Sonntag, 24. November 2013

Der Wille zur Macht



"Der Gebrauch der Vernunft ist für die Menschheit noch zu neu und zu unvollkommen, um die Gesetze des Unbewussten enthüllen zu können und besonders, um es zu ersetzen. Der Anteil des Unbewussten an unseren Handlungen ist ungeheuer und der Anteil der Vernunft sehr klein."

Gustave Le Bon konnte in "Psychologie der Massen" (1895) nur die Auswirkungen der "Gesetze des Unbewussten" beschreiben, die eine Massengesellschaft zu unvernünftigen Handlungen treibt. Friedrich Nietzsche hätte erkannt, dass es sich dabei nur um die Religion handeln kann, die den "Willen zur Macht" unterdrückt. Tatsächlich ist die Religion – damit ist der gemeinsame Ursprung von Judentum, Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) und Islam gemeint – eine vor über drei Jahrtausenden erdachte, spezifische Programmierung des kollektiv Unbewussten zur Machtausübung des Menschen über andere Menschen oder Menschengruppen. Aber genau diese Machtausübung über andere Menschen, die zur Klassengesellschaft führt, gilt es zu überwinden, damit sich der erst halb zivilisierte Mensch zum vollständig zivilisierten Übermenschen entwickeln kann:

"Nur, wo Leben ist, da ist auch Wille: aber nicht Wille zum Leben, sondern – so lehre ich's dich – Wille zur Macht!"

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

Mit dem Willen zur Macht ist keinesfalls das Beherrschenwollen anderer Menschen gemeint, sondern das Beherrschenwollen der Dinge. Hier liegt der zentrale Denkfehler derer, die die Philosophie Nietzsches nicht verstehen, weil sie entweder das eigene Beherrschtwerden für eine "Tugend" halten, oder selbst nichts anderes im Sinn haben, als andere zu beherrschen. Gerade dieses Beherrschen und Beherrschtwerden, die Fremdbestimmung, mit der sich alle gegenseitig auf die Füße treten und behindern, muss beendet werden, damit der darum bis heute noch machtlose Mensch zum "von Göttern und Anbetungen erlösten Übermenschen" wird, der über die wahre Macht, die Beherrschung der Dinge, verfügt.

Diesem Denkfehler bedient sich die marxistische Propaganda (der ganze Marxismus ist nur Propaganda, d. h. Bauernfängerei, es gibt also keine "marxistische Philosophie"), wenn sie Nietzsche als einen "Vordenker des Nationalsozialismus" zu diffamieren versucht, so wie Marxisten jede Philosophie als "nationalsozialistisch" diffamieren, die den Kollektivismus strikt ablehnt. Dass der Nationalsozialismus alles andere als individualistisch ist, spielt keine Rolle, denn für die Diffamierung (etwas anderes haben Marxisten noch nie gekonnt) in einer abergläubischen Gesellschaft muss eine Philosophie nur "in die rechte Ecke gestellt" werden. Dabei ist schon die Unterscheidung in "politisch links" und "politisch rechts" unsinnig, so wie die Politik überhaupt unsinnig ist. In der ganzen "hohen Politik" geht es ja um nichts anderes als die Machtausübung des Menschen über andere Menschen. Es ist sinnlos, darüber zu streiten, wie die Machtpolitik zu gestalten ist – sie ist abzuschaffen! Aber genau das sucht die Ersatzreligion des Marxismus zu verhindern, die in Wahrheit eine noch primitivere und gewalttätigere Form der Machtausübung über andere Menschen darstellt als jene Religion, die zum "Auszug der Israeliten aus Ägypten" führte, der Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft. Der Marxismus ist also nur eine geistige "Rückkehr nach Ägypten" und der Marxist noch nicht einmal ein "lebendiger Mensch" (nach der Definition der Genesis), sondern ein "Kamel":


