Samstag, 12. August 2017

Kollektive Geisteskrankheit


"Obwohl kein einziges der großen ökonomischen Probleme seit der Finanzkrise von 2007 gelöst wurde – aber viele weitere dazugekommen sind – kennen die Indices dieser Welt nur eine Richtung; die nach Oben. Doch über der bunten Welt der Aktienrekorde brauen sich düstere Wolken zusammen."
 
Der nächste Crash kommt bestimmt und vieles deutet darauf hin, dass er noch in diesem Jahr passiert. Da alle "politischen Maßnahmen" (Staatsverschuldungen und Geldmengenausweitungen) ausgereizt sind und somit keine Möglichkeit mehr besteht, den sich selbst beschleunigenden Zusammenbruch aufzuhalten, werden die "Indices dieser Welt" nicht mehr über einen Zeitraum von 14 Monaten (Januar 2008 bis Februar 2009), sondern vielleicht in weniger als drei Monaten noch unter die Tiefststände vom Februar 2009 fallen. Dann verbleiben genau zwei Möglichkeiten:
 
1. Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung 
2. Rückfall in die Steinzeit
 
Tatsächlich gibt es seit jeher nur ein einziges großes ökonomisches Problem, das in der Theorie längst gelöst ist und das endlich auch praktisch gelöst werden muss. Gelingt dies nicht, werden über 90% aller heute auf diesem Planeten lebenden Menschen innerhalb kurzer Zeit verhungern und der überlebende Rest wird zurück in die Steinzeit katapultiert.
 
Dem "Normalbürger" ebenso wie der "hohen Politik" erscheint das zu unglaublich, um rechtzeitig wahrgenommen zu werden. Die erste Möglichkeit wird einfach überlesen, weil kaum jemand weiß, was die Natürliche Wirtschaftsordnung ist, und die zweite Möglichkeit wird für eine "unbegründete Dramatisierung" gehalten, denn schließlich konnte es bisher immer "irgendwie weitergehen" – und warum sollte das ausgerechnet jetzt nicht mehr der Fall sein? Darum:
 
USA: 7260, Russland: 7500, Frankreich: 300, China: 260, Großbritannien: 215, Pakistan: 100-120, Indien: 90-110, Israel: 80, Nordkorea: 6-8.
 
Fast 16.000 Atomsprengköpfe verhindern zurzeit den Dritten Weltkrieg – der schon übermorgen ausbrechen müsste, wenn dieses "Gleichgewicht des Schreckens" morgen abgerüstet würde! Die Ursache des Krieges ist dem "Normalbürger" unbekannt, und somit weiß er auch nicht, dass der Krieg integraler Bestandteil des (noch) bestehenden zivilisatorischen Mittelalters ist, das schon genauso lange existiert, wie der Mensch Geld (in früheren Zeiten Edelmetallgeld) benutzt und es privates Bodeneigentum gibt. Wird nun der Krieg durch die atomare Abschreckung verhindert, kommt nach einigen Jahrzehnten der Punkt, an dem der Geldkreislauf mit positiver Rückkopplung (d. h. sich selbst beschleunigend) zusammenbricht. Der "Jahrhundertökonom" J. M. Keynes bezeichnete dieses Phänomen, das bisher alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte der halbwegs zivilisierten Menschheit zerstörte, als Liquiditätsfalle. Keynes war ein schlechter Schüler von Silvio Gesell, aber ein guter Verkäufer. Er wusste, dass die "hohe Politik" immer nur Keynesianismus betreiben kann, d. h. sie kann durch staatliche Investitionspolitik (die zu immer höherer Staatsverschuldung führt) und durch eine Ausweitung der Zentralbank-Geldmenge (um trotz sinkender Umlauffrequenz des Zentralbankgeldes eine schleichende Inflation nahe 2% pro Jahr aufrecht zu erhalten) die Katastrophe hinauszögern, aber dadurch niemals verhindern. Man kann auch sagen, Keynes hat die "hohe Politik" nach Strich und Faden verarscht – und sie hat sich, dumm wie sie ist, nach Strich und Faden verarschen lassen:
 
