Dienstag, 11. November 2014

gut und boese



King Arthur: What is the greatest honour, just tell me, Merlin?!
Merlin (awaking): Truth (, of course). With every lie, you will murder a part of the world.

Weil das Internet bei denen entstand, die aufgrund einer unzureichenden Anzahl von Buchstaben nicht so sprechen können wie sie schreiben, und das einstige Volk der Dichter und Denker sich offenbar außerstande sieht, die fehlenden Buchstaben zumindest für das landeseigene Internet zu ergänzen, fängt der eigentliche Text hier an:

Gut und Böse

Der folgende, ganz einfache Grundlagentext richtet sich an alle Kinder im Vorschulalter, also an solche, die noch an den "lieben Gott" glauben (Theologen), die noch im Sandkasten spielen (Politiker), die noch nicht wissen, warum unsere "moderne Zivilisation" nicht funktioniert (Soziologen), die noch nicht wissen, was Geld ist (Wirtschafts"wissen"schaftler), und natürlich an solche, die sich für so "schlau" halten, dass sie noch gar nichts verstanden haben (Philosophen):


Willkommen in der Grundschule. Für alle, die aufgrund ihrer besonderen Lernschwäche dem Unterricht im Kindergarten nicht folgen konnten, gibt es hier gezielten Nachhilfeunterricht für solche, die noch immer an den "lieben Gott" glauben,…


…für solche, die noch immer im Sandkasten spielen,…


…für solche, die noch immer nicht wissen, warum unsere "moderne Zivilisation" nicht funktioniert,…


…für solche, die noch immer nicht wissen, was Geld ist,…


…und für solche, die sich noch immer für so "schlau" halten, dass sie noch gar nichts verstanden haben:


Please allow me to introduce myself
I'm a man of wealth and taste
I've been around for a long, long year
Stole many a man's soul to waste

And I was 'round when Jesus Christ
Had his moment of doubt and pain
Made damn sure that Pilate
Washed his hands and sealed his fate

Pleased to meet you
Hope you guess my name
But what's puzzling you
Is the nature of my game

I stuck around
St. Petersburg
When I saw it was a time for a change
Killed the czar and his ministers
Anastasia screamed in vain

Englisch lernen "wir alle" (das einstige Volk der Dichter und Denker) schon in der Schule, aber weil wir für die Schule lernen und nicht für das Leben, fehlen uns in diesem meist einige Vokabeln, sodass die modernere Dichtkunst unverständlich wird und es beim Hören bleibt:


Für die schlechte Tonqualität muss bei allen um Entschuldigung gebeten werden, die im allgegenwärtigen Lärm unserer "modernen Zivilisation" noch über ein Gehör verfügen, aber Wiedergabesysteme nach dem tatsächlichen Stand der Technik können sich heutzutage nur noch die Zinsgewinner leisten.

"Trotz der heiligen Versprechen der Völker, den Krieg für alle Zeiten zu ächten, trotz der Rufe der Millionen: 'Nie wieder Krieg', entgegen all den Hoffnungen auf eine schönere Zukunft muss ich sagen: Wenn das heutige Geldsystem, die Zinswirtschaft, beibehalten wird, so wage ich es, heute schon zu behaupten, dass es keine 25 Jahre dauern wird, bis wir vor einem neuen, noch furchtbareren Krieg stehen.
    Ich sehe die kommende Entwicklung klar vor mir. Der heutige Stand der Technik lässt die Wirtschaft rasch zu einer Höchstleistung steigern. Die Kapitalbildung wird trotz der großen Kriegsverluste rasch erfolgen und durch Überangebot den Zins drücken. Das Geld wird dann gehamstert werden. Der Wirtschaftsraum wird einschrumpfen, und große Heere von Arbeitslosen werden auf der Straße stehen. An vielen Grenzpfählen wird man dann eine Tafel mit der Aufschrift finden können: 'Arbeitssuchende haben keinen Zutritt ins Land, nur die Faulenzer mit vollgestopftem Geldbeutel sind willkommen.'
    Wie zu alten Zeiten wird man dann nach dem Länderraub trachten und wird dazu wieder Kanonen fabrizieren müssen, man hat dann wenigstens für die Arbeitslosen wieder Arbeit. In den unzufriedenen Massen werden wilde, revolutionäre Strömungen wach werden, und auch die Giftpflanze Übernationalismus wird wieder wuchern. Kein Land wird das andere mehr verstehen, und das Ende kann nur wieder Krieg sein."

(direkt nach dem Ende des 1. Weltkrieges, Herbst 1918)

Verglichen mit Silvio Gesell (1862-1930) war Albert Einstein noch ein Idiot (im ursprünglichen Wortsinn verstanden, also jemand, der öffentliche und private Interessen nicht trennen kann und deshalb für ein öffentliches Amt ungeeignet ist), und hätte das einstige Volk der Dichter und Denker "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906) verstanden oder spätestens "Die neue Lehre vom Geld und Zins" (Silvio Gesell, 1911), hätte schon der erste Weltkrieg gar nicht stattfinden müssen. Aber bekanntlich wurden für öffentliche Ämter ja schon immer Vollidioten (Pharisäer und Schriftgelehrte) bevorzugt, die besonders geschickt darin sind, das Volk dumm zu halten, auch wenn die "modernen" Pharisäer schon lange nicht mehr wissen, was sie tun:

(NHC II,2,39) Jesus sagte: Die Pharisäer und die Schriftgelehrten haben die Schlüssel der Erkenntnis empfangen; sie versteckten sie. Sie sind selbst nicht hineingegangen, und die hineingehen wollten, ließen sie nicht hinein. Ihr aber, werdet klug wie die Schlangen und ohne Falsch(heit) wie die Tauben.

Selbstverständlich sorgten die Pharisäer und Schriftgelehrten dafür, dass auch das nicht verstanden wurde, sodass immer wieder bei Adam und Eva angefangen werden muss, um die banalsten Selbstverständlichkeiten zu erklären:

Die Zinswirtschaft (kapitalistische Marktwirtschaft) begann mit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten", der Weiterentwicklung der Kultur von der zentralistischen Planwirtschaft noch ohne liquides Geld (Ursozialismus, z. B. vorantikes Ägypten) zur freien Marktwirtschaft (Paradies) mit Geldkreislauf (Baum des Lebens). Seitdem ist die Kultur eine "Zivilisation", bevölkert mit halbwegs zivilisierten Menschen, die aber noch an Gut und Böse glauben, sodass sie heute ganz kurz vor dem endgültigen Untergang stehen:

(Vorwort zur 4. Auflage der NWO, 1920) "Die Entwicklung vom Herdenmenschen, vom Teilmenschen zum selbständigen Vollmenschen, zum Individuum und Akraten, also zum Menschen, der jede Beherrschung durch andere ablehnt, setzt mit den ersten Anfängen der Arbeitsteilung ein. Sie wäre längst vollendete Tatsache, wenn diese Entwicklung nicht durch Mängel in unserem Bodenrecht und Geldwesen unterbrochen worden wäre – Mängel, die den Kapitalismus schufen, der zu seiner eigenen Verteidigung wieder den Staat ausbaute, wie er heute ist und ein Zwitterding darstellt zwischen Kommunismus und Freiwirtschaft. In diesem Entwicklungsstadium können wir nicht stecken bleiben; die Widersprüche, die den Zwitter zeugten, würden mit der Zeit auch unseren Untergang herbeiführen, wie sie bereits den Untergang der Staaten des Altertums herbeigeführt haben."

Die bedauerliche und bis heute andauernde Unterbrechung in der Menschwerdung – die für einige ganz Verwirrte sogar eine vorübergehende "Rückkehr nach Ägypten" in Frage kommen ließ – setzte schon kurz nach der Erschaffung des zivilisierten Menschen ein, weil "Mann" (mit eigenem Sachkapital arbeitender Kulturmensch) sich von "Frau" (in neues Sachkapital investierender Kulturmensch) und diese von der Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) dazu verführen ließ, sich nicht nur von jenen Früchte tragenden Bäumen (Gewinn bringende Unternehmungen) zu ernähren, die erlaubt sind. Stattdessen war es für die Selbstsüchtigen unter den halbwegs Zivilisierten schon immer verlockend, sich an den Früchten der Arbeit anderer zu vergreifen. Neben dem Baum des Lebens (originär: ez pri ose pri "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") befindet sich bekanntlich der Baum der Erkenntnis von Gut und Böse (originär: ez ose pri "Baum, der Frucht macht"), über dessen verflixte Frucht (Urzins bzw. Liquiditätsverzichtsprämie) der "liebe Gott" (künstlicher Archetyp Jahwe = Investor) gesagt hatte, dass der Mensch sich nicht daran vergreifen solle, um nicht des Todes sterben zu müssen. Aber es kam nun mal wie es kommen musste; die Erbsünde (Privatkapitalismus) ließ sich nicht vermeiden.

I rode a tank
Held a general's rank
When the blitzkrieg raged
And the bodies stank

Pleased to meet you
Hope you guess my name, oh yeah
Ah, what's puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah
(Woo woo, woo woo)

Der halbwegs zivilisierte Kulturmensch wurde "aus dem Paradies vertrieben" (verlor die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus) und erlag dem geistigen Tod der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor):

(Genesis_3,22) Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie unsereiner und weiß, was gut und böse ist.

Kurz nachdem das älteste und am wenigsten renditeträchtige Gewerbe Ackerbau (Kain), um vorläufig der Zinsforderung nachkommen zu können, die Verkaufspreise erhöhen musste und damit das Gewerbe der Viehzucht (Abel) ruinierte, was es auch schon soweit:

(Genesis_4,26) Zu der Zeit fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.

Seitdem hat die halbwegs zivilisierte Menschheit nichts mehr begriffen, soweit es das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft, nicht einmal die banalsten Selbstverständlichkeiten. Denn wer den künstlichen Archetyp "Investor" im kollektiv Unbewussten als "lieben Gott" anbetet, ist geisteskrank. So genannte "Geistliche" und vom "Normalbürger" irrtümlich als "Hochwürden" Missverstandene (tatsächlich ist die Würde noch umso geringer, je höher ein "Hochwürden" in der kirchlichen Hierarchie steht) sind zur besseren Unterscheidung als "hochgradig Geisteskranke" oder auch "Merkwürden" zu bezeichnen, weil es immer interessant und lehrreich ist, Merkwürdigkeiten zu untersuchen.

I watched with glee
While your kings and queens
Fought for ten decades
For the gods they made
(Woo woo, woo woo)

I shouted out,
Who killed the Kennedys?
When after all
It was you and me
(Who who, who who)

"Dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man am Ende auch Menschen."