Nietzsche lässt seinen Zarathustra drei geistige Verwandlungen beschreiben, in denen die Fremdbestimmung des Kulturmenschen zuerst maximal, dann reduziert ist und zuletzt ganz verschwindet. Wenn wir "links" und "rechts" nicht machtpolitisch-ideologisch, sondern kulturhistorisch korrekt als "fortschrittlich" und "reaktionär" auffassen, kommen wir zu dem, was der Sozialphilosoph Silvio Gesell, der die Soziale Frage lösen konnte, im vierten Vorwort (1920) zur Natürlichen Wirtschaftsordnung schrieb:

"Steht der in Gütergemeinschaft lebende Kommunist am äußersten rechten Flügel, am Ausgangstor der gesellschaftlichen Entwicklung, bedeutet darum die kommunistische Forderung den letzten reaktionären Schritt, so muss die Natürliche Wirtschaftsordnung als Programm der Aktion, des Fortschritts des äußersten linken Flügelmannes angesehen werden. Alles, was dazwischen liegt, sind nur Entwicklungsstationen."

Seit der Französischen Revolution (1789 – 1799), die vom Feudalismus zur "repräsentativen Demokratie" führte, bedeutete "politisch links" = fortschrittlich liberal und "politisch rechts" = konservativ antiliberal. Dann erschien der maximal antiliberale Reaktionär Karl Marx und verbreitete seine Ersatzreligion mit "politisch links" = sozial antikapitalistisch und "politisch rechts" = liberal kapitalistisch. Seitdem ist die allgemeine Verwirrung total und kann nur noch durch die komplette Abschaffung der politischen Seifenoper bereinigt werden:


"Der Wille zur Macht" sollte Nietzsches Hauptwerk werden, das er aber nicht vollenden konnte, weil ihm das nötige Basiswissen fehlte. Dennoch kam er in seinen Überlegungen weiter als alle anderen Philosophen bis in die Gegenwart, die in "philosophischen Quartetten" ihre hoffnungslose geistige Verwirrtheit zur Schau stellen, bis auch das Publikum jede Hoffnung verliert – während das Basiswissen, das Nietzsche noch fehlte, heute längst zur Verfügung steht. In einer Welt, die ihre naiven Denkschablonen von "gut" und "böse" noch immer nicht überwunden hat, können die "modernen" Philosophen jedoch nur "des Volkes Aberglauben – und nicht der Wahrheit – dienen", wenn das abergläubische Volk die Dummschwätzer für die "berühmten Weisen" halten soll.

Parallel zur Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, die heute sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten ein nie dagewesenes Ausmaß erreicht hat, hat auch der Aberglaube ein kaum noch zu überbietendes Ausmaß angenommen. Was der "Normalbürger" im einstigen Land der Dichter und Denker für die "soziale Marktwirtschaft" hält, ist nicht die Soziale Marktwirtschaft, die prinzipbedingt und unabhängig vom Stand der Technologie für natürliche Vollbeschäftigung und absolute soziale Gerechtigkeit sorgt,…


…sondern eine kapitalistisch pervertierte Marktwirtschaft mit angehängtem "Sozialstaat", entstanden aus der "katholischen Soziallehre". Alle bisherigen Versuche, die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) zu verwirklichen, wurden von der Religion im Keim erstickt – wobei dieses Unwesen niemals aus bewusstem Handeln besteht.

Ist beim "Normalbürger" der Anteil der vernünftigen Handlungen "sehr klein", so ist er beim "Geistlichen" gleich Null – was wiederum bewirkt, dass beim "Normalbürger", der den Geisteskranken für einen "Geistlichen" hält, der Anteil der Vernunft nicht wächst. Aufgrund der Religion, der Programmierung des kollektiv Unbewussten mit dem künstlichen Archetyp Jahwe, hat der "Normalbürger" nichts anderes als das "Glück der Knechte" im Sinn, d. h., er will auf Kosten anderer existieren (Himmel der Zinsgewinner), damit andere nicht auf seine Kosten existieren (Hölle der Zinsverlierer). Im zivilisatorischen Mittelalter (Zinsgeld-Ökonomie) gibt es nur diese beiden Möglichkeiten, sowohl für jeden Einzelnen als auch für ganze Nationalstaaten, die sich gegenseitig in die Schuldenfalle treiben müssen, bis der nächste Krieg unvermeidlich wird. Wer das nicht weiß, kann nur "Volksvertreter" wählen, die dem "Glück der Knechte" nicht im Weg stehen und die darum auch keine Volksvertreter sind, sondern solche, die den Staat als eine "Anstalt zur zwangsweisen Einziehung des arbeitslosen Einkommens" erhalten wollen, und sonst gar nichts:


