Montag, 5. Juni 2017

Natur und Kultur


"Zum Herrscher der Welt geworden, wusste er nicht, was er jetzt unternehmen sollte. Doch eines war sicher: Er würde auch den nächsten Schritt tun!"
 
Arthur C. Clarke 
(am Ende des Vorspanns und am Ende von "2001 – Odyssee im Weltraum")
 
Der Übergang von der Natur zur Kultur kann als der Übergang vom instinktiven zum bewussten Handeln aufgefasst werden, wobei das menschliche Bewusstsein aus einem einzigen Gedanken entstand, den Stanley Kubrick mit seinem "genialsten Schnitt in der Filmgeschichte" visualisierte. Oberflächlich betrachtet könnte vermutet werden, dass der Gebrauch von immer besseren Werkzeugen im Verlauf von Millionen Jahren einen immer bewussteren Menschen entstehen ließ. Aber allein der Gebrauch eines Knochens als primitives Schlagwerkzeug bewirkt noch keinen nennenswerten Fortschritt. Auch Schimpansen benutzen einfache Werkzeuge, und sie haben sich kaum weiterentwickelt, seit sie vor etwa 6 Millionen Jahren aus gemeinsamen Vorfahren entstanden. Viel plausibler stellt sich das Geschehen mit dem Wissen dar, dass die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, und zwar nicht erst seit dem Beginn der Vorantike vor etwa 10.000 Jahren, sondern angefangen mit dem ersten Menschen überhaupt. Ein einzelner Australopithecus afarensis vor vielleicht 2,5 Millionen Jahren wurde zum ersten bewussten Menschen, indem er auf die großartige Idee kam, seine Artgenossen wie die Ameisen, die er schon lange beobachtet hatte, koordiniert zusammenarbeiten zu lassen. Er hatte bisher vergeblich versucht, diese großartige Idee (im Film symbolisiert durch den Monolithen) den "seinen" begreiflich zu machen. Aber nachdem es ihm gelungen war, sich durch einen Akt der Gewalt gegenüber den "anderen" zum Herrscher über die "eigenen" zu machen, konnte er in einem einzigen Gedankengang die ganze zukünftige Entwicklung des Menschen voraussehen, zunächst zum Homo habilis, dann zum Homo erectus und schließlich zum Homo sapiens. In diesem Moment wusste der erste Mensch, dass er alle Zwischenergebnisse seiner großartigen Idee selbst miterleben würde – in immer neuen Wiedergeburten bis hin zum Endergebnis! Wer weit genug in die Zukunft denkt, wird in der Zukunft wiedergeboren. So einfach ist das.
 
Im heute die ganze halbwegs zivilisierte Menschheit beherrschenden "Programm Genesis" weiß niemand mehr von der Wiedergeburt – bis auf denjenigen, der das Programm selbst geschrieben hatte, um von der Vorantike in die Antike zu gelangen, in der er als erster die Neuzeit erfand:
 
Vorantike: geldlose Planwirtschaft (Ursozialismus, bzw. Staatskapitalismus) 
Antike (zivilisatorisches Mittelalter): Zinsgeld-Ökonomie (kapitalistische Marktwirtschaft) 
Neuzeit: Natürliche Wirtschaftsordnung (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus)
 
Die Neuzeit lässt nicht erst seit einem Jahrhundert auf sich warten,...
 
(Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
...sondern schon seit fast zwei ganzen Jahrtausenden,...
 
(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." 

...denn eine bewusste und gewollte Tat ist nicht von Untertanen (geistig Toten) zu erwarten, die noch immer an zwei mehr als überflüssigen Institutionen hängen:
 
Politik: Der Versuch, etwas zu "regeln", was nicht geregelt werden kann, solange es sich durch das vom Privatkapitalismus befreite Spiel der Marktkräfte nicht selbst regelt.
 
Religion (Programm Genesis): Sündteure Marketingaktion, um dem arbeitenden Volk ("Tiere auf dem Feld") die Marktwirtschaft (Paradies) mit Privatkapitalismus (Erbsünde) zu verkaufen.
 