Nochmal deutlich: Seit der "Finanzkrise" ist nichts passiert, außer dass durch überproportionale Erhöhungen der Staatsverschuldungen und groteske Geldmengenausweitungen die Katastrophe hinausgezögert wurde. Und auch ohne die genauen Zusammenhänge zu kennen, sollte es einleuchten, dass alle "politischen Maßnahmen" nur dazu führen konnten, dass der endgültige Zusammenbruch der Weltwirtschaft umso plötzlicher und heftiger einsetzen wird. Man kann sich das so vorstellen, dass praktisch von einem Tag auf den anderen die Weltwirtschaft demnächst zum Erliegen kommt und (nicht nur) alle "staatlich anerkannten Experten" dann vollkommen ratlos vor dem größten Scherbenhaufen der Geschichte stehen. Es wäre zu wünschen, dass das schon vorher in den Massenmedien thematisiert würde, aber solange die Menschheit noch religiös ist, wird das "Unvorstellbare" erst dann geglaubt, wenn es passiert:
 
Der "moderne" Mensch kann sich vieles vorstellen, aber nicht das, was über Jahrtausende von der Religion aus dem Begriffsvermögen der halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet wurde:
 
(NHC II,2,41) Wer (etwas) in seiner Hand hat, dem wird gegeben werden; wer nicht hat, dem wird auch das Wenige, das er hat, weggenommen werden.
 
Der Spruch steht nicht nur im Thomas-Evangelium ("die geheimen Worte, die der lebendige Jesus sagte"), sondern fast unverfälscht auch in den biblischen Evangelien, und das sogar an fünf verschiedenen Stellen (Mt 13,12; Mt 25,29; Mk 4,25; Lk 8,18; Lk 19,26). Für "etwas" braucht man nur Zinsgeld, rentables Sachkapital oder privaten Bodenbesitz einzusetzen, und jeder selbständig Denkende weiß, was gemeint ist. Nur beschränkt sich die Anzahl der selbständig Denkenden auf jene, die "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) gelesen und verstanden haben. Alle anderen, die sich mehrheitlich als "normal" bezeichnen, verstehen von der Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und der grundlegendsten zwischenmenschlichen Beziehung (Geld) so gut wie nichts. Daneben gibt es noch solche (Wirtschafts"wissen"schaftler, Theologen, Politologen, Soziologen), die weniger als nichts davon verstehen, weil sie außer Vorurteilen und Denkfehlern nichts gelernt haben. Das allgemeine Unwissen bezüglich im Grunde einfacher makroökonomischer Zusammenhänge, die eigentlich jeder wissen sollte, ist phänomenal.
 
Dass insbesondere "staatlich anerkannte Experten" weniger als nichts von Makroökonomie verstehen, sollte niemanden verwundern, da unsere "moderne Zivilisation" auf einer fehlerhaften Geld- und Bodenordnung basiert, die bis heute nicht korrigiert wurde. Wer nun diese grundlegenden Fehler gar nicht kennt, macht sich die a priori sinnlose Symptombekämpfung zum Lebensinhalt, ohne jemals zum Kern der Sache vorzustoßen:
 
    Geld ist gleichzeitig Tauschmittel und Wertaufbewahrungsmittel, obwohl die letztgenannte Funktion die erste aufhebt. 
    Geld ist gleichzeitig öffentliche Einrichtung und privates Eigentum, obwohl nichts in der Welt zwei Herren dienen kann. 
    Geld ist gleichzeitig gesetzliches Zahlungsmittel und privates Spekulationsobjekt, obwohl beides nicht vereinbar ist. 
    Geld unterliegt einem Annahmezwang aber keinem Weitergabezwang, obwohl das erstere ohne das zweite sinnlos ist. 
    Geldvermehrung durch Fälschung ist verboten, Geldverminderung durch Zurückhaltung erlaubt, obwohl letzteres viel häufiger und folgenschwerer ist. 
    Geld ist unverzichtbares Medium der Zirkulation und gleichzeitig Mittel zu ihrer Unterbrechung, obwohl das einem Gashebel gleicht, mit dem man bremsen kann. 
    Geld wird heute durch einen Tribut (Zins) und einen Betrug (Inflation) in Bewegung gehalten, obwohl beide strafwürdig sind. 
    Geld und Währung sind heute mit dem Zins und Zinseszins gekoppelt, obwohl exponentielles Wachstum jeden Organismus zerstört. 
    Geld ist der einzige Maßstab, der ständig kürzer wird, obwohl wir kein Maß so häufig brauchen und keines so wichtig ist wie Geld.
 