Da stehen wir nun mit unserer "Meinungs- und Glaubensfreiheit" in unserer "repräsentativen Demokratie" und müssen einsehen, dass in Wirklichkeit der "liebe Gott" für die Dummen (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) der Souverän der Bundesrepublik Deutschland ist und nicht das deutsche Volk! Politisch zu "denken", d. h. sich Gedanken darüber zu machen, mit welcher politisch-ideologischen Ausrichtung die Machtausübung des Menschen über andere Menschen funktionieren könnte, ist sinnlos. Wer mit dem Denken anfangen will, muss wissen, dass nicht die "hohe Politik", sondern die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, und dass allein die Qualität der makroökonomischen Grundordnung den Grad der Zivilisiertheit bestimmt, die der Kulturmensch erreichen kann. Die ganze Machtpolitik ist nur der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Urzins (Frucht vom Baum der Erkenntnis) befreite Spiel der Kräfte von Angebot (Erde) und Nachfrage (Himmel) nicht selbst regelt:


Der Übermensch ist der selbstbestimmte Mensch in der vom Privatkapitalismus (Erbsünde) befreiten Marktwirtschaft (Paradies). Schon bevor diese erstmals in "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906) wissenschaftlich exakt beschrieben war, hatte sich der Philosoph Friedrich Nietzsche überlegt: Wenn die "Prediger des Todes" sich einen Jesus erfinden konnten, der er mit Sicherheit nicht war, kann ich einen Propheten erfinden, der das Leben erklärt:


Nietzsches Zarathustra ist der Prophet Jesus von Nazareth, der er wirklich war: der erste Denker in der bekannten Geschichte, der die Natürliche Wirtschaftsordnung erkannt hatte, 19 Jahrhunderte vor dem Genie Silvio Gesell. Doch die von den "Predigern des Todes" aufrecht erhaltene Programmierung des kollektiv Unbewussten mit dem künstlichen Archetyp Jahwe, die einerseits die Menschheit aus der unbewussten Sklaverei des Ursozialismus bzw. Staatskapitalismus befreite, aber andererseits dem noch immer unbewussten Kulturmenschen die systemische Ungerechtigkeit der Erbsünde nicht erkennen ließ, verhinderte bis heute den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation:


Jetzt sind die "Gesetze des Unbewussten" endlich enthüllt. Was macht den bewussten, aus dem geistigen Tod der Religion auferstandenen Menschen zum Übermenschen?

"Sie werden nicht wie Götter sein, denn keine Götter, die wir uns vorstellen können, haben je über die Kräfte verfügt, die diese Wesen besitzen werden."

Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

Der noch unbewusste Mensch projiziert das Hirngespinst Gott (der künstliche Archetyp im Unterbewusstsein), von dem er gesteuert wird, auf irgendeine Hypothese Gott, der er eine absolute Macht über seine Existenz zugesteht. Dabei denkt der Untertan nur an die Machtausübung über andere Menschen, denn zu nichts anderem wurden die Götter erfunden. Der bewusste, aus der religiösen Verblendung auferstandene Übermensch glaubt dagegen nicht an "überirdische Hoffnungen" und "bleibt der Erde treu", denn:

"Im Anfang schuf Gott Himmel und Erde": von der Zeit an sitzt der Reiche im Himmel und der Arme liegt auf der Erde.

