Freitag, 14. November 2014

Die letzte Generation



We're a ship without a storm
The cold without the warm
Light inside the darkness that it needs, yeah

We're a laugh without a tear
The hope without the fear
We are coming – home

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus, und im Unterschied zur gewöhnlichen Poesie, die nur Ist-Zustände umschreibt, beinhaltet wahre Poesie immer auch eine wahre Geschichte über die Zukunft. Der absolut beste Poet und zugleich absolut beste Sänger (darüber lässt sich nicht streiten) war Ronald James Padavona (1942-2010), besser bekannt unter seinem Künstlernamen Ronnie James Dio. Der noch unbewusste Mensch (dazu gehört auch der wahre Poet selbst) glaubt, einen "freien Willen" zu besitzen, wird aber letztlich vom kollektiv Unbewussten gesteuert, mit dem Ziel, das Überleben der halbwegs zivilisierten Menschheit zu sichern. Diesem obersten Ziel gehorchend, spielt der Tod (der biologische Tod) eines einzelnen Menschen keine Rolle und auch nicht der Tod von Millionen Menschen, solange es für die Menschheit insgesamt keinen Nachteil bedeutet. Beispielsweise forderte der 2. Weltkrieg 55 Millionen Todesopfer, was im Verhältnis zur damaligen Weltbevölkerung etwa -2,5% entsprach. Dieser Verlust war nach wenigen Jahren schon wieder aufgeholt und der Vorteil war eine umfassende Sachkapitalzerstörung (der eigentliche Zweck des Krieges in einer Zinsgeld-Ökonomie), sodass die vor dem Krieg herrschende Liquiditätsfalle (Ursache der Kriege in einer Zinsgeld-Ökonomie) damit überwunden und somit nach dem Krieg wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden konnte. Der "liebe Gott" (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) konnte seine Untertanen wieder auf die Jagd nach Kapitalertrag schicken. Das ist der einzige freie Wille, den der noch unbewusste (religiös verblendete) Kulturmensch besitzt und dem sich alles andere unterzuordnen hat; insbesondere die politische Seifenoper, deren Mitspieler über gar keinen freien Willen verfügen, damit der Staat eine "Anstalt zur Einziehung des arbeitslosen Einkommens" ist und bleibt. Bis zum allgemeinen Erkenntnisprozess der "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion" sind wir darum nur "Poor Lost Children Of The Sea".

Der wahre Poet wird von Unwürdigen nicht verstanden, weil solche Patienten sich von wahrer Kunst abgestoßen fühlen, um nicht mit ihrer niederen, vom kollektiv Unbewussten gesteuerten Gesinnung konfrontiert zu werden. Gegen die Arkanpflicht, die darin besteht, empfangenes Wissen vor Unwürdigen geheim zu halten, kann nur der Wissende verstoßen, der den Inhalt explizit erklärt:


In früheren Zeiten war die Arkanpflicht das oberste Gebot unter den Wissenden, während für alle Unwürdigen bis heute gilt:

Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus Ägyptenland, aus der Knechtschaft, geführt habe. Du sollst keine anderen Götter haben neben mir. Du sollst dir kein Bildnis noch irgendein Gleichnis machen, weder von dem, was oben im Himmel, noch von dem, was unten auf Erden, noch von dem, was im Wasser unter der Erde ist. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht! Denn ich, der HERR, dein Gott, bin ein eifernder Gott, der die Missetat der Väter heimsucht bis ins dritte und vierte Glied an den Kindern derer, die mich hassen, aber Barmherzigkeit erweist an vielen tausenden, die mich lieben und meine Gebote halten.
Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht missbrauchen; denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.
Gedenke des Sabbattages, dass du ihn heiligest. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes. Da sollst du keine Arbeit tun, auch nicht dein Sohn, deine Tochter, dein Knecht, deine Magd, dein Vieh, auch nicht dein Fremdling, der in deiner Stadt lebt. Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht und das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tage. Darum segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf dass du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird.
Du sollst nicht töten.
Du sollst nicht ehebrechen.
Du sollst nicht stehlen.
Du sollst nicht falsch Zeugnis reden wider deinen Nächsten.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Haus.
Du sollst nicht begehren deines Nächsten Frau, Knecht, Magd, Rind, Esel noch alles, was dein Nächster hat.