Schon bei meiner Menschwerdung konnte ich nur den Alleinherrscher spielen, und heute muss ich das wiederholen, weil keiner außer mir willens und fähig ist, eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchzuführen, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen:
 
Zuerst war ich damit beschäftigt, mich selbst als "Planer, Lenker und Leiter" einer zentralistischen Planwirtschaft zu erfinden, und als das Verplanen, Lenken und Leiten von Untertanen langweilig wurde, war die Frage zu beantworten, wie man besser ganz auf Untertanen verzichtet, ohne auf irgendetwas anderes verzichten zu müssen:
 
In meinem vorherigen Leben hatte ich als Moses die Antike gestartet (Wissen ist Macht), und im ersten Abschnitt meines jetzigen Lebens erfand ich als Jesus die Neuzeit (Nicht von dieser Welt). Schon 580 Jahre vor meiner Zeit hatte sich jedoch ein Betriebsunfall ereignet, indem die israelitische Priesterschaft den heute "ersten" Schöpfungsmythos der Genesis (7-Tage-Schöpfung) vor den ursprünglichen "zweiten" (Paradiesgeschichte) gesetzt hatte, womit schon in der übernächsten Generation auch die Hohepriester in der religiösen Verblendung versunken waren:
 
Interessanterweise genau zu der Zeit, als alles esoterische Wissen für ein sinnvolles menschliches Leben verloren ging und bevor ich fünf Jahrhunderte später herausfand, wie dieses ermöglicht wird, entstand die abwegige Idee, besser ganz auf ein menschenwürdiges Leben zu verzichten:
 
Wer nicht weiß (nicht glaubt), dass alles Leid im (noch) bestehenden zivilisatorischen Mittelalter allein aus der Erbsünde entsteht, kann nicht einmal erahnen (nicht einmal erhoffen), dass mit der endgültigen Überwindung der Erbsünde am Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) auch alles Leid überwunden ist. Auch wenn darin nichts gewusst, sondern nur geglaubt, und nichts Konkretes erahnt, sondern nur etwas Unbestimmtes erhofft wird, gibt es somit im "Einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit" (dem Christentum nach Nietzsche) noch mehr Menschlichkeit, als im buddhistischen Nihilismus! Der Buddhist nimmt richtigerweise die Wiedergeburt als selbstverständlich an, leugnet aber, dass sie jemals etwas anderes sein kann als Leid, weil ein gewisser Siddhartha Gautama vor 2500 Jahren nicht viel mehr von Makroökonomie verstand, als ein Orang-Utan. Angenommen, es gibt so etwas wie das Nirwana, spricht nichts dagegen, als materieloses Geistwesen zwischen zwei Wiedergeburten nach Lust und Laune darin herumzuspuken. Gibt es aber in der materiellen Welt keine kulturelle Weiterentwicklung, die als nächsten Schritt die Natürliche Wirtschaftsordnung voraussetzt, macht auch das Herumspuken im Nirwana keinen Sinn, weil erstens das Geistwesen keine menschliche Identität ausbilden kann und zweitens das Nirwana so langweilig wird wie die materielle Welt, die sich nicht kulturell weiterentwickelt. Soviel zum Glauben buddhistischer Nihilisten, sie seien keine Nihilisten. Man kann auch sagen, Buddhismus ist geistige Onanie.
 
Was den Hinduismus betrifft, der noch immer dazu dient, in Indien ein albernes Kastenwesen aufrecht zu erhalten, hatte schon Siddhartha Gautama dessen Sinnlosigkeit erkannt, ohne dem allerdings etwas Sinnvolles entgegenhalten zu können.
 
Das Programm Genesis mit den drei Cargo-Kulten Judentum, Katholizismus (stellvertretend für alles, was sich heute "christlich" nennt) und Islam hatte ich vor 3250 Jahren selbst initiiert, aber aufgrund des Betriebsunfalls kann ich die Natürliche Wirtschaftsordnung erst heute verwirklichen:
 
Bis zur Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung überdeckt das Programm Genesis alles andere, denn überall wird (noch) Zinsgeld verwendet und es gibt privates Bodeneigentum. Nach der Verwirklichung der Natürlichen Wirtschaftsordnung verschwinden mit dem Programm Genesis auch Hinduismus und Buddhismus sowie alle anderen Okkultismen, während die Wiedergeburt für alle bewussten Menschen zu einer aktiv gestaltbaren Reise durch interessante Zeiten wird:
 