(Alte jüdische Weisheit)

Im Kapitalismus – im Staatskapitalismus noch mehr als im Privatkapitalismus – geht es immer nur darum, sich auf Kosten der Mehrarbeit anderer zu bereichern. Das – und nichts anderes – sind die wirklichen "überirdischen Hoffnungen" aller noch unbewussten (religiös verblendeten) Menschen, die damit die gesamte Kultur zerstören. Durch den kollektiven Wahnsinn der Religion wurden mehr als anderthalb Jahrtausende potentieller Kulturentwicklung vernichtet! Der heutige Stand des Wissens und der Technologie, aber ohne Massenarmut und Umweltzerstörung, hätte schon im 3. oder 4. Jahrhundert erreicht werden können, wenn die Menschheit begriffen hätte, dass wahre Nächstenliebe (Eigennutz = Gemeinnutz) nichts anderes ist als vollkommene marktwirtschaftliche Konkurrenz:


Die primitivste Kulturstufe ist eine sozialistische Planwirtschaft (Staatskapitalismus), in der die marktwirtschaftliche Konkurrenz ausgeschaltet ist. Ein jüngeres Beispiel war der "Schrotthaufen DDR", der in nur 20 Jahren Marktwirtschaft – auch wenn es noch immer eine kapitalistische Marktwirtschaft mit eingeschränkter Konkurrenz ist – in einen halbwegs zivilisierten Zustand gebracht wurde. Was ist in nur 20 Jahren Freiwirtschaft zu erreichen?  

Die Natürliche Wirtschaftsordnung ist gegenüber der kapitalistischen Marktwirtschaft noch bedeutend leistungsfähiger als diese gegenüber dem Staatskapitalismus. Schon ab der gesetzlich verbindlichen Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform wird kein Mensch mehr verhungern müssen, und beim heutigen Stand der Technologie ist es nicht übertrieben zu sagen, dass in nur 5 Jahren Freiwirtschaft die globale Vollbeschäftigung erreicht ist, während die Umweltbelastung nicht etwa erhöht, sondern bereits deutlich gesenkt wird. In 20 Jahren Freiwirtschaft sollten alle Recycling-Prozesse so weit entwickelt sein, dass eine weitere Umweltbelastung kaum noch messbar ist, und der allgemeine Wohlstand sollte ein Niveau erreicht haben, bei dem 20% der heutigen Arbeitszeit für einen Lebensstandard ausreichen, der heute als "überaus luxuriös" angesehen wird. Das ist der Vorteil der Beherrschung der Dinge gegenüber dem Beherrschenwollen anderer Menschen, wenn nur die Basistechnologien berücksichtigt werden, die heute schon vorhanden sind:


"Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist." 

Arthur C. Clarke (Profile der Zukunft)

Der Wille zur Macht ist mehr als der Wille zum Leben. Allgemeiner Wohlstand, eine saubere Umwelt und der Weltfrieden sind in der Natürlichen Wirtschaftsordnung selbstverständlich. Das Entscheidende ist die Entfaltung der individuellen Kreativität. Zum Übermenschen wird der Mensch, indem die ganze Volkswirtschaft auf seine Ideen so reagiert, wie ein audiophiler Leistungsverstärker auf die feinsten Änderungen seines Eingangssignals. In der Summe ergibt das eine Welt, in der so etwas wie "Alltag" nicht mehr existiert.


Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht."

(Nag Hammadi Library / Thomas-Evangelium / Logion 113)

Der "Vater der Kultur" ist der vom Urzins befreite "volkswirtschaftliche Kredit", der ein "Königreich des Vaters" entstehen lässt, in dem jeder Mensch zum König wird. Bis heute können aber die allermeisten potentiellen "Könige" ihr Königreich nicht sehen. Der programmierte "Normalbürger" will sich noch immer auf Kosten der Mehrarbeit anderer bereichern (so aussichtslos das in den meisten Einzelfällen auch ist), anstatt sich die einzige Möglichkeit bewusst zu machen, mit eigener Arbeit alle Lebensträume zu verwirklichen:

"Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Silvio Gesell (Vorwort zur 3. Auflage der NWO)

