erbsünde zu arrangieren. Religiöse Volkswirtschaften, die sich mit der Erbsünde arrangiert haben, können aber mit Nachbarvölkern keinen Frieden halten. Um die durch die Erbsünde bedingte Massenarmut im eigenen Land zu verringern, müssen sie die benachbarten Völker ausbeuten:


Mohammed konnte nichts anderes tun, als die Programmierung (religiöse Verblendung) für das Betriebssystem Islam auf den Ursprung zurückzusetzen. Die ursprüngliche, jahwistische Schicht der Tora (der "fünf Bücher Mose") ist nichts anderes als ein Zinsverbot,…

Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins

…und darum ist im Wesentlichen das Betriebssystem Islam bis heute durch ein religiöses Zinsverbot gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf der Geschichte mussten also zwangsläufig die heute islamischen Staaten zu globalen Zinsverlierern und die heute "christlichen" Staaten zu globalen Zinsgewinnern werden. Alle "weltpolitischen Ereignisse" lassen sich relativ einfach daraus erklären – und ebenso einfach ist es, das Affentheater zu beenden:

(Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921) "Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."

Mit Intelligenzmangel ist es nicht zu erklären, dass die banalsten Selbstverständlichkeiten von den Allermeisten bis heute nicht verstanden wurden, sondern nur mit einer kollektiven Geisteskrankheit: Politik (Machtausübung) und Religion (Machterhalt):

Irgendwo gibt es noch Völker und Herden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da gibt es Staaten.
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tod der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: "Ich, der Staat, bin das Volk."
Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heißen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.
Wo es noch Volk gibt, da versteht es den Staat nicht und haßt ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.
Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.
Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.
Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!
Viel zu Viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!
Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Viel zu Vielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!
"Auf der Erde ist nichts Größeres als ich: der ordnende Finger bin ich Gottes" – also brüllt das Untier. Und nicht nur Langgeohrte und Kurzgeäugte sinken auf die Knie!
Auch, auch in euch, ihr großen Seelen, raunt er seine düstern Lügen! Ach, er errät die reichen Herzen, die gerne sich verschwenden!
Ja, auch euch errät er, ihr Besieger des alten Gottes! Müde wurdet ihr im Kampfe, und nun dient eure Müdigkeit noch dem neuen Götzen!
Helden und Ehrenhafte möchte er um sich aufstellen, der neue Götze! Gerne sonnt er sich im Sonnenschein guter Gewissen, – das kalte Untier!
Alles will er euch geben, wenn ihr ihn anbetet, der neue Götze: also kauft er sich den Glanz eurer Tugend und den Blick eurer stolzen Augen.
Ködern will er mit euch die Viel-zu-Vielen! Ja, ein Höllenkunststück ward da erfunden, ein Pferd des Todes, klirrend im Putz göttlicher Ehren!
Ja, ein Sterben für Viele ward da erfunden, das sich selber als Leben preist: wahrlich, ein Herzensdienst allen Predigern des Todes!
Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord Aller – "das Leben" heißt.
Seht mir doch diese Überflüssigen! Sie stehlen sich die Werke der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie ihren Diebstahl – und Alles wird ihnen zu Krankheit und Ungemach!
Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung. Sie verschlingen einander und können sich nicht einmal verdauen.
Seht mir doch diese Überflüssigen! Reichtümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie, und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld, – diese Unvermögenden!
Seht sie klettern, diese geschwinden Affen! Sie klettern über einander hinweg und zerren sich also in den Schlamm und die Tiefe.
Hin zum Throne wollen sie Alle: ihr Wahnsinn ist es, – als ob das Glück auf dem Throne säße! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron – und oft auch der Thron auf dem Schlamme.
Wahnsinnige sind sie mir Alle und kletternde Affen und Überheiße. Übel riecht mir ihr Götze, das kalte Untier: übel riechen sie mir alle zusammen, diese Götzendiener.
Meine Brüder, wollt ihr denn ersticken im Dunste ihrer Mäuler und Begierden! Lieber zerbrecht doch die Fenster und springt in’s Freie!
Geht er doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von der Götzendienerei der Überflüssigen!
Geht doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von dem Dampfe dieser Menschenopfer!
Frei steht großen Seelen auch jetzt noch die Erde. Leer sind noch viele Sitze für Einsame und Zweisame, um die der Geruch stiller Meere weht.
Frei steht noch großen Seelen ein freies Leben. Wahrlich, wer wenig besitzt, wird um so weniger besessen: gelobt sei die kleine Armut!
Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist: da beginnt das Lied des Notwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise.
Dort, wo der Staat aufhört, – so seht mir doch hin, meine Brüder! Seht ihr ihn nicht, den Regenbogen und die Brücken des Übermenschen?

Also sprach Zarathustra / Vom neuen Götzen.

Wo die "Anstalt zur zwangsweisen Einziehung des arbeitslosen Einkommens" aufhört,…


…fängt der "von Göttern und Anbetungen erlöste Übermensch" an:



Stefan Wehmeier, 01.11.2014




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