(Exodus_20,2-17) Zusammengefasst: Du sollst nicht denken! Die Zusammenfassung allein hätte jedoch nicht ausgereicht, die Unwürdigen bis heute im geistigen Tod der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) zu belassen. Dafür musste das Denkverbot schon etwas geschickter formuliert werden.

Und alles Volk wurde Zeuge von dem Donner und Blitz und dem Ton der Posaune und dem Rauchen des Berges. Als sie aber solches sahen, flohen sie und blieben in der Ferne stehen und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen hören; aber lass Gott nicht mit uns reden, wir könnten sonst sterben. Mose aber sprach zum Volk: Fürchtet euch nicht, denn Gott ist gekommen, euch zu versuchen, damit ihr's vor Augen habt, wie er zu fürchten sei, und ihr nicht sündigt. So stand das Volk von ferne, aber Mose nahte sich dem Dunkel, darinnen Gott war.

Das damalige Volk wurde sicher nicht Zeuge von Donner, Blitz und Posaune, es sei denn, alles Volk hätte sich 200 Jahre lang die Beine in den Bauch gestanden. Wie jeder "Hochwürden" (den das nicht die Bohne interessiert) im "Arbeitsbuch zum Alten Testament" (ISBN 978-3-8252-2146-1) nachlesen kann bzw. könnte, wenn er nur wollte, stammt Exodus_20,2-17, woraus er sich seine "10 Gebote" zusammengebastelt hat, aus der ursprünglichen, jahwistischen Schicht "J" (ca. 900 v. Chr.) und "Donner, Blitz und Posaune" (Exodus_20,18-21) wurden dann in der elohistischen Schicht "E" (ca. 700 v. Chr.) dazu gedichtet, als die Unwürdigen das Denken schon soweit eingestellt hatten, um auch das noch zu glauben. Es wird ersichtlich, was heute einen "Hochwürden" zum "Merkwürden" macht: Er ist nicht wie normale Menschen neugierig, sondern besitzt eine ganz besondere Eigenschaft, die man als "Dummgier" bezeichnen kann – und wie der Herr, so's Gescherr – und anders wäre ja auch ein Phänomen wie der "Musikantenstadl" nicht zu erklären.

Wenn man bedenkt, welche Möglichkeiten einem Wissenden heute zur Verfügung stünden, würde er seine Arkanpflicht eingehalten und den mittlerweile erreichten Verdummungsgrad ausgenutzt haben, könnte einem schwindelig werden. Andererseits: Eine so degenerierte  Affenhorde zu regieren, macht nun wirklich keinen Spaß. Also drauf geschissen:


Erklären wir den Äffchen weiterhin geduldig alle Zusammenhänge,…


…bevor es zum Schlimmsten kommt,…


…das man besser auch erklärt:


Dann muss "nur" noch das bisher größte Mysterium der Rockgeschichte…


…erklärt werden,…


…um im Text weiterzukommen…

We're off to the witch
We may never never never come home
But the magic that we'll feel
Is worth a lifetime


We're all born upon the cross
The throw before the toss
You can release yourself
But the only way is down


We don't come alone
We are fire we are stone
We're the hand that writes
Then quickly moves away


Chorus:
We'll know for the first time
If we're evil or divine
We're the last in line
We're the last in line


Two eyes from the east
It's the angel or the beast
And the answer lies between
The good and bad


We search for the truth
We could die upon the tooth
But the thrill of just the chase
Is worth the pain


…und endlich wieder eine Zukunft zu haben,…


…die man besser auch noch erklärt,…


…bevor die lieben Äffchen sich wieder vor unsereins fürchten.

Stefan Wehmeier, 15.11.2014


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