Die Natur des Menschen ist zuallererst egoistisch, und damit kommen wir zurück auf den Willen zur Macht. Das Beherrschenwollen der Dinge ist eine ältere und stärkere Motivation des Menschen als das Beherrschenwollen anderer Menschen. Letzteres war nur "ein Seil, geknüpft zwischen Tier und Übermensch", um ersteres mit der Verwirklichung der idealen Makroökonomie, als Voraussetzung für die klassenlose Zivilgesellschaft, zu erreichen. Doch dafür muss zuerst jede Hoffnung auf das Fortbestehen der alten Ordnung zerstört sein:


Die reale Angst vor Armageddon (globale Liquiditätsfalle) muss insgesamt größer werden, als die seit Jahrtausenden eingebildete Angst vor dem "Verlust" der Religion. Erst dann können nicht nur Einzelne, sondern wird ein ganzes Volk zu der Einsicht gelangen: Die Würde des Menschen ist unvereinbar mit der Religion, der unbewussten Anbetung des Kapitalismus, der systemischen Ausbeutung der Arbeit durch den Besitz und der damit verbundenen Untertänigkeit und Beschränktheit.

We're a ship without a storm, the cold without the warm
Light inside the darkness that it needs
We're a laugh without a tear, the hope without the fear
We are coming – HOME!


Das "Licht in der Dunkelheit" ist das deutsche Volk in der "Europäischen Währungsunion", über deren Sinn und Unsinn schon viel geschrieben wurde, aber noch nichts über den eigentlichen Zweck, den sie zu erfüllen hat, bevor sie demnächst wieder aufgelöst wird: der Bundesrepublik Deutschland die echte Soziale Marktwirtschaft ermöglichen!

Nicht nur bei so genannten "Geistlichen" ist der Anteil der vernünftigen Handlungen gleich Null, sondern auch bei so genannten "Spitzenpolitikern", die komplett vom künstlichen Archetyp Jahwe = Investor im kollektiv Unbewussten gesteuert werden. Politiker haben gar keinen Willen zur Macht, d. h. sie wollen niemals die Dinge beherrschen, sondern immer nur andere Menschen. Mit der von der "hohen Politik" verordneten "Gemeinschaftswährung" Euro konnte sich die Bundesrepublik Deutschland durch die Zinsumverteilung innerhalb der EU auf Kosten der anderen Mitgliedsstaaten bereichern und damit heute eine Machtposition erlangen, die es dem Rest der Welt unmöglich macht, sich dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation zu widersetzen, sobald er in Deutschland beschlossen ist. Eine Welteroberung der ganz besonderen Art, bei der niemand geschädigt wird.

Das mag sich zunächst wie Science-Fiction anhören, aber noch vor 30 Jahren konnte sich niemand die deutsche Wiedervereinigung vorstellen. Die Eigendynamik der Entwicklung wird erkennbar, wenn man die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, versteht. Das heutige, gänzlich unreflektiert aus der Antike übernommene und seit jeher fehlerhafte Geld (Zinsgeld mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion) führt zu einer zwangsläufigen Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten:


Mit dem Ersatz der vorherigen Landeswährungen durch den Euro und damit auch der Eliminierung freier Wechselkurse wurde die Zinsumverteilung zwischen den europäischen Staaten soweit erhöht, dass die wirtschaftlich schwächsten in die Zinssklaverei und an den Rand des Staatsbankrotts getrieben wurden, während vor allem die deutsche Volkswirtschaft davon profitierte. Die unbewussten und eigentlich irrationalen Handlungen der europäischen Politiker, die zu dieser Situation geführt haben, erweisen sich im Nachhinein als überaus vorteilhaft für die schnellstmögliche Durchsetzung der Globalen Sozialen Marktwirtschaft, die allerdings nicht mehr von der "hohen Politik", sondern vom arbeitenden Volk initiiert wird.