Heinrich Heine (1797-1856)

Wenn dem "Normalbürger" (Untertan heutzutage) die "heilige katholische Kirche" friedlich erscheint, so ist das nur ein weiterer Irrtum. Die schlimmste Verbrecherorganisation der Welt hat es nur nicht mehr nötig, offene Gewalt anzuwenden, weil der "christliche Normalbürger" sich heute genauso verhält wie der "liebe Gott" es will:

(Genesis_1,27-28) Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret euch und füllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet über die Fische im Meer und über die Vögel unter dem Himmel und über das Vieh und über alles Getier, das auf Erden kriecht.

Die Kirche weiß nicht, was das bedeutet und will es auch gar nicht wissen. Denn seit jeher hat "Hochwürden" dafür zu sorgen, dass der "Normalbürger" die Heilige Schrift NICHT versteht, damit dieser nicht schon vor dem Jüngsten Tag "über den Rand der Welt fallen" und dann mit "dieser Welt" (zivilisatorisches Mittelalter) nichts mehr anfangen kann. Das ist die eigentliche "Seelsorge", die nur noch funktioniert, weil weder die bisher ausreichend mit Dummheit Versorgten noch die "Seelsorger" die blasseste Ahnung haben, was sie tun. Wenn es "Hochwürden" ganz sachlich erklärt wird, gelingt es ihm noch immer, gar nichts zu verstehen, um sich nicht selbst als "Merkwürden" erkennen zu müssen, bevor dies nicht nur von wenigen anderen, sondern von vielen anderen erkannt wird. Es kommt ihm auch nicht merkwürdig vor, was auf der nächsten Seite seines Lieblingsbuches zu lesen ist:

(Genesis_2,15-17) Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, dass er ihn bebaute und bewahrte. Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du darfst essen von allen Bäumen im Garten, aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und Bösen sollst du nicht essen; denn an dem Tage, da du von ihm isst, musst du des Todes sterben.

In Genesis_1 ist es "Gott" (lat.: Deus), der über die Menschen gebietet und in Genesis_2 ist es "Gott der HERR" (lat.: Dominus Deus). Für die jüdischen Untertanen ist "Gott" = Elohim und "Gott der HERR" = Jahwe. Zudem ist die zeitliche Reihenfolge vertauscht:


Die Juden und die, welche sich "Christen" nennen, beten zwei Götter an und nicht einen. Darum heißt es im Islam: "Es gibt nur einen Gott (Jahwe = Gott der HERR = Allah) und Mohammed ist sein Prophet." Zuerst sagte dieser eine Gott, der Mensch solle seine Welt (das Paradies) "bebauen und bewahren", und dann sagt der andere Gott, der Mensch solle sich "die Erde untertan machen". Aus diesem Konflikt entstand der Dschihad, der islamische "Kampf auf dem Wege Gottes". Wer hat "Schuld"? Selbstverständlich immer die anderen:


Let me please introduce myself
I'm a man of wealth and taste
And I laid traps for troubadours
Who get killed before they reached Bombay
(Woo woo, who who)

Pleased to meet you
Hope you guessed my name, oh yeah
(Who who)
But what's puzzling you
Is the nature of my game, oh yeah, get down, baby
(Who who, who who)

Pleased to meet you
Hope you guessed my name, oh yeah
But what's confusing you
Is just the nature of my game
(Woo woo, who who)

"Sollte es irgendwelche Götter geben, deren Hauptanliegen der Mensch ist, so können es keine sehr bedeutenden Götter sein."

Arthur C. Clarke (1917-2008)

Unabhängig von allen Hypothesen, dass ein Gott auch außerhalb der Vorstellungswelt der Untertanen (der Gnostiker = Wissende nennt diese Äon) existieren könnte oder müsste, erzeugt die bildlich-metaphorische Umschreibung eines Gottes sowie dessen Aussagen und Handlungen im dazugehörigen Schöpfungsmythos in jedem Fall einen künstlichen Archetyp im kollektiv Unbewussten, der nach C. G. Jung das Verhalten von Menschen grundlegend beeinflusst und auf subtile Weise steuert, solange der Archetyp nicht bewusst erkannt wird.    

Allein aus Genesis_1,1-11,9 geht eindeutig hervor, - eindeutig deshalb, weil alles andere keinen Sinn ergibt und nur diese richtige Definition die gesamte bisherige Kulturgeschichte hinreichend erklärt -, dass der erste Gott Jahwe den künstlichen Archetyp "Investor" und der zweite Gott Elohim den künstlichen Archetyp "Kapitalismus" repräsentiert. Bei einem Leser oder Zuhörer, der das nicht weiß, werden genau diese beiden Archetypen allein durch das Lesen oder Hören von Genesis_1,1-11,9 im Unterbewusstsein verankert.    

Ohne die Programmierung des kollektiv Unbewussten mit den künstlichen Archetypen Jahwe und Elohim hätte sich einerseits die halbwegs zivilisierte Menschheit gar nicht erst auf die Geldbenutzung eingelassen oder sie spätestens mit dem Untergang des Römischen Reiches wieder aufgegeben und andererseits wäre ohne diese künstlichen Archetypen selbst eine weniger intelligente Spezies als der Homo sapiens niemals "wahnsinnig genug", sich bis heute in einer hoffnungslos ineffizienten Zinsgeld-Ökonomie abzurackern, während das Wissen zur Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung längst zur Verfügung steht.

Die künstlichen Archetypen in Verbindung mit den seit jeher von den "Predigern des Todes" immer wieder versprochenen "überirdischen Hoffnungen" erzeugen bei den Untertanen eine selektive geistige Blindheit gegenüber der Erbsünde = Privatkapitalismus und waren einerseits notwendig für die Anfänge der halbwegs entwickelten Arbeitsteilung und andererseits erklären nur sie hinreichend den bis heute andauernden kollektiven Wahnsinn, während alle Hypothesen, "Gott" könnte oder müsste außerhalb der Vorstellungswelt der Untertanen existieren, ebenfalls notwendig waren – und zwar dafür, die konkreten Archetypen im kollektiv Unbewussten zu erhalten und nicht ins Bewusstsein des arbeitenden Volkes vordringen zu lassen! Götter sind also allein durch Schöpfungsmythen – es geht um die konkrete Schöpfung von Kultur als Folge halbwegs entwickelter Arbeitsteilung und nicht um eine hypothetische "Schöpfung von Natur" – im kollektiv Unbewussten einprogrammierte, künstliche Archetypen zur notwendigen psychologischen Anpassung eines Kulturvolkes an eine noch fehlerhafte (kapitalistische) Makroökonomie.

In diesem Zusammenhang ist die wunderbare Kurzgeschichte "Die neun Milliarden Namen Gottes" von Arthur C. Clarke zu empfehlen: Sobald der richtige Name Gottes ermittelt ist, hört das Universum auf zu existieren! Wie bei allen Geschichten mit tieferem Sinngehalt dürfen wir das nicht materialistisch auffassen, sondern geistig-funktional. Ersetzen wir also Universum durch Äon, erhalten wir eine Vorstellung davon, was passiert, wenn die wirkliche Bedeutung Gottes zu früh (bevor das Wissen zur Verfügung steht, um die Erbsünde zu überwinden) in das Restbewusstsein des arbeitenden Volkes vordringt: Nicht das ganze Universum, aber die ganze bisherige Vorstellungswelt aller Untertanen bricht zusammen und damit verschwindet die gesamte Zivilisation! Das erklärt die irrationale Angst vor dem Erkenntnisprozess der "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion".   

Zusammengefasst: In der Heiligen Schrift geht es immer und ausschließlich um die Basis allen menschlichen Zusammenlebens und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung in einer arbeitsteiligen Zivilisation, der Welt des Kulturmenschen: Makroökonomie und Geld. Davon durfte der "Normalbürger" keine Ahnung haben, solange niemand wusste, wie das Paradies (Marktwirtschaft) von der Erbsünde (Privatkapitalismus) zu befreien ist.

Nun gibt es dieses Wissen aber nicht erst seit Silvio Gesell,… 

(an die Armen >) "Man sagt es harmlos, wie man Selbstverständlichkeiten auszusprechen pflegt, dass der Besitz der Produktionsmittel dem Kapitalisten bei den Lohnverhandlungen den Arbeitern gegenüber unter allen Umständen ein Übergewicht verschaffen muss, dessen Ausdruck eben der Mehrwert oder Kapitalzins ist und immer sein wird. Man kann es sich einfach nicht vorstellen, dass das heute auf Seiten des Besitzes liegende Übergewicht einfach dadurch auf die Besitzlosen (Arbeiter) übergehen kann, dass man den Besitzenden neben jedes Haus, jede Fabrik noch ein Haus, noch eine Fabrik baut."
(an die Dummen >) "Der Kurzsichtige ist selbstsüchtig, der Weitsichtige wird in der Regel bald einsehen, dass im Gedeihen des Ganzen der eigene Nutz am besten verankert ist."

…sondern schon seit Jesus von Nazareth,…

(an die Armen >) "Ihr habt gehört, dass gesagt ist: "Auge um Auge, Zahn um Zahn." Ich aber sage euch, dass ihr nicht widerstreben sollt dem Übel, sondern: wenn dich jemand auf deine rechte Backe schlägt, dem biete die andere auch dar. Und wenn jemand mit dir rechten will und dir deinen Rock nehmen, dem lass auch den Mantel. Und wenn dich jemand nötigt, eine Meile mitzugehen, so geh mit ihm zwei.
(an die Dummen >) Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der etwas von dir borgen will."

…und wurde bis heute nur von ganz wenigen Armen (Zinsverlierer) und noch von keinem Dummen (Zinsgewinner) verstanden, obwohl es – nach Silvio Gesell – "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."