(Zusammenstellung von Helmut Creutz)
 
Rein intellektuell sind sowohl der elementare Fehler im "Geld, wie es (noch) ist" (Zinsgeld) als auch das fehlerfreie "Geld, wie es sein soll" (konstruktiv umlaufgesichertes Geld) schon von jedem 12-jährigen Schulkind zu verstehen. Es ist also nur mit einer kollektiven Geisteskrankheit zu erklären, dass die halbwegs zivilisierte Menschheit bis heute ein fehlerhaftes Geld benutzt, aus dem zwangsläufig alle Zivilisationsprobleme erwachsen, die sich überhaupt thematisieren lassen. Die Geisteskrankheit besteht darin, die im Folgenden aufgeführten Metaphern auf der linken Seite mit allem anderen (vermeintlicher "Unsinn" mit eingeschlossen) in Verbindung zu bringen, als ihren jeweils richtigen Bedeutungen auf der rechten Seite:
 
Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor" 
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld) 
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität 
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer 
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft 
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen 
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf 
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih 
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes) 
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch 
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch 
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer) 
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) 
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung 
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet 
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) 
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital 
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen 
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung) 
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle) 
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung 
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis 
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien 
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite) 
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern 
Vertreibung aus dem Paradies = 
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus 
Cherubim = Denkblockaden
 
In Genesis_2,4b-3,24 sind mit genialen Metaphern alle makroökonomischen Zusammenhänge umschrieben, die der "Normalbürger" bis heute nicht versteht, weil er sie in früheren Zeiten, d. h. vor Jesus von Nazareth, nicht verstehen durfte, um den "Auszug der Israeliten aus Ägypten", d. h. die Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft, möglich zu machen:
 
Nach Jesus von Nazareth wäre die Religion überflüssig gewesen, und wo die Menschheit dann heute wäre, sprengt jedes Vorstellungsvermögen. Doch die "heilige katholische Kirche" verbrannte die originale Heilige Schrift des Urchristentums (Gnosis = Kenntnis) und verbreitete stattdessen die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien), woraus sich ohne Kenntnis der originalen Gleichnisse das zur Überwindung der Erbsünde erforderliche Wissen nicht mehr ableiten lässt. Wären nicht im Jahr 1945 die Heiligen Schriften von Nag Hammadi (wieder-)gefunden worden, wäre der Rückfall in die Steinzeit heute wohl wahrscheinlicher als der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation:
 
(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen. 
(Matthäus 10,34-35) Ihr sollt nicht meinen, dass ich gekommen bin, Frieden zu bringen auf die Erde. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit ihrer Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter. 
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm.
(Matthäus 18,20) Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen. 
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. 
(Lukas 12,10) Und wer ein Wort gegen den Menschensohn sagt, dem soll es vergeben werden; wer aber den heiligen Geist lästert, dem soll es nicht vergeben werden. 
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. 
(Matthäus 10,37-38) Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht wert. Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner nicht wert. 
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden. 
(unwissenschaftliche Übersetzung / "moderne" theologische Interpretation von NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennt, kann der Sohn einer Hure genannt werden? 
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden. 
(Matthäus 18,19) Wenn zwei unter euch eins werden auf Erden, worum sie bitten wollen, so soll es ihnen widerfahren von meinem Vater im Himmel. (Matthäus 17,20) Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so könnt ihr sagen zu diesem Berge: Heb dich dorthin!, so wird er sich heben; und euch wird nichts unmöglich sein.
 
Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse 
Hure = Finanzkapital 
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz 
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses 
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot 
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien 
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf) 

(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***
 
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung
 
*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
Eigentlich bräuchte man sich seit Silvio Gesell mit dem ganzen religiösen Kram nicht mehr zu beschäftigen, aber offensichtlich ist der "Normalbürger" zu einer bewussten und gewollten Tat nicht fähig, solange er die Marktwirtschaft für einen "Obstgarten" hält und unabhängig von "Glaube" (Cargo-Kult) oder "Unglaube" (Ignoranz) wirklich glaubt, dass leistungslose Kapitaleinkommen (Liquiditätsverzichtsprämie, Sachkapitalrendite, private Bodenrente und Spekulationsgewinne) auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer. Das – und nichts anderes – war (und ist noch) der eigentliche Zweck der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor), die ab dem 6. vorchristlichen Jahrhundert vom Wahnsinn mit Methode (weißer Okkultismus) zum Wahnsinn ohne Methode (schwarzer Okkultismus) mutierte:
 
Das veraltete "Programm Genesis" (die real existierende Matrix) machte die halbwegs zivilisierte Menschheit "wahnsinnig genug" für die Benutzung von Zinsgeld (Goldgeld ist immer Zinsgeld) und ließ damit die (noch) bestehende Antike entstehen;...
 
Vorantike: geldlose Planwirtschaft (Ursozialismus, bzw. Staatskapitalismus) 
Antike (zivilisatorisches Mittelalter): Zinsgeld-Ökonomie (kapitalistische Marktwirtschaft) 
Neuzeit: Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus)
 
...um von der Antike in die Neuzeit zu gelangen, müssen drei Bedingungen erfüllt sein:
 
1. Das Wissen zur Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung muss vorhanden sein. 
2. Die Religion, die die Antike aufrecht erhält, muss erklärt und damit wegerklärt sein. 
3. Die Zinsgeld-Ökonomie muss endgültig zusammenbrechen.
 
Die erste Bedingung war schon mit der Erstveröffentlichung von "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906) erfüllt, aber die Religion war noch nicht erklärt, sodass noch zwei Weltkriege stattfinden mussten, um das Elend bis heute zu verlängern. Der Krieg bewirkt eine umfassende Sachkapitalzerstörung und somit eine Anhebung des Zinsfußes, sodass nach dem Krieg wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden kann.
 
Die zweite Bedingung war ab 2007 erfüllt, während der Dritte Weltkrieg bis heute durch die atomare Abschreckung verhindert wird. Was noch fehlt, ist der endgültige Zusammenbruch der Zinsgeld-Ökonomie, der jede Hoffnung auf das Fortbestehen des zivilisatorischen Mittelalters im Keim erstickt. Jetzt wird es interessant, denn die Wirtschaft darf nicht soweit zusammenbrechen, dass der Rückfall in der Steinzeit nicht mehr aufzuhalten ist, oder die "hohe Politik" am Ende so wahnsinnig wird, dass sie dem finalen Atomkrieg den Vorzug gibt. Erste Ansätze dazu sind mit dem aktuellen Streit zwischen dem "Elefanten im Porzellanladen", Donald Trump, und dem "kleinen Dicken aus Nordkorea", Kim Jong-un, bereits vorhanden.
 
Wie kann die dritte Bedingung erfüllt werden, ohne dass die Wirtschaft vollständig zusammenbricht oder es zum finalen Atomkrieg kommt? Auch das ist bereits geklärt:
 
Erwarten wir also den Weltuntergang, denn es ist nur der Untergang der Antike und das Ende einer kollektiven Geisteskrankheit, die schon viel zu lange den Beginn der Neuzeit verhindert.
 



1 Kommentar:

  1. Leg dich nicht mit Fanatikern an, es sei denn du kannst sie überwinden.

    Oder wie Bonhoefer sagte:
    Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich. Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen... Die Macht der einen braucht die Dummheit der anderen. Der Vorgang ist dabei nicht der, daß bestimmte - also etwa intellektuelle - Anlagen des Menschen plötzlich verkümmern oder ausfallen, sondern daß unter dem überwältigenden Eindruck der Machtentfaltung dem Menschen seine innere Selbständigkeit geraubt wird und daß dieser nun - mehr oder weniger unbewußt - darauf verzichtet, zu den sich ergebenden Lebenslagen ein eigenes Verhalten zu finden.

    Bisher mit wenig Erfolg. Was ist zu ändern?

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