Sobald die globale Liquiditätsfalle evident wird, werden überall auf der Welt immer mehr Geldersparnisse aus der langfristigen Anlage abgezogen und sowohl auf Girokonten als auch in Bargeld liquide gehalten, während ein Teil dieser internationalen Ersparnisse zum letzten "sicheren Hafen" fließt, d. h. nach Deutschland. Die deutsche Volkswirtschaft wird sich also noch für eine gewisse Zeit über Wasser halten können, während im Rest der Welt immer mehr Massenentlassungen zu fortschreitendem Zerfall der öffentlichen Ordnung führen und in einigen Ländern bereits The Mob Rules.

Nicht die Vernunft, sondern Angst – in der es zumindest in Deutschland noch möglich ist, den eigenen Kopf etwas anzustrengen statt fremde Köpfe einzuschlagen – wird die Masse des deutschen Volkes zu der einen Erkenntnis bringen: Wenn auch bei uns das Geld nicht mehr umläuft, verlieren wir alles, also brauchen wir eine konstruktive Geldumlaufsicherung! Alles Weitere ergibt sich von selbst:



Stefan Wehmeier, 24.11.2013


Kommentare:

  1. Sie sind ja wieder sehr optimistisch....."wird die Masse des deutschen Volkes zu der einen Erkenntnis bringen" wenn ich drann denke wie lange ich brauchte um das alles zu verstehn...

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  2. "...wie lange ich brauchte um das alles zu verstehn..."

    Deswegen sagte ich ja, dass die Masse nur das eine verstehen muss: Damit das Geld weiterhin umläuft, brauchen wir eine konstruktive Geldumlaufsicherung! Damit die Masse diesen einen Satz versteht, muss sie sich in der konkreten Situation befinden, dass nur noch durch eine konstruktive Geldumlaufsicherung der Geldkreislauf - und damit die gesamte Arbeitsteilung - aufrechterhalten werden kann. Diese Situation wird zwangsläufig eintreten. Alles Weitere kann danach verstanden werden:

    "Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."

    Silvio Gesell (Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921)

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  3. sie muss auch nur das eine verstehn, seh ich genau so. und das wird hoffentlich aus der not herraus passieren, es muss. zu viel zeit ist schon verloren gegangen, zu viel leid

    trotzdem danke für die viele arbeit. es ist schön wenn man keine fragen mehr hat und wenn alles klar ist.

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  4. Nur so zur Anregung. Macht kommt von "mögen". (wie power von posse usw.)
    Ein Wille zur Macht, soviel Begriffskenntnis muss man dem Philologen Nietzsche zuerkennen, ist ein Habenwollen von "Vermögen". Macht ist Fähigkeit an sich, Herrschen bzw. Herr-sein ist Befähigung "über" anderes. Der "Über-Mensch" ist gerade ein Begriff von Selbstbeherrschung, bzw. Selbstbefähigung.
    Nietzsche spricht nirgendswo von einem ökonomischen Zusammenhang.
    Deine Inbeziehung-setzung ist eher eine Unterstellung.

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  5. "...ein Habenwollen von "Vermögen"."

    Ohne eine entwickelte Arbeitsteilung "vermag" der Mensch so gut wie gar nichts.

    "Der "Über-Mensch" ist gerade ein Begriff von Selbstbeherrschung, bzw. Selbstbefähigung."

    Die Qualität der makroökonomischen Grundordnung bestimmt, inwieweit es ausreicht, nur "sich selbst zu beherrschen", um "sich selbst - zu Höherem - zu befähigen".

    "Nietzsche spricht nirgendswo von einem ökonomischen Zusammenhang."

    Die ersten Schriften von Gesell wurden erst später veröffentlicht; umso erstaunlicher ist die Leistung Nietzsches.

    "Ihre Inbeziehung-setzung ist eher eine Unterstellung."

    Außer einigen trivialen Wortspielereien hast du noch nichts verstanden, oder, um es mit den Worten von Werner Heisenberg zu sagen: "Nur wenige wissen, wie viel man wissen muss, um zu wissen, wie wenig man weiß." Versuch also nicht, etwas zu beurteilen, bevor du nicht wenigstens das weißt.

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