Ursache des allgemeinen Unverständnisses banalster Selbstverständlichkeiten ist eindeutig die systematische Volksverdummung durch die "heilige katholische Kirche". Die besondere Schwere der Schuld verdeutlicht das folgende Zitat:

"Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch durch Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden - in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch -, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseitegeschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden; ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht.
    Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen. Niemals werden wir mehr versuchen, den Dummen durch Gründe zu überzeugen; es ist sinnlos und gefährlich.
    Um zu wissen, wie wir der Dummheit beikommen können, müssen wir ihr Wesen zu verstehen suchen. Soviel ist sicher, dass sie nicht wesentlich ein intellektueller, sondern ein menschlicher Defekt ist. Es gibt intellektuell außerordentlich bewegliche Menschen, die dumm sind, und intellektuell sehr Schwerfällige, die alles andere als dumm sind. Diese Entdeckung machen wir zu unserer Überraschung anlässlich bestimmter Situationen. Dabei gewinnt man weniger den Eindruck, dass die Dummheit ein angeborener Defekt ist, als dass unter bestimmten Umständen die Menschen dumm gemacht werden, bzw. sich dumm machen lassen. Wir beobachten weiterhin, dass abgeschlossen und einsam lebende Menschen diesen Defekt seltener zeigen als zur Gesellung neigende oder verurteilte Menschen und Menschengruppen.
…Dass der Dumme oft bockig ist, darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass er nicht selbständig ist. Man spürt es geradezu im Gespräch mit ihm, dass man es gar nicht mit ihm selbst, mit ihm persönlich, sondern mit über ihn mächtig gewordenen Schlagworten, Parolen etc. zu tun hat. Er ist in einem Banne, er ist verblendet, er ist in seinem eigenen Wesen missbraucht, misshandelt. So zum willenlosen Instrument geworden, wird der Dumme auch zu allem Bösen fähig sein und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen.
…Aber es ist gerade hier auch ganz deutlich, dass nicht ein Akt der Belehrung, sondern allein ein Akt der Befreiung die Dummheit überwinden könnte. Dabei wird man sich damit abfinden müssen, dass eine echte innere Befreiung in den allermeisten Fällen erst möglich wird, nachdem die äußere Befreiung vorangegangen ist; bis dahin werden wir auf alle Versuche, den Dummen zu überzeugen, verzichten müssen."

Dietrich Bonhoeffer ("Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit", 1943)

Erschwerend kommt Vorsatz hinzu. Konnte vor dem 31.01.2009 noch gesagt werden, dass die schlimmste Verbrecherorganisation der Welt nur grob fahrlässig handelte, weil ihr nicht alle Zusammenhänge bekannt waren, betreibt sie aus niedersten selbstsüchtigen Motiven heraus die Volksverdummung seitdem weiter und hat damit vorsätzlich den Hungertod von bis heute über 60 Millionen Menschen verschuldet:


Die aktuelle Opferzahl hat die des 2. Weltkrieges mit etwa 55 Millionen Toten überschritten. Das interessiert den religiös verdummten "Normalbürger" aber nicht die Bohne und die "heilige katholische Kirche" schon gar nicht. Während der Spießbürger sich viel mehr um seine geliebten Zinsgeld-Ersparnisse sorgt, ist es die Hauptsorge von "Hochwürden", nicht als "Merkwürden" erkannt zu werden, schon gar nicht von sich selbst. Ehrlich gesagt, in der Haut eines "Hochwürden" möchte ich nicht stecken, wenn einem solchen die tatsächliche Merkwürdigkeit seines bisherigen, eigenen Wesens bewusst wird. Darum ist dies formal eine Anklage, die aber letztlich allein der Verdeutlichung dient. Denn auch wenn es sehr weh tut, ist es für "Hochwürden" besser, sich selbst als "Merkwürden" zu erkennen, bevor schon den meisten anderen die ganze Merkwürdigkeit aufgefallen ist.

Just as every cop is a criminal
And all the sinners saints
As heads is tails
Just call me Lucifer
'Cause I'm in need of some restraint
(Who who, who who)

So if you meet me
Have some courtesy
Have some sympathy, and some taste
(Woo woo)
Use all your well-learned politnesse
Or I'll lay your soul to waste, mm yeah
(Woo woo, woo woo)

Pleased to meet you
Hope you guessed my name, mm yeah
(Who who)
But what's puzzling you
Is the nature of my game, mm mean it, get down
(Woo woo, woo woo)

Woo, who
Oh yeah, get on down
Oh yeah
Oh yeah!
(Woo woo)

Das in der bisherigen Menschheitsgeschichte schlimmste Kapitalverbrechen – im wahrsten Sinn des Wortes, weil die Erbsünde dadurch bis heute erhalten blieb – war das Verbrennen der originalen Heiligen Schrift (Gnosis = Wissen) des Urchristentums im vierten Jahrhundert, nachdem die bis heute schlimmste Verbrecherorganisation der Welt zur römischen Staatskirche ernannt worden war. Man stelle sich vergleichsweise vor, es wäre nach der Machtergreifung Hitlers den Nationalsozialisten gelungen, die gesamte wissenschaftlich korrekte Literatur der auf Silvio Gesell basierenden Freiwirtschaftslehre zu vernichten. Ansätze dazu gab es, denn der Freiwirtschaftsbund wurde von den Nazis verboten. Über sechs Milliarden Menschen hätten heute keine Überlebenschance! Glücklicherweise blieb die wichtigste freiwirtschaftliche Literatur erhalten. Von der Erkenntnis des Jesus von Nazareth, der lange vor Silvio Gesell zu dem gleichen Ergebnis gekommen war, blieb aber gar nichts mehr übrig, nachdem die "heilige katholische Kirche" das bis dahin wertvollste Wissen der Welt für "häretisch" (gotteslästerlich) erklärt und dann eine Spezialeinheit der römischen Armee damit beauftragt hatte, alles wirklich Wissenswerte zu vernichten und alle "Häretiker" gleich dazu. Dies geschah nicht in erster Linie aus Bosheit, sondern aus purer Dummheit (totale geistige Umnachtung) und ist wohl der deutlichste Beweis dafür, dass "der Dumme auch zu allem Bösen fähig ist und zugleich unfähig, dies als Böses zu erkennen."

Wer in totaler geistiger Umnachtung - d. h. vollkommen aus dem Unterbewusstsein heraus gesteuert und ohne jegliche bewusste Kontrolle eines nur durch Wissen zu erlangenden Gewissens – nicht allein den künstlichen Archetyp "Investor", sondern zugleich den künstlichen Archetyp "Kapitalismus" als "lieben Gott" anbetet, muss nach der Logik seines Unterbewusstseins alles Wissen, das geeignet ist, die Erbsünde zu überwinden, als "gotteslästerlich" betrachten! Dem scheint zu widersprechen, dass im Mittelalter zeitweilig kirchliche Zinsverbote ausgesprochen wurden. Bei der Verwendung von Zinsgeld (fehlerhaftes Geld mit parasitärer – der wesentlichen Tauschfunktion widersprechenden – Wertaufbewahrungsfunktion) ist ein Zinsverbot jedoch gleichzeitig ein Hortungsgebot mit verheerenden Folgen. In diesen Zeiten wurde zum sonst üblichen Urzins (der sich aus der Wertaufbewahrungs(un)funktion ergibt) plus moderatem Risikoaufschlag gar kein Geld mehr verliehen, sondern nur noch zu Wucherzinsen auf dem Schwarzmarkt. Das arbeitende Volk versank in bitterster Armut und die kriminellen Geldverleiher wurden reich – bis irgendein Kirchenfürst derer habhaft werden konnte, um das Vermögen zu kassieren. Eine noch perfidere Möglichkeit, das arbeitende Volk arm zu halten und sich selbst zu bereichern, bestand für die Kirchenfürsten darin, die inzwischen im Katholizismus aufgelösten jüdischen Mitbürger als Geldverleiher zu missbrauchen und sich mit diesen zu arrangieren. Der allgemeine Ärger über die Wucherzinsen wurde damit auf die "bösen Juden" projiziert, während die "guten Kirchenfürsten" den Großteil davon abschöpften und einen kleineren Teil den Ärmsten der Armen spendeten, um sich als "Wohltäter" feiern zu lassen.

Selbstverständlich ist allein der Urzins bereits der Wucher, die in Genesis_3 mit genialen archetypischen Bildern und Metaphern exakt umschriebene "Wurzel der Schlechtigkeit". Aber genau dafür gibt es die Religion, dass diese eigentlich banalste Selbstverständlichkeit eben nicht selbstverständlich ist, sondern dem "Normalbürger" im Gegenteil der Urzins als "selbstverständlich" erscheint! Und gerade weil das so banal ist, mussten Heerscharen von "Predigern des Todes" die Menschheit über Jahrtausende verdummen – damit entstehen konnte, was sich heute "Christentum" nennt:

"Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je ein Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen, sie hat den Willen zur letzten auch nur möglichen Korruption gehabt. Die christliche Kirche ließ Nichts mit ihrer Verderbnis unberührt, sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht. Man wage es noch, mir von ihren "humanitären" Segnungen zu reden! Irgendeinen Notstand abschaffen ging wider ihre tiefste Nützlichkeit, - sie lebte von Notständen, sie schuf Notstände, um sich zu verewigen…
    Der Parasitismus als einzige Praxis der Kirche; mit ihrem Bleichsuchts-, ihrem "Heiligkeits"-Ideal jedes Blut, jede Liebe, jede Hoffnung zum Leben austrinkend; das Jenseits als Wille zur Verneinung jeder Realität; das Kreuz als Erkennungszeichen für die unterirdischste Verschwörung, die es je gegeben hat, - gegen Gesundheit, Schönheit, Wohlgeratenheit, Tapferkeit, Geist, Güte der Seele, gegen das Leben selbst…
    Diese ewige Anklage des Christentums will ich an alle Wände schreiben, wo es nur Wände gibt, - ich habe Buchstaben, um auch Blinde sehend zu machen… Ich heiße das Christentum den Einen großen Fluch, die Eine große innerlichste Verdorbenheit, den Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist, - ich heiße es den Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit…"

Friedrich Nietzsche (aus "Der Antichrist")

An dieser Stelle wird es zur Definitionssache, wer als "Antichrist" anzusehen ist. Friedrich Nietzsche konnte noch nicht wissen, dass Jesus von Nazareth heute das Gleiche über das "Christentum" sagen würde. Dabei ist zu beachten, dass es sich bei Nietzsches "Versuch einer Kritik des Christentums" um eine wirklich "nach bestem Wissen und Gewissen" erstellte "objektiv sachliche Beurteilung" handelt, während Politiker/Schweinepriester und Juristen (Pharisäer und Schriftgelehrte) immer nur "nach landläufiger Meinung" irgendein "subjektiv moralisches Urteil" von sich geben und damit für maximale Verwirrung in allem sorgen, was das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft.  