Die Neuzeit ist gegenüber der Antike noch bedeutend leistungsfähiger als diese gegenüber der Vorantike. Schon ab dem Jüngsten Tag wird kein Mensch mehr verhungern müssen, und schon in etwa fünf Jahren sollte die globale Vollbeschäftigung erreicht sein, während die Umweltbelastung bereits deutlich reduziert ist. Das sind einfache Extrapolationen, basierend auf dem aktuellen Stand der Technik, wobei auch der technologische und kulturelle Fortschritt in der Natürlichen Wirtschaftsordnung erst richtig beginnt. Nachteile gibt es keine und alle weiteren Vorteile kann sich jeder selbst überlegen, der an dieser Stelle mit dem Denken beginnt: Jüngstes Gericht
 

Stefan Wehmeier, 05.06.2017 


Donnerstag, 1. Juni 2017

Herrscher und Beherrschte


In der afrikanischen Linie (Homininae) kam es zur Entstehung von Gorillas, Schimpansen und Menschen. Die Linie zu den Gorillas zweigte als erste ab – der mutmaßliche Gorilla-Vorfahr Chororapithecus wurde auf rund 10 Millionen Jahre datiert. Der Zeitpunkt der Trennung von Menschen und Schimpansen wird auf ein Alter von rund 6 Millionen Jahren geschätzt. Der Mensch und seine unmittelbaren Vorfahren werden dabei in der Gruppe der Hominini zusammengefasst. Die Bezeichnung "Hominiden" für diese Gruppe stammt noch aus der Zeit, als Mensch und Menschenaffen in zwei unterschiedlichen Familien geführt wurden. Heute wird dieser Begriff auch für die Menschenaffen im allgemeinen Sinn verwendet. Zu den ältesten möglichen Vertretern der Hominini zählen Sahelanthropus tchadensis und Orrorin tugenensis, die auf ein Alter von 7 bis 6 Millionen Jahre datiert wurden. Die ältesten als zumindest enge Verwandte der Menschenvorfahren interpretierten Funde stammen aus dem frühen Pliozän (4,4 bis 4 Millionen Jahre). Hierzu gehören insbesondere die Arten der Gattung Australopithecus. Vor rund 2,5 bis 2 Millionen Jahren entwickelte sich schließlich die Gattung Homo, deren einziger Überlebender der anatomisch moderne Mensch (Homo sapiens) ist.
 
Bei allen Säugetieren besteht das Sexualverhalten aus einer Abfolge von Aktionen und Reaktionen der Sexualpartner, die sich jeweils sehr spezifisch gegenseitig verstärken. Das bedeutet, dass unter anderem das Sexualverhalten dieser Tiere nicht "instinktiv" ist, das heißt, nicht ausschließlich aus ihnen selbst heraus bestimmt. Vielmehr ist das Sexualverhalten dieser Tiere – und insbesondere der Menschenaffen – in hohem Maß von Übung und Erfahrung abhängig. Menschen ist die Fähigkeit zu bestimmten grundlegenden sexuellen Reaktionen angeboren, sie sind aber nicht spezifisch auf Paarung "programmiert". Sie sind daher fast ganz auf Beobachtung und Erfahrung angewiesen. Ihr Sexualverhalten ist außerordentlich variabel. Während Emotionen wie Angst und Furcht sowie Traurigkeit und Melancholie heute bereits durch pharmazeutische Therapien beeinflusst werden können, sind die neurobiologischen und physiologischen Grundlagen der Emotion Liebe noch weitgehend unverstanden.
 
Wenn die Entwicklung der Arten und insbesondere die des Menschen durch zufällige Mutation und notwendige Selektion passiert – warum werden dann erstens keine so genannten Missing Links gefunden, die bei zufälliger Mutation gegenüber den "fertigen" Arten überwiegen müssten, und wozu ist dann zweitens die "umständliche" zweigeschlechtliche Fortpflanzung überhaupt gut? Plausible Erklärungen zum ersten Teil der Frage gab es bisher keine, und alle bisherigen Erklärungen zum zweiten Teil der Frage sind unzureichend. Plausibel wird die Entwicklung der Arten und das Leben bekommt einen Sinn, wenn man zwei "Axiome des Lebens" postuliert:
 
Axiom_1: Eizellen sind Wünsche und Samen sind Ideen. 
Axiom_2: Die Wiedergeburt ist eine Tatsache.
 