Damit die allgemeine Sprachverwirrung nicht noch größer wird, kann die Summe derer, die sich noch in religiöser Verblendung befindet, als "Cargo-Kult des Katholizismus" oder "Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt)" bezeichnet werden. Innerhalb des ganzen Cargo-Kultes um die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien) sind die marginalen Unterschiede in der Programmierung irrelevant. Als "Christen" sind allein die wahren Christen (Urchristen / Gnostiker) zu bezeichnen, die, bevor sie zusammen mit der originalen Heiligen Schrift des Urchristentums (glücklicherweise wurden 1945 die Nag Hammadi Schriften entdeckt, sodass ein Rest erhalten blieb) vom Cargo-Kult des Katholizismus vernichtet wurden, nach Erkenntnis der ganzen Wahrheit strebten, so wie das größte Genie aller Zeiten, Jesus von Nazareth, es ihnen geraten hatte:

(NHC III,5) Der Herr sagte: "Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

Das konnte jeder verstehen; nur nicht jene Heuchler, denen es wichtiger war, sich anderen gegenüber mit dem "wichtig" zu machen, was sie vom "Hörensagen" über Jesus zu wissen glaubten. Aus diesen Heuchlern entstand die "heilige katholische Kirche" mit dem "Kreuz als Erkennungszeichen für die unterirdischste Verschwörung, die es je gegeben hat."

(NHC III,5) Wenn jemand nicht steht in der Dunkelheit, wird er das Licht nicht sehen können. Wenn jemand nicht versteht, wie das Feuer entstanden ist, wird er in ihm verbrennen, denn er kennt nicht die Wurzel von ihm. Wenn jemand nicht zuerst das Wasser kennt, kennt er nichts. Denn was nützt es ihm, wenn er darin getauft wird? Wenn jemand nicht weiß, wie der wehende Wind entstanden ist, wird er mit ihm hinweggeweht werden. … Jemand, der nicht kennen wird die Wurzel der Schlechtigkeit, ist ihr kein Fremder.

(NHC II,3,109) Wie Jesus das Wasser der Taufe vollendet hat, so goss er den Tod weg. Deswegen steigen wir zwar hinunter in das Wasser, wir gehen aber nicht hinunter in den Tod, damit wir nicht ausgegossen werden in den Geist der Welt. Wenn er weht, lässt er den Winter entstehen; wenn der Heilige Geist weht, wird es Sommer.

Dunkelheit / Tod = religiöse Verblendung
Licht = Erkenntnis / Auferstehung aus dem geistigen Tod
Feuer = Wettbewerb in der Zinswirtschaft
Wurzel des Feuers = Erzielung von Kapitalertrag
Wasser = Zinsgeld
Wind / Geist = Zinsgeld-Umlauf
Wurzel der Schlechtigkeit = Erbsünde (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz)
Taufe = Einweihung in die Gemeinschaft der Wissenden
Winter = Wirtschaftskrise
Heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (Geist = Geldumlauf / heilig = gesichert)
Sommer = Konjunktur

Das erste Zitat aus dem "Dialog des Erlösers" wird Jesus selbst zugeschrieben, das zweite Zitat aus dem Philippusevangelium charakterisiert das wahre, ursprüngliche Christentum. Die Urchristen waren noch nicht soweit, den Heiligen Geist richtig zu interpretierten. Wenn man nicht schon weiß, was eine konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung ist (die heute an staatlichen Hochschulen verdummten "Wirtschaftsexperten" wissen das auch noch nicht), ist das maximal schwierig. Die Urchristen glaubten an einen "urzinsfreien Kredit ohne Neid". Sie versuchten, bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld (Edelmetallgeld ist immer Zinsgeld), den Neid des Liquiditätsverzichts durch bewusste Nächstenliebe zu überwinden! Selbst wenn das in den ersten Urchristengemeinden gelungen wäre, hätte noch immer die Allokation zwischen Kreditangebot (Vater der Kultur) und Kreditnachfrage (Sohn der Kultur) nicht gestimmt. Dennoch wäre es schon viel früher gelungen, das "Königreich des Vaters" (Himmel auf Erden = Nachfrage auf Angebot) zu verwirklichen, wären die Urchristen nicht dauernden Anfeindungen von Seiten ihrer geisteskranken Umgebung ausgesetzt gewesen und wären vor allem die originalen Heiligen Schriften nicht verbrannt worden.

(NHC II,2,102) Jesus sagte: Wehe den Pharisäern! Sie gleichen einem Hunde, der auf der Futterkrippe für Ochsen liegt. Denn weder frisst er noch lässt er die Rinder fressen.

Die Pharisäer können es einfach nicht lassen. So wie die Katholiken Jesus von Nazareth missbrauchten, wollen einige Heuchler heute auch noch Silvio Gesell missbrauchen, um ihr selbstgefälliges Moralgeschwätz zu verbreiten. Ein Pharisäer ist ein Moralverkäufer, der die Welt in "gut" und "böse" unterteilt, wobei die Moral (irgendeine traditionelle Verhaltensweise, die sich an die ausreichend vorhandenen Dummen verkaufen lässt), die der Pharisäer als "gut" verkauft, nicht seiner eigenen Moral entsprechen muss, bzw. in den seltensten Fällen seiner eigenen Moral entspricht. Weil jede moralische Wertung als solche schon verlogen ist, kann man auch sagen, ein Pharisäer ist ein doppelt verlogener Mensch.

"Feind" sollt ihr sagen, aber nicht "Bösewicht"; "Kranker" sollt ihr sagen, aber nicht "Schuft"; "Tor" sollt ihr sagen, aber nicht "Sünder".

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

Das trifft es genau. Der religiös verblendete Pharisäer, der selbst nicht ins Paradies hinein, sondern nur andere, die hinein wollen, daran hindern will, urteilt subjektiv moralisch wertend (Bösewicht; Schuft; Sünder), während der über Gott stehende Zarathustra objektiv sachlich wertfrei beurteilt (Feind; Kranker; Tor). Allerdings war auch Nietzsche, so wie alle seine Zeitgenossen, noch im Wertgedanken verhaftet, den man erst ablegen kann, wenn man erstens das Geld als die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung und zweitens sowohl den elementaren Fehler im "Geld, wie es (noch) ist" (Zinsgeld) als auch das fehlerfreie "Geld, wie es sein soll" (Freigeld) verstanden hat. Das überforderte auch den intelligentesten Philosophen, dem das heute wertvollste Wissen der Welt, die Schriften von Silvio Gesell, noch nicht zur Verfügung stand. Somit konnte sein erdachter Prophet Zarathustra noch keinen Frieden stiften und mit einem Aufruf zur "Umwertung aller Werte" ist es nicht getan. Tatsächlich gibt es gar keine "Werte", sondern nur Preise. Und das gilt nicht nur für Waren, sondern auch für Menschen:

"Wie erstaunlich schnell der Mensch, und vorzüglich die Frau, die Servilität, die Sklavenketten abzulegen weiß, sobald die ökonomischen Verhältnisse es gestatten, erkennt man am besten an den Dienstmädchen. Mit jedem Punkt, den das Angebot der Nachfrage gegenüber auf dem "Gesindemarkt" verliert, wächst auch die Selbstachtung, die Würde der Mädchen, steigt auch die Achtung der Hausfrau vor dem Mädchen. Schritt haltend mit dem Lohn ist auch die Behandlung besser geworden. Der Mensch wird eben in seinem Tun und Denken von äußeren Verhältnissen bestimmt; er achtet eine Sache gering, die er haufenweise auf der Straße findet, selbst wenn es sich um einen Menschen handelt. Wird jedoch der Mensch selten, muss man lange suchen, um eine oft wirklich unentbehrliche Hilfe fürs Haus zu finden, so schätzt und ehrt man diese Hilfe. Die Größe der Achtung, die man einem Menschen zollt, wird wie der Preis der Ware durch Nachfrage und Angebot bestimmt."

Silvio Gesell (aus "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform", 1906)

Wem diese objektiv sachliche Feststellung jetzt subjektiv "unmenschlich" erscheinen sollte, ist selbst ein Unmensch, d. h. ein Pharisäer! Während ein Zinsgewinner (ausgenommen ein Patentinhaber) noch einen greifbaren Vorteil von der Erbsünde hat, wollen sich Pharisäer und Schriftgelehrte die Erbsünde einfach nur erhalten, "weil es ihnen so gefällt".

"Es gebührt Christenmenschen nichts anderes, denn Geben und Leihen umsonst."

Für Martin Luther (1483-1546) war die Natürliche Wirtschaftsordnung gänzlich unvorstellbar. Wenn aber heute jemand, der sich noch in religiöser Verblendung befindet und angeblich "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) gelesen hat, auf ähnlichem "Niveau" argumentiert, erreicht er das, was der "liebe Gott" ihm befiehlt, dass nämlich niemand, der das Moralgeschwätz liest und noch einigermaßen bei Verstand ist, sich jemals mit der Natürlichen Wirtschaftsordnung ernsthaft beschäftigt! Und damit kommen wir zur allgemeingültigen Definition von Gut und Böse:

Einem guten Menschen bereitet es die größten Probleme, wenn die Umstände ihn zu einer Lüge zwingen, während es einem bösen Menschen die größten Probleme bereitet, wenn ihm keine Lüge mehr einfällt, um sich einen weiteren persönlichen Vorteil zu verschaffen.

Mit Genesis_2 (Paradies vor der Erbsünde) ist ein vor drei Jahrtausenden noch utopischer gesellschaftlicher Idealzustand umschrieben, in dem weder Umstände existieren, die den Menschen zu einer Lüge zwingen, noch einem Menschen eine Lüge zum Vorteil gereicht. Es gibt also gar kein Gut und Böse und damit auch keine Moral. Mit der gegenständlich-naiven Fehlinterpretation (so genannte Exegese) der Priesterschaft von Genesis_3 (Paradies nach der Erbsünde) entstand überhaupt erst Gut und Böse – durch die damit bis heute im kollektiv Unbewussten eingebrannte Urlüge, dass die Sparsamkeit (die Schlange) an sich einen "Wert" darstellt, der mit dem Urzins (Frucht vom Baum der Erkenntnis von Gut und Böse) als "Gegenwert" belohnt wird. Bei der Verwendung von Zinsgeld ist das auch der Fall. Was aber der religiös Verblendete nicht begreift, ist die Erbsünde an sich, d. h. der Kreditgeber glaubt sich "im Recht", wenn er den Urzins fordert – den der Kreditnehmer auch bezahlen muss, weil der Geldbesitzer das Zinsgeld verlustfrei zurückhalten (in bar oder als kurzfristiger Geldanspruch auf einem Girokonto horten) kann und damit den Geldkreislauf unterbricht bzw. eine Nachfragelücke hinterlässt – und nicht, wie tatsächlich, im Unrecht. Der Sparer ist einerseits für das Unrecht nicht verantwortlich zu machen, sondern das fehlerhafte Geld, aber andererseits glaubt sich der religiös verblendete Sparer "betrogen", wenn man ihm vorschlägt, das Unrecht, welches er subjektiv für sein "Recht" hält, durch eine konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung – und ein allgemeines Bodennutzungsrecht – zu korrigieren. Der religiös Verblendete weiß nicht, dass der Teufel die Sparsamkeit ist (das ist allein in seinem Unterbewusstsein verankert), und macht im realen Leben stets die Erfahrung, dass Sparsamkeit belohnt wird. Also entwickelt er eine "Sympathie für den Teufel".

Tell me baby, what's my name
Tell me honey, can ya guess my name
Tell me baby, what's my name
I tell you one time, you're to blame

Oh, who
Woo, woo
Woo, who
Woo, woo
Woo, who, who
Woo, who, who
Oh, yeah

What's my name
Tell me, baby, what's my name
Tell me, sweetie, what's my name my name is rick I say

Es sind nicht die "Reichen und Mächtigen" und auch nicht die Politiker/Schweinepriester und Rechtsverdreher, die die Marktwirtschaft kapitalistisch erhalten wollen, weil diese Patienten so dermaßen religiös verblendet sind, dass sie keinen eigenen Willen mehr haben. Es sind die vielen unterbewusst auf "Investor" programmierten Kleinsparer, die, sobald sie eine Kleinigkeit angespart haben, um auch einmal ein "Jemand" zu sein, den "Macker" spielen:

Woo, who, who
Woo, who, who rick
Woo, who, who
Woo, who, who
Woo, who, who
Woo, who, who
Oh, yeah
Woo woo
Woo woo

    Viele Länder sah Zarathustra und viele Völker: keine größere Macht fand Zarathustra auf Erden, als die Werke der Liebenden: "gut" und "böse" ist ihr Name.
    Wahrlich, ein Ungetüm ist die Macht dieses Lobens und Tadelns. Sagt, wer bezwingt es mir, ihr Brüder? Sagt, wer wirft diesem Tier die Fessel über die tausend Nacken?
    Tausend Ziele gab es bisher, denn tausend Völker gab es. Nur die Fessel der tausend Nacken fehlt noch, es fehlt das eine Ziel. Noch hat die Menschheit kein Ziel.
    Aber sagt mir doch, meine Brüder: wenn der Menschheit das Ziel noch fehlt, fehlt da nicht auch – sie selber noch? –

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra / Von tausend und einem Ziele.

Die Basis jeder Machtausübung des Menschen über andere Menschen ist nicht Gewalt, sondern die Unwissenheit der Unterdrückten. Je größer die Unwissenheit, desto besser funktioniert die Unterdrückung auch ohne Gewalt. Der gewaltsame Konflikt entsteht erst, wenn die Unterdrückten nicht mehr ganz so dumm sind, aber noch nicht über genügend Intelligenz verfügen, um sich ohne Gegengewalt aus der Unterdrückung zu befreien.

"Die Revolution ist die erfolgreiche Anstrengung, eine schlechte Regierung loszuwerden und eine schlechtere zu errichten."

Oscar Wilde (1854-1900)

Dafür hat es in der Geschichte zahllose Beispiele gegeben, gerade auch in jüngster Zeit. Revolutionen sind politisch motiviert und wer politisch "denkt", hat mit dem Denken noch gar nicht angefangen. Es werden nur Unterdrücker getauscht, aber die Unterdrückung bleibt, solange mit der Religion auch die Verdummung geblieben ist.

"Die Wirtschaftsordnung, die Gesellschaftsordnung, der Staat sind, das sieht man jetzt endlich ein, auf dem Geldwesen, auf der Währung aufgebaut. Mit der Währung steht und fällt der Staat, und zwar nicht nur der Staat, wie ihn die herrschende Schicht zu Herrschaftszwecken errichtet hat, sondern der Staat schlechthin, der Staat der Bureaukraten, der Sozialisten, sogar der "Staat" der Anarchisten. Denn mit dem Sturz der Währung hört jedes höhere Gesellschaftsleben einfach auf, und wir fallen in die Barbarei zurück, wo es keinen Streit um Staatsformen gibt."

(Vorwort zur 7. Auflage der NWO)

Im Grunde ist die Freiwirtschaftslehre nichts anderes als die Lehre vom gerechten Tausch. Der subjektiv moralisch wertende Mensch kann niemals gerecht tauschen, sondern nur der vollkommen unmoralische und vernünftige Mensch, der stets den größtmöglichen Gewinn anstrebt, ohne sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern. Dazu muss nicht der Mensch geändert werden, sondern die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie, insbesondere die Bodenordnung) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld). Die wahre Nächstenliebe ist die freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform als solche, denn zuerst müssen alle sich nicht mehr an der Mehrarbeit anderer bereichern wollen, und erst nach dem Jüngsten Tag wird sich niemand mehr an der Mehrarbeit anderer bereichern können. Danach ist der seit Urzeiten bestehende Gegensatz von Eigennutz und Gemeinnutz für immer aufgehoben:


Mit dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation beginnt auch der eigentliche technologische und kulturelle Fortschritt:


Was ist die "Finanzkrise"?

"Der Sparer erzeugt mehr Ware, als er selbst kauft, und der Überschuss wird von den Unternehmern mit dem Geld der Sparkassen gekauft und zu neuen Realkapitalien verarbeitet. Aber die Sparer geben das Geld nicht her ohne Zins, und die Unternehmer können keinen Zins bezahlen, wenn das, was sie bauen, nicht wenigstens den gleichen Zins einbringt, den die Sparer fordern. Wird aber eine Zeitlang an der Vermehrung der Häuser, Werkstätten, Schiffe usw. gearbeitet, so fällt naturgemäß der Zins dieser Dinge. Dann können die Unternehmer den von den Sparern geforderten Zins nicht zahlen. Das Geld bleibt in den Sparkassen liegen, und da gerade mit diesem Geld die Warenüberschüsse der Sparer gekauft werden, so fehlt für diese jetzt der Absatz, und die Preise gehen zurück. Die Krise ist da." (Silvio Gesell: Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld)

20 Jahre später bezeichnete der "Jahrhundertökonom" J. M. Keynes in seiner "Allgemeinen Theorie (der Beschäftigung der Politik)" dieses Phänomen, das sich zwangsläufig aus der Verwendung von hortbarem Geld mit Wertaufbewahrungs(un)funktion (Zinsgeld) ergibt, als "Liquiditätsfalle" – und beschrieb zwei Mittel, um sie hinauszuzögern: Erhöhung der Staatsverschuldung mit Ausgabe des Geldes für Projekte, die den Zinsfuß nicht senken (Löcher graben und wieder zuschaufeln, Kriegsrüstung, etc.), und Geldmengenausweitung. Beides wird seit 2009 exzessiv betrieben und stößt unaufhaltsam an die absolute Grenze des für die "großen Investoren" noch Vertretbaren. Ist die Grenze überschritten, fallen die Börsenkurse ins Bodenlose und die Weltwirtschaft muss wieder schrumpfen. Doch diesmal ist der Schrumpfungsprozess durch "politische Maßnahmen" nicht mehr aufzuhalten!

Was ist Politik?

"Im Grunde ist Politik nichts anderes als der Kampf zwischen den Zinsbeziehern, den Nutznießern des Geld- und Bodenmonopols, einerseits und den Werktätigen, die den Zins bezahlen müssen, andererseits."

(Warum alle bisherige Politik versagen musste, Otto Valentin, 1949)

Um aus der Liquiditätsfalle herauszukommen, gibt es bei der weiteren Verwendung von Zinsgeld nur eine Möglichkeit: Eine umfassende Sachkapitalzerstörung muss den Zinsfuß anheben. Diese früher sehr beliebte "Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln" konnte jedoch nur solange der "Vater aller Dinge" sein, wie es noch keine Atomwaffen gab!

Was nun?

"In einer Autokratie genügt es, wenn ein Mann die Währungsfrage studiert. In der Demokratie muss das ganze Volk sich dieser Aufgabe unterziehen, wenn die Demokratie nicht den Demagogen (Politiker/Schweinepriester und Rechtsverdreher) verfallen soll" (Silvio Gesell). Es verbleiben wiederum zwei Möglichkeiten – der Rückfall in die Steinzeit, oder der eigentliche Beginn der menschlichen Zivilisation:



Stefan Wehmeier, 11.11.2014


Dienstag, 4. November 2014

Der Sinn des Lebens



"Die Schaffung von Reichtum ist durchaus nichts Verachtenswertes, aber auf lange Sicht gibt es für den Menschen nur zwei lohnende Beschäftigungen: die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Das steht außer Diskussion – streiten kann man sich höchstens darüber, was von beidem wichtiger ist."

Arthur C. Clarke, 1962

Wer erstens selbständig, zweitens kreativ und drittens erfolgreich in dem Sinne arbeitet, dass das, was aus der selbständigen und kreativen Arbeit hervorgeht, nachgefragt und verkauft wird, kann diese Weisheit ohne Weiteres verstehen. Für alle anderen – das sind im ausgehenden zivilisatorischen Mittelalter die Allermeisten – bedarf es zum Verständnis des Gesagten einer ausführlichen Erklärung.

Das zivilisatorische Mittelalter (Zinsgeld-Ökonomie) ist durch eine unnatürliche Polarität gekennzeichnet, die prinzipiell alle Menschen in Zinsverlierer (Proletariat) und Zinsgewinner (Dekadenz) unterteilt. In beiden Fällen gibt es noch kein sinnvolles und bewusstes Leben, wenn wir dieses als eine sinnvolle Abfolge von bewusstem Wollen und zumindest möglicher Willensbefriedigung auffassen! Denn ein Zinsverlierer muss ständig etwas wollen, um nur zu existieren, ohne aber die Chance zu haben, das Gewollte zu erreichen, während ein Zinsgewinner existiert ohne etwas zu wollen und daher nicht weiß, was er wirklich will.

Für den durch die Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz proletarisierten Menschen (Zinsverlierer) ist die Arbeit "die Maloche" und "das Leben" reduziert sich auf "Feierabend", "Wochenende", Pauschalurlaub und schließlich "in Rente gehen", während sich der Wohlhabende (Zinsgewinner) über die Arbeit "erhaben" glaubt, um sich "höheren Dingen" zu widmen, von denen er in Wahrheit nichts versteht. Dieser grundsätzlichen Polarisierung könnte eine endlose Liste typischer Beispiele folgen – auf die hier verzichtet werden kann.