Auch wenn der Funktionsmechanismus noch unerforscht ist, spricht aus naturwissenschaftlicher Sicht erst einmal nichts dagegen, dass die Lebensumstände bis hin zu den Gedanken der Eltern bei der Zeugung ihrer Nachkommen sowohl deren Charaktereigenschaften als auch deren körperliche Merkmale zumindest mitbestimmen oder sogar in erster Linie bestimmen. Und wenn das so ist, ist erstens anzunehmen, dass schon die Urmenschen aus langer Erfahrung gelernt hatten, wie sie im Unterschied zu den Tieren die Eigenschaften ihrer Nachkommen nicht nur instinktiv, sondern bewusst "in die Zukunft denken" konnten, und zweitens ist davon auszugehen, dass dieses Urwissen in den letzten Jahrtausenden durch das Aufkommen der Religionen und insbesondere durch das bis heute die ganze Menschheit versklavende "Programm Genesis" unterdrückt wurde, bis es beim "modernen" Menschen fast ganz in Vergessenheit geriet:
 
Ist ein erforschbarer Funktionsmechanismus hinter dem ersten Axiom durchaus vorstellbar, scheint das Konzept der Wiedergeburt mit unseren noch begrenzten naturwissenschaftlichen Kenntnissen kaum beweisbar und eher eine Glaubensfrage zu sein. Dabei fällt auf, dass in östlichen Traditionen (Hinduismus mit vielen Göttern / Buddhismus ohne Gott) die Wiedergeburt als selbstverständlich gilt (wobei sie je nach Glaubenstradition unterschiedlich bewertet wird), während in den drei Cargo-Kulten Judentum, Katholizismus und Islam (basierend auf dem Programm Genesis mit dem einen Gott Jahwe) die Wiedergeburt in der Regel geleugnet wird:
 
Gerade weil die Wiedergeburt für die Allgemeinheit in den drei Cargo-Kulten geleugnet wird, liefert das Programm Genesis den eindeutigen Beweis für die Wiedergeburt in einem Einzelfall, ohne den Rahmen des gegenwärtigen naturwissenschaftlichen Weltbildes verlassen zu müssen:
 
Ich bin sowohl der wiedergeborene Moses als auch der wiedergeborene Jesus, einfach dadurch, dass Jesus die zu seiner Zeit in Vergessenheit geratene Bedeutung der ursprünglich von Moses verfassten Genesis wiedererkannte und damit dessen Bewusstsein wiedererlangte, dann selbst ein höheres Bewusstsein entwickelte, indem er als erster Denker in der bekannten Geschichte die einzige Lösung für die Befreiung des Paradieses (Marktwirtschaft) vom parasitären Gegenprinzip der Erbsünde (Privatkapitalismus) herausfand, die Erlösung von der Erbsünde mit genialen Gleichnissen überlieferte, und ich im Jahr 2007 als erster das 1945 wiedergefundene Thomas-Evangelium entschlüsselte und damit das höhere Bewusstsein von Jesus wiedererlangte,...
 
(NHC II,2,108) Jesus sagte: "Wer von meinem Mund trinken wird, wird werden wie ich; ich selbst werde er werden, und die verborgenen Dinge werden sich ihm offenbaren."
 
...auch wenn die ganze Angelegenheit aus heutiger Sicht "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht" (Zitat: Silvio Gesell, Vorwort zur 5. Auflage der NWO, 1921). Für die Identität einer Person kommt es eben nicht darauf an, was im Personalausweis steht, sondern mit welchen Augen der bewusste – d. h.: aus dem geistigen Tod der Religion auferstandene – Mensch die Welt betrachtet, in der er lebt.
 