"Nur, wo Leben ist, da ist auch Wille: aber nicht Wille zum Leben, sondern – so lehre ich's dich – Wille zur Macht!"

Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.

Wer politisch "denkt", sich also "Macht" als das Beherrschen anderer Menschen vorstellt und darum mit dem Denken noch gar nicht angefangen hat, kann die Philosophie Nietzsches nicht verstehen. Wer über naturwissenschaftlich-technischen Sachverstand verfügt, weiß, dass die wahre Macht im Beherrschen der Dinge liegt. Und je weniger Machtausübung des Menschen über andere Menschen betrieben werden muss, damit die Arbeitsteilung funktioniert, desto größer wird die Beherrschung der Dinge für alle Menschen!

Die primitivste Kulturstufe ist eine sozialistische Planwirtschaft (Staatskapitalismus), in der auf Befehl des "Großen Vorsitzenden" im Politbüro eine Clique von "Planern, Lenkern und Leitern" einen "Bedarf" bestimmt, für den ein Heer von Arbeitersklaven "Bedarfsdeckung" betreiben muss. Ein solcher Staat ist noch keine Zivilisation, weil niemand in dem ganzen Ameisenhaufen etwas Sinnvolles aus eigenem Antrieb heraus unternehmen kann.

"Steht der in Gütergemeinschaft lebende Kommunist am äußersten rechten Flügel, am Ausgangstor der gesellschaftlichen Entwicklung, bedeutet darum die kommunistische Forderung den letzten reaktionären Schritt, so muss die Natürliche Wirtschaftsordnung als Programm der Aktion, des Fortschritts des äußersten linken Flügelmannes angesehen werden. Alles, was dazwischen liegt, sind nur Entwicklungsstationen."

Silvio Gesell, 1920

Seit der Französischen Revolution (1789 – 1799), die vom Feudalismus zur "repräsentativen Demokratie" führte, bedeutete "politisch links" = fortschrittlich liberal und "politisch rechts" = konservativ antiliberal. Dann erschien der maximal antiliberale Reaktionär Karl Marx und sorgte in der politischen Seifenoper bis heute für die totale Orientierungslosigkeit:


Freiheit und soziale Gerechtigkeit sind keine Gegensätze, sondern sie bedingen einander, was auch nachzulesen ist in der Magna Charta der Sozialen Marktwirtschaft,…


…die "Mutti" Merkel nie gelesen hat.

Zivilisation beginnt erst mit dem marktwirtschaftlichen Wettbewerb und dem freien Spiel der Kräfte von Angebot und Nachfrage. Es darf nur nicht der "Große Investor" gespielt werden,… 

Himmel und Erde = Nachfrage (Geld) und Angebot (Waren)
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins
Gott (Jahwe) = künstlicher Archetyp: "Investor"
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch
Frau / Eva = Finanzkapital / der in Sachkapital investierende Kulturmensch
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer)
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine)
Nachkommen der Schlange = Geldersparnisse
Nachkommen der Frau = neue Sachkapitalien
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite)
Cherubim = Denkblockaden

…damit der marktwirtschaftliche Wettbewerb, der für soziale Gerechtigkeit sorgt, nicht durch eine Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz mehr und mehr eingeschränkt und am Ende die Marktwirtschaft zerstört wird. Wie aber die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung, das Geld, konstruktiv – ohne Urzins – umlaufgesichert werden kann, wusste anfangs noch niemand; also musste der Kulturmensch "aus dem Paradies vertrieben" werden, d. h. dem "Normalbürger" wurde mit der Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe = Investor) die Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft (Paradies) und Privatkapitalismus (Erbsünde) vorenthalten, und damit musste auch sein Gerechtigkeitsempfinden gestört werden. Es dauerte eine Ewigkeit, bis der erste studierte "Normalbürger" begriffen hatte, dass eine konstruktiv umlaufgesicherte Indexwährung…

"…der vernünftigste Weg sein (würde), um allmählich die verschiedenen anstößigen Formen des Kapitalismus loszuwerden. Denn ein wenig Überlegung wird zeigen, was für gewaltige gesellschaftliche Veränderungen sich aus einem allmählichen Verschwinden eines Verdienstsatzes auf angehäuftem Reichtum ergeben. Es würde einem Menschen immer noch freistehen, sein verdientes Einkommen anzuhäufen, mit der Absicht es zu einem späteren Zeitpunkt auszugeben. Aber seine Anhäufung würde nicht mehr wachsen."

John Maynard Keynes, 1935

In einer Gesellschaft, in der die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung seit jeher fehlerhaft ist,…


…ist alles fehlerhaft, was das menschliche Zusammenleben im weitesten Sinne betrifft, und alle an Hochschulen gelehrten "Wissenschaften", die sich im weitesten Sinne mit dem menschlichen Zusammenleben befassen (Theologie, Politologie, Soziologie, VWL, etc.), sind keine Wissenschaften, sondern Unsinn. In diesen "Wissens"bereichen gehen die Studenten intelligenter in die Verdummungsanstalten hinein, als sie mit "Lizenz zum Unsinn verbreiten" wieder herauskommen. J. M. Keynes, der vom Autodidakten Silvio Gesell weniger als die Hälfte verstanden hatte, hätte ohne sein Hochschulstudium mehr verstanden, hätte dann aber seine "Allgemeine Theorie (der Beschäftigung der Politik)" gar nicht schreiben müssen und wäre nicht von der "hohen Politik" zum "Jahrhundertökonomen" ernannt worden.

Nach dem tatsächlichen Stand des Wissens wäre das zivilisatorische Mittelalter schon seit Jesus von Nazareth…


…oder spätestens seit der Erstveröffentlichung von "Die Verwirklichung des Rechtes auf den vollen Arbeitsertrag durch die Geld- und Bodenreform" (Silvio Gesell, 1906) überwunden. Doch vor dem eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation steht für die Allermeisten die "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion":


Ohne damit den unermesslichen Schaden zu entschuldigen, den der religiöse Wahnsinn angerichtet hat und bis zur Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung noch anrichten wird, kann über die Religion gesagt werden, dass sie eine Beschleunigung in den Anfängen der Kulturentwicklung bewirkte, bzw. diese überhaupt erst in Gang setzte. Ob es möglich ist, dass eine intelligente Spezies sich quasi ab initio von einfachen Jägern und Sammlern unter Umgehung der Religion zur klassenlosen Zivilgesellschaft auf Basis der idealen Makroökonomie entwickeln kann, werden wir wohl erst erfahren, wenn wir weitere Beispiele kennen, d. h. Kontakte zu außerirdischen Zivilisationen haben. Bis dahin können wir nur aus unserer eigenen Geschichte lernen, in der die Aussage "Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft ist blind" ihre Berechtigung hatte, auch wenn Albert Einstein, der sich ja selbst noch in religiöser Verblendung befand, damit etwas anderes meinte, als dass die Religion uns an den Punkt brachte, vor dem wir heute stehen:   


Bisher dreht sich alles um den Zins, d. h. für jeden einzelnen Wirtschaftsteilnehmer sowie für ganze Nationalstaaten geht es nur um die Frage: Wie kann ich auf Kosten anderer leben, damit andere nicht auf meine Kosten leben? An Ineffizienz und Schwachsinnigkeit wird das nur noch von der einzigen Frage aller "Arbeitsameisen" in einer sozialistischen Planwirtschaft übertroffen: Wie kann ich zum "Planer, Lenker und Leiter" werden, damit ich nicht selbst verplant, gelenkt und geleitet werde? Damit der ganze Schwachsinn halbwegs funktioniert, müssen die sozialistischen Planwirtschaften ihre Arbeitersklaven im Land einschließen, während die kapitalistischen Marktwirtschaften ihre Spießbürgerschaft vor übermäßiger Einwanderung aus Zinsverliererstaaten schützen müssen. Die täglich aus dem Schwachsinn sich ergebenden "wichtigsten Nachrichten" können alle noch immer am Schwachsinn Interessierten in garantiert bestmöglich zensierter Form in der "ARD Tagesschau" verfolgen.

Die Verwirklichung der idealen Makroökonomie macht Politik (Machtausübung) und Religion (Machterhalt) überflüssig…


…und damit auch alle sinnfreien Tätigkeiten, die etwas "regeln" sollen, was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Kapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt:


Was bleibt, ist die Suche nach Wissen und die Schaffung von Schönheit. Was diejenigen, die bisher mit eigentlich sinnfreien Tätigkeiten beschäftigt waren, dazu beitragen wollen, müssen sie selbst herausfinden. In jedem Fall ergeben sich dazu in nächster Zukunft alle Möglichkeiten:


Die Natürliche Wirtschaftsordnung macht niemanden überflüssig, sondern nur die sinnfreien Tätigkeiten. Nach der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform werden alle besonderen Fähigkeiten aller arbeitswilligen Menschen stets in der Volkswirtschaft nachgefragt und nach dem Verschwinden leistungsloser Kapitaleinkommen mit dem vollen Arbeitsertrag bezahlt.

Bis dahin sind die durchaus vorhandenen organisatorischen Fähigkeiten heutiger Politiker auch schon vorher gefragt. Sie dürfen sich entscheiden, ob sie weiterhin Unsinn reden, oder, sobald die gröbsten Denkfehler aus dem Kopf sind, sich an der Verwirklichung der echten Sozialen Marktwirtschaft aktiv beteiligen wollen:


In der echten Sozialen Marktwirtschaft werden die bisher bestimmenden Faktoren Besitz und Macht, die für eine zivilisatorische Weiterentwicklung nicht förderlich sind, durch die positiven Prinzipien Fähigkeit und Wissen ersetzt. Es werden nicht mehr diejenigen über die Zukunft bestimmen, die gnädigerweise ihr Zinsgeld für Unternehmungen bereitstellen, für die unsere Kinder und Enkel dann die (Umwelt-)Schäden zahlen müssen, sondern jene bewussten und kompetenten Menschen, die am besten über die "Grenzen des Möglichen" Bescheid wissen. Es beginnt nicht nur die eigentliche menschliche Zivilisation, sondern auch der eigentliche technologische und kulturelle Fortschritt, den es gegenwärtig fast nicht mehr gibt. Viele haben sich schon daran gewöhnt, etwas als "Fortschritt" anzusehen, was in Wahrheit kaum mehr ist als Produktkosmetik.

Allein die Technologien, die zur Verfügung stehen, jedoch aufgrund der Rentabilitätshürde des Urzinses sowie aus mangelndem technischem Sachverstand von Entscheidungsträgern (den "großen Investoren"), die in der Regel gar nicht fähig sind, Entscheidungen zu treffen, darum im Kapitalismus niemals realisiert werden, sind schon ausreichend, um unsere Welt komplett umzugestalten und in jeder Hinsicht zu verbessern, ohne der Umwelt zu schaden.

In spätestens zwei Jahrzehnten wird keine "Benzin-Kutsche" mehr durch die Gegend knattern, schon allein wegen der Lärmbelästigung. Die Landschaft verschandelnde Windkraftanlagen (Anlagen mit beweglichen Verschleißteilen sind schlechte Konstruktion) können demontiert werden, denn für die saubere und dezentrale Energiegewinnung gibt es Solarzellen mit über 40% Wirkungsgrad, die sinnvoller Weise mindestens alle Dachflächen und Verkehrswege bedecken können. Bewegliche Verschleißteile bedeuten auch an Zügen immer nur schlechte Konstruktion (von den Gefahren ganz abgesehen), sodass sie durch Magnetschwebebahnen ersetzt werden. Großkraftwerke (Dampfturbinen und Generatoren enthalten ebenfalls bewegliche Verschleißteile und sind somit schlechte Konstruktion) werden unwirtschaftlich und damit verschwinden auch die Landschaft verschandelnde Hochspannungsleitungen. Jedes Haus und jede Magnetschwebetrasse sind dann gleichzeitig Stromerzeuger und Stromverbraucher. Zum gegenseitigen Stromausgleich - mit Gebührenzählern in beide Richtungen - ist ein 500V-Gleichspannungsnetz für kurze Entfernungen und ein 5kV-Gleichspannungsnetz für mittlere Entfernungen ausreichend. Gleichspannung deshalb, weil alles andere beim heutigen Stand der Technik für PWM-Schaltspannungswandler keinen Sinn mehr macht. Innerhalb von Wohnungen sind 50V Gleichspannung sinnvoll, um die allermeisten elektrischen Geräte ohne Potentialtrennung gefahrlos betreiben zu können (bis etwa 50V ist eine direkte Berührung harmlos).

Magnetschwebebahnen werden den kontinentalen Flugverkehr weitgehend ersetzen, für interkontinentale Flüge steht Wasserstoff als Energiequelle zur Verfügung, der aus reichlich vorhandenen Solarzellen-Flächen gewonnen werden kann. LKWs werden durch computergesteuerte Container-Magnetschwebetrassen ersetzt und PKWs entweder von Wasserstoff-Brennstoffzellen oder weiterentwickelten Akkumulatoren versorgt sowie von vier PWM-gesteuerten Linearmotoren in den Rädern angetrieben. Auch für die Formel-1 ist diese umweltfreundliche Technik bestens geeignet bzw. deutlich überlegen.

Erdöl, Kohle und Erdgas werden kaum noch benötigt, nicht einmal zur Kunststoffherstellung. Dafür können Bio-Abfälle und andere Reststoffe, die ohnehin entsorgt werden müssen, entsprechend chemisch umgewandelt werden. In ähnlicher Weise wird es wirtschaftlicher, den Großteil aller anderen heute benötigten Rohstoffe - etwa Metalle oder auch sauberes Trinkwasser - mit technisch ausgereiften Recycling-Anlagen immer wieder zurück zu gewinnen, statt immer mehr Rohstoffe der Natur zu entreißen und den Zivilisationsmüll dann "auf Halde" zu kippen. Die Liste kann noch beliebig erweitert werden, auch ohne dass Zukunftstechnologien wie Supraleiter bei Zimmertemperatur oder die kalte Kernfusion bereits mit einkalkuliert werden müssten. Alles wird sich eigendynamisch entwickeln, da alles andere bei einem Kapitalmarktzins um Null schlicht unwirtschaftlich wäre!

Wenn die Finanzierung von Sachkapitalien keine "Zinsschleppe" mehr hinter sich her zieht, ist es immer vorteilhaft, neue Sachkapitalien nach dem jeweils neuesten Stand der Technik langlebig und perfekt zu gestalten, da sie über ihre reine Wirtschaftlichkeit hinaus nicht mehr rentabel für das Finanzkapital sein müssen. Alternativ können wir auch sagen, dass es gar kein Finanzkapital mehr geben wird, das allen Sachkapitalien leistungslose Kapitalgewinne abfordert, wodurch diese im Kapitalismus stets "kurzfristig rentabel" und zugleich "strukturell knapp" sein müssen. In der zivilisierten Welt sind alle Sachkapitalien "in Hülle und Fülle" vorhanden, wenn sie nur "langfristig wirtschaftlich" sind.

Die menschliche Arbeitskraft wird in der vom Kapitalismus befreiten Marktwirtschaft zur ökonomisch knappsten Ressource – und damit der Mensch das Allerwertvollste -, sodass ausnahmslos jeder Mensch mit seinen individuellen Fähigkeiten in der Gesellschaft stets gefragt ist, bzw. diese Fähigkeiten immer von der Volkswirtschaft nachgefragt werden. Somit kann jeder Mensch nach ganz persönlichen Vorstellungen und Wünschen sein Leben frei gestalten, selbstverständlich mit freier Wahl des Wohnortes:


Die ganze Menschheit wird als kybernetische makroökonomische Einheit von Individuen und Akraten zusammenarbeiten, in der das, was jeder selbständig denkende Mensch mit seinem individuellen Können erschafft, immer auch wichtig und sinnvoll für viele andere Menschen ist. Das daraus freigesetzte kreative Potential wird unsere Welt schon in wenigen Jahren zu dem Paradies machen, das alle bisherigen Utopien weit übertrifft.

Einziger Nachteil: Wer das verstanden hat, findet alle utopischen Romane (bis auf diesen) nur noch langweilig und es gilt das, was Arthur C. Clarke im Vorwort zu "2001" schrieb:

"Man bedenke, es handelt sich nur um einen Roman. Die Wahrheit wird - wie stets - weit erstaunlicher sein."


Stefan Wehmeier, 04.11.2014


Samstag, 1. November 2014

Jude, Katholik und Araber



(Geld oder Krieg, 1912) "Unser Geld bedingt den Kapitalismus, den Zins, die Massenarmut, die Revolte und schließlich den Bürgerkrieg, der erfahrungsgemäß mit unheimlicher Schnelligkeit zur Barbarei zurückführt. …Wer es aber vorzieht, seinen eigenen Kopf etwas anzustrengen, statt fremde Köpfe einzuschlagen, der studiere das Geldwesen…"

Den Untertanen der Betriebssysteme Judentum und Islam ist es nicht möglich, ihre eigenen Köpfe soweit anzustrengen, dass sie nicht ständig fremde Köpfe einschlagen müssen:


Zwischen Judentum und Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) hat sich die Verständigung etwas verbessert, mit dem Islam stehen aber beide auf Kriegsfuß. Wer hat "Schuld"? Für alle Untertanen ist klar: Der Programmierfehler liegt garantiert bei den anderen! Auf den nahe liegenden Gedanken, dass die Religion als solche (der gemeinsame Ursprung der drei Betriebssysteme) dahinter stecken könnte, kommt indes kein Untertan, denn die größte Sorge des Untertanen ist es, ein Untertan zu bleiben, und für alle Untertanen ist es unvorstellbar, selbst etwas auf die Reihe zu kriegen, sodass sie bis zum Jüngsten Tag auf ihren Messias warten, der ihnen sagt, was sie zu tun haben. Ansonsten wären allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden längst Realität:

(Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."

Eine bewusste und gewollte Tat ist von Untertanen nicht zu erwarten, denn unabhängig von "Glaube" oder "Unglaube" kann ein Untertan über sein Betriebssystem nicht hinaus denken, so wie ein PC auch nur im Rahmen seines Betriebssystems funktioniert. Der "Glaube" bezieht sich nur auf das Geschwätz der Priester (oder auf die aus dem Geschwätz entstandenen Cargo-Kulte) und hat mit der Religion als solche nichts zu tun. Die Religion ist eine Programmierung des kollektiv Unbewussten, die man erst einmal erkennen muss, um dann selbständig denken zu können.

Stattdessen warten die Juden auf einen "König der Juden" als einem "Nachkommen Davids", die Moslems warten auf einen gewissen Mahdi als einem "Nachkommen Mohammeds" und die Katholiken warten interessanterweise darauf, dass ihnen Jesus selbst wieder über den Weg läuft – was nur bedeuten kann, dass Jesus schon wusste, wie allgemeiner Wohlstand und der Weltfrieden zu verwirklichen sind:

(NHC III,5) Der Herr sagte: "Ihr habt alle Dinge verstanden, die ich euch gesagt habe, und ihr habt sie im Glauben angenommen. Wenn ihr sie erkannt habt, dann sind sie die Eurigen. Wenn nicht, dann sind sie nicht die Eurigen."

Hätte die "heilige katholische Kirche" nicht die "Bildzeitung der Antike" (die vier biblischen Evangelien) zu ihrem "neuen Testament" ernannt oder wenigstens die originale Heilige Schrift (Gnosis = Wissen) des Urchristentums nicht verbrannt, wäre wohl auch spätestens Mohammed zu dem gleichen Ergebnis gekommen:


Sich in die sinnlos komplizierte Gedankenwelt der jüdischen Priesterschaft etwa vom 10. bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert hineinzuversetzen, ist im Nachhinein nicht leicht. Über Jahrhunderte versuchten sie herauszufinden, wie die Marktwirtschaft (Paradies) vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus (Erbsünde) zu befreien ist, ohne der Lösung näher zu kommen. Dabei lebten sie selbst von der Erbsünde (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) und mussten dem arbeitenden Volk irgendwelche Märchen erzählen, um die Arbeitsteilung und damit die gesamte Kultur aufrecht zu erhalten. Der psychologische Druck muss enorm gewesen sein. Um wie viel leichter haben es da die "modernen" Priester, die schon lange nicht mehr wissen, was sie tun! Der jüdischen Priesterschaft blieb schließlich nichts anderes übrig, als sich mit der Erbsünde zu arrangieren, um wenigstens einen Rückfall der Kultur in die Primitivität des Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zu verhindern: 


Nach dem Verfassen der so genannten priesterlichen Schicht der Tora um etwa 580 v. Chr. verfiel auch die jüdische Priesterschaft dem geistigen Tod der Religion (Rückbindung auf die künstlichen Archetypen Jahwe/Elohim = Investor/Kapitalismus), d. h. sie wurden selbst zu Untertanen eines gefährlichen Betriebssystems, das ihre Vorfahren geschrieben hatten. Erst nach einem weiteren halben Jahrtausend in totaler geistiger Umnachtung des ganzen "auserwählten Volkes" erkannte der Prophet Jesus von Nazareth die wirkliche Bedeutung der bis heute in Genesis_3 exakt umschriebenen Erbsünde wieder (Auferstehung) und fand als erster Denker in der bekannten Geschichte die einzige Lösung (Erlösung) zu ihrer Überwindung. Allerdings fand er unter den "Pharisäern und Schriftgelehrten" seiner Zeit niemanden mehr, der ihn noch verstehen konnte. Das stellte ihn vor die schwerste Entscheidung, die je ein Mensch zu treffen wagte: Er musste wählen, ob er selbst oder die ganze Menschheit in unbestimmter Zukunft weiterleben sollte – und wählte den Märtyrertod, um den von ihm geschaffenen dreifaltigen Gott, der die Lösung zur Überwindung der Erbsünde bereits enthält, mit einer dadurch in die Welt gesetzten neuen Religion in die ferne Zukunft zu transportieren, bis die Menschheit so weit sein würde, ihn zu verstehen:


Nach seinem Tod hatte Jesus auf einige Menschen, die noch halbwegs bei Verstand waren, einen tiefen Eindruck hinterlassen. Die Ehrlichen versuchten, seine Erkenntnis zu verstehen, und den Unehrlichen war es wichtiger, sich anderen gegenüber mit dem "wichtig" zu machen, was sie vom "Hörensagen" über ihn zu wissen glaubten. Aus Letzteren entstand die "heilige katholische Kirche", die bis heute schlimmste Verbrecherorganisation der Welt.