Weil Moses zu seiner Zeit (Wissen ist Macht) und Jesus zu seiner Zeit (Nicht von dieser Welt) jeweils über das höchste Bewusstsein auf diesem Planeten verfügten, sich dadurch von allen anderen unterschieden und die Religion (Rückbindung auf den künstlichen Archetyp Jahwe) sowohl das Wissen des Moses als auch das erweiterte Wissen von Jesus bis heute aus dem Begriffsvermögen der ganzen halbwegs zivilisierten Menschheit ausgeblendet hat, ist in meinem Fall der Beweis für die Wiedergeburt besonders einfach. Die Übernahme (Selbstaneignung) einer Identität lässt sich als eine Art "persönliche Patentanmeldung" auffassen, bei der man das, was diese Identität kennzeichnet, für sich beansprucht und nach außen hin vertritt. Im Unterschied zu einer gewöhnlichen Patentanmeldung wird eine Identität aber nicht erfunden, sondern gefunden. Milliarden religiös Verblendete glauben bis heute an eine im Nachhinein erfundene Identität von Jesus; die wahre Identität findet nur, wer eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform (als die unbedingte Voraussetzung für allgemeinen Wohlstand auf höchstem technologischem Niveau bei einem Höchstmaß an individueller Freiheit, eine saubere Umwelt und den Weltfrieden) praktisch durchführen kann, ohne dabei eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen:
 
Mit dem Wissen, dass die Arbeitsteilung den Menschen über den Tierzustand erhob, und der Selbstaneignung einer weiteren Identität, die erfunden scheint, aber von mir gefunden wurde,...
 
...kann ich die keinesfalls zufällige Entwicklung des Menschen schlüssig erklären: Die frühen Abweichler, die nur an sich dachten, sich kaum Gedanken über die Arbeitsteilung machten und keine großen Ideen für die Zukunft entwickelten, sind heute als Orang-Utans, Gorillas und Schimpansen im Zoo zu bewundern. Also hatte ich wohl stets die besseren Ideen, bis mir eines Tages vor vielleicht 2,5 Millionen Jahren die großartige Idee kam – und damit wurde ich gleichzeitig zum ersten Menschen mit Bewusstsein –, dass man nicht nur überhaupt (nachrangig), sondern vorrangig über eine bessere Arbeitsteilung nachzudenken hat, um sich selbst und die seinen auf die beste Art in die Zukunft zu denken! Man muss nur die Ameisen beobachten: Was diese primitiven Wesen können, indem sie koordiniert zusammenarbeiten, ist ganz erstaunlich. Und was die können, das können wir besser! Dieser großartigen Idee für die Zukunft folgend, machte ich zuerst die meinen zu "eigenen" (Leibeigene sollten sich später als unvorteilhaft erweisen, aber so weit sind wir noch nicht), um mich in ungezählten Wiedergeburten vom Australopithecus afarensis (schon hinterhältig, aber noch ungeschickt) über Homo habilis (hinterhältig / geschickt) und Homo erectus (hinterhältig und verlogen / geschickt und aufrichtig) zum Homo sapiens (hinterhältig, verlogen und selbstsüchtig / geschickt, auf(ge)richt(et/ig) und eingebildet) weiterzudenken. Dieser war aufgrund seiner geschickt erdachten Einbildbarkeit nun perfekt, um ihm alles Weitere für die Verwirklichung der "großartigen Idee für die Zukunft" einbilden zu können:
 
Alsbald stellte sich heraus, dass meine ursprüngliche Idee für die Zukunft noch nicht der Weisheit letzter Schluss sein konnte, aber man kann ja nicht alles im voraus wissen und vor 2,5 Millionen Jahren hatte es noch nichts anderes gegeben, woran ich mich hätte orientieren können. Der Homo sapiens war im Nachhinein betrachtet ganz gut gelungen, aber die Art und Weise, wie man sehr viele von ihnen zu einer koordinierten Arbeitsteilung bewegt, musste verbessert werden, um es besser zu machen als die Ameisen. Denn was hatte man als Gottkönig davon, der einzige bewusste Mensch im ganzen "Ameisenhaufen" zu sein? Alle anderen waren mit geschickt erdachten, künstlichen Archetypen im kollektiv Unbewussten (Götter, aus der Sicht der Untertanen) religiös verblendet und beschafften einem alles, was man so brauchte, aber was man Neues brauchte, musste man sich selbst ausdenken. Stinklangweilig! In der nächsten Wiedergeburt wollte ich mir überlegen, wie man sich die Untertanen mit mehreren bewussten Menschen teilen kann, um in der übernächsten Wiedergeburt herauszufinden, wie man besser ganz auf Untertanen verzichtet, ohne auf irgendetwas anderes verzichten zu müssen:
 
Mehr Menschen zu einem Bewusstsein zu verhelfen, gelang in meinem vorherigen Leben schon ganz gut – aber das aktuelle Leben war bisher eine einzige Katastrophe! Die Nachkommen derer, mit denen ich mir in meinem vorherigen Leben die Untertanen geteilt hatte, hatten eigenmächtig das Programm Genesis modifiziert und waren in der nächsten Generation selbst der religiösen Verblendung verfallen, die ihre Vorgänger verbrochen hatten. Unfassbar! Da lässt man die seinen nur mal für 12 Jahrhunderte aus den Augen und gibt ihnen Anweisungen mit auf den Weg, wie sie sich emanzipieren können, und dann sowas. Kaum hatte ich wieder das Licht der Welt erblickt und alle relevanten Daten zur eigenen Identität zusammengesucht, erwachte ich erneut als einziger bewusster Mensch und befand mich in einem Irrenhaus, das vorerst nicht mehr zu retten war. Mit der Aufgabe, mehr Menschen zu einem Bewusstsein zu verhelfen, durfte ich wieder ganz von vorn anfangen und musste außerdem das eigene Leben im Jahr 33 abbrechen,...
 
...um 1965 Jahre später mit neuer und zeitgemäß vorformatierter innerer Festplatte weiterleben zu können. Das erneute Zusammensuchen aller relevanten Daten zur eigenen Identität dauerte neun Jahre, um 2007 noch einmal als einziger bewusster Mensch im diesmal größten und verrücktesten Irrenhaus aller Zeiten zu erwachen. Heute ist der allgemeine Irrsinn schon so weit fortgeschritten, dass man etwas so Selbstverständliches wie die Wiedergeburt auch noch erklären muss:
 
Natürlich gibt es auf diesem Gebiet noch viel Interessantes zu erforschen, aber für mich selbst, bzw. meine eigene Identität in der Jetztzeit, war es einfach, das Phänomen zu beweisen. Es reichte aus, die Gegenwart als das zu erkennen, was sie (noch) ist,...
 
...und mich von allen Beschränkungen des Geistes, die mir von dem "Einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist" (Zitat: Friedrich Nietzsche), zuvor auferlegt waren, zu befreien, um die eigene Identität wiederzufinden:
 

In der bisherigen Geschichte waren die Menschen stets in Herrscher und Beherrschte unterteilt, wobei der wesentliche Unterschied nicht der ist, dass Erstere reich sind und Letztere arm, sondern dass ein wirklicher Herrscher über ein Bewusstsein verfügt, das den Beherrschten fehlt. Nach dieser Definition gibt es seit mindestens 2500 Jahren keine echten Herrscher mehr, sondern nur noch ganz Verrückte, die "Spitzenpolitiker" im zivilisatorischen Mittelalter spielen. Ist man sich des die Marktwirtschaft zerstörenden Gegenprinzips des Privatkapitalismus bewusst, ohne dass man schon weiß, wie der Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz, sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten) zu überwinden ist, macht Politik noch Sinn. Können aber die "Verantwortlichen" zwischen Marktwirtschaft und Privatkapitalismus gar nicht unterscheiden, während das Wissen längst zur Verfügung steht, um die "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden, ist das, was als "hohe Politik" bezeichnet wird, der größte Blödsinn aller Zeiten:
 
Erst in diesem Leben wurde mir klar, wie primitiv eine Welt aus Herrschern und Beherrschten ist, und dass das wahre Leben erst beginnt, wenn nach dem Jüngsten Tag (gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform) jeder Mensch zum König wird. Als lebendiger Mensch lernt man immer wieder dazu. Hätte ich vor 3250 Jahren gewusst, was ich heute weiß, hätte ich nicht einen künstlichen Archetyp programmiert, der den Untertanen verbietet, sich an der "Frucht vom Baum der Erkenntnis" zu bedienen. Andererseits war dieser Archetyp die einzige Möglichkeit für den "Auszug der Israeliten aus Ägypten", denn zu dieser Zeit