Während die wahren Urchristen (Gnostiker = Wissende) durch Jesus die wirkliche Bedeutung der Erbsünde wieder erkannt hatten…

(NHC II,3,5) Seit dem Tag, an dem Christus in die Welt gekommen ist, wird die Welt geschaffen, die Städte geschmückt und das Tote herausgetragen.

…und denen, die sich noch im geistigen Tod der jüdischen Religion befanden, eher mitleidig gegenüberstanden,…

(NHC II,3,6) Als wir noch Hebräer waren, waren wir Waisen und hatten nur unsere Mutter. Als wir Christen wurden, bekamen wir Vater und Mutter.

(Mutter der Kultur = Geldersparnisse / Vater der Kultur = Kreditangebot)

…waren danach für die Untertanen des Katholizismus die inzwischen in alle Welt verstreuten Untertanen des Judentums "die Bösen", während sie sich als "die Guten" glaubten.

Die Bedeutung der Erbsünde und der Name Gottes waren längst wieder vergessen und "die Guten" hatten das Genie Jesus von Nazareth zu einem moralisierenden Wanderprediger degradiert, als schätzungsweise um das Jahr 610 der Prophet Mohammed die wirkliche Bedeutung der Erbsünde wieder erkannte, ohne aber auf die Lösung zu kommen, wie die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden ist. Mohammed erkannte außerdem, dass die Juden und die, die sich "Christen" nennen, die originalen Heiligen Schriften gefälscht hatten, um sich – die jüdische Priesterschaft im 6. vorchristlichen Jahrhundert noch bewusst und die katholische Priesterschaft gänzlich unbewusst – mit der Erbsünde zu arrangieren. Religiöse Volkswirtschaften, die sich mit der Erbsünde arrangiert haben, können aber mit Nachbarvölkern keinen Frieden halten. Um die durch die Erbsünde bedingte Massenarmut im eigenen Land zu verringern, müssen sie die benachbarten Völker ausbeuten:


Mohammed konnte nichts anderes tun, als die Programmierung (religiöse Verblendung) für das Betriebssystem Islam auf den Ursprung zurückzusetzen. Die ursprüngliche, jahwistische Schicht der Tora (der "fünf Bücher Mose") ist nichts anderes als ein Zinsverbot,…

Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen
Baum des Lebens = Geldkreislauf
Baum der Erkenntnis = Geldverleih
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins

…und darum ist im Wesentlichen das Betriebssystem Islam bis heute durch ein religiöses Zinsverbot gekennzeichnet. Im weiteren Verlauf der Geschichte mussten also zwangsläufig die heute islamischen Staaten zu globalen Zinsverlierern und die heute "christlichen" Staaten zu globalen Zinsgewinnern werden. Alle "weltpolitischen Ereignisse" lassen sich relativ einfach daraus erklären – und ebenso einfach ist es, das Affentheater zu beenden:

(Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921) "Wenn wir einmal die Natürliche Wirtschaftsordnung erleben, dann braucht man sie nicht mehr in Büchern zu studieren, dann wird alles so klar, so selbstverständlich. Wie bald wird dann auch die Zeit kommen, wo man den Verfasser bemitleiden wird, nicht aber, wie es heute noch geschieht, weil er solch utopischen Wahngebilden nachstrebt, sondern weil er seine Zeit der Verbreitung einer Lehre widmete, die ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht."

Mit Intelligenzmangel ist es nicht zu erklären, dass die banalsten Selbstverständlichkeiten von den Allermeisten bis heute nicht verstanden wurden, sondern nur mit einer kollektiven Geisteskrankheit: Politik (Machtausübung) und Religion (Machterhalt):

Irgendwo gibt es noch Völker und Herden, doch nicht bei uns, meine Brüder: da gibt es Staaten.
Staat? Was ist das? Wohlan! Jetzt tut mir die Ohren auf, denn jetzt sage ich euch mein Wort vom Tod der Völker.
Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: "Ich, der Staat, bin das Volk."
Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben.
Vernichter sind es, die stellen Fallen auf für Viele und heißen sie Staat: sie hängen ein Schwert und hundert Begierden über sie hin.
Wo es noch Volk gibt, da versteht es den Staat nicht und haßt ihn als bösen Blick und Sünde an Sitten und Rechten.
Dieses Zeichen gebe ich euch: jedes Volk spricht seine Zunge des Guten und Bösen: die versteht der Nachbar nicht. Seine Sprache erfand es sich in Sitten und Rechten.
Aber der Staat lügt in allen Zungen des Guten und Bösen; und was er auch redet, er lügt – und was er auch hat, gestohlen hat er’s.
Falsch ist Alles an ihm; mit gestohlenen Zähnen beißt er, der Bissige. Falsch sind selbst seine Eingeweide.
Sprachverwirrung des Guten und Bösen: dieses Zeichen gebe ich euch als Zeichen des Staates. Wahrlich, den Willen zum Tode deutet dieses Zeichen! Wahrlich, es winkt den Predigern des Todes!
Viel zu Viele werden geboren: für die Überflüssigen ward der Staat erfunden!
Seht mir doch, wie er sie an sich lockt, die Viel zu Vielen! Wie er sie schlingt und kaut und wiederkäut!
"Auf der Erde ist nichts Größeres als ich: der ordnende Finger bin ich Gottes" – also brüllt das Untier. Und nicht nur Langgeohrte und Kurzgeäugte sinken auf die Knie!
Auch, auch in euch, ihr großen Seelen, raunt er seine düstern Lügen! Ach, er errät die reichen Herzen, die gerne sich verschwenden!
Ja, auch euch errät er, ihr Besieger des alten Gottes! Müde wurdet ihr im Kampfe, und nun dient eure Müdigkeit noch dem neuen Götzen!
Helden und Ehrenhafte möchte er um sich aufstellen, der neue Götze! Gerne sonnt er sich im Sonnenschein guter Gewissen, – das kalte Untier!
Alles will er euch geben, wenn ihr ihn anbetet, der neue Götze: also kauft er sich den Glanz eurer Tugend und den Blick eurer stolzen Augen.
Ködern will er mit euch die Viel-zu-Vielen! Ja, ein Höllenkunststück ward da erfunden, ein Pferd des Todes, klirrend im Putz göttlicher Ehren!
Ja, ein Sterben für Viele ward da erfunden, das sich selber als Leben preist: wahrlich, ein Herzensdienst allen Predigern des Todes!
Staat nenne ich’s, wo Alle Gifttrinker sind, Gute und Schlimme: Staat, wo Alle sich selber verlieren, Gute und Schlimme: Staat, wo der langsame Selbstmord Aller – "das Leben" heißt.
Seht mir doch diese Überflüssigen! Sie stehlen sich die Werke der Erfinder und die Schätze der Weisen: Bildung nennen sie ihren Diebstahl – und Alles wird ihnen zu Krankheit und Ungemach!
Seht mir doch diese Überflüssigen! Krank sind sie immer, sie erbrechen ihre Galle und nennen es Zeitung. Sie verschlingen einander und können sich nicht einmal verdauen.
Seht mir doch diese Überflüssigen! Reichtümer erwerben sie und werden ärmer damit. Macht wollen sie, und zuerst das Brecheisen der Macht, viel Geld, – diese Unvermögenden!
Seht sie klettern, diese geschwinden Affen! Sie klettern über einander hinweg und zerren sich also in den Schlamm und die Tiefe.
Hin zum Throne wollen sie Alle: ihr Wahnsinn ist es, – als ob das Glück auf dem Throne säße! Oft sitzt der Schlamm auf dem Thron – und oft auch der Thron auf dem Schlamme.
Wahnsinnige sind sie mir Alle und kletternde Affen und Überheiße. Übel riecht mir ihr Götze, das kalte Untier: übel riechen sie mir alle zusammen, diese Götzendiener.
Meine Brüder, wollt ihr denn ersticken im Dunste ihrer Mäuler und Begierden! Lieber zerbrecht doch die Fenster und springt in’s Freie!
Geht er doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von der Götzendienerei der Überflüssigen!
Geht doch dem schlechten Geruche aus dem Wege! Geht fort von dem Dampfe dieser Menschenopfer!
Frei steht großen Seelen auch jetzt noch die Erde. Leer sind noch viele Sitze für Einsame und Zweisame, um die der Geruch stiller Meere weht.
Frei steht noch großen Seelen ein freies Leben. Wahrlich, wer wenig besitzt, wird um so weniger besessen: gelobt sei die kleine Armut!
Dort, wo der Staat aufhört, da beginnt erst der Mensch, der nicht überflüssig ist: da beginnt das Lied des Notwendigen, die einmalige und unersetzliche Weise.
Dort, wo der Staat aufhört, – so seht mir doch hin, meine Brüder! Seht ihr ihn nicht, den Regenbogen und die Brücken des Übermenschen?

Also sprach Zarathustra / Vom neuen Götzen.

Wo die "Anstalt zur zwangsweisen Einziehung des arbeitslosen Einkommens" aufhört,…


…fängt der "von Göttern und Anbetungen erlöste Übermensch" an:



Stefan Wehmeier, 01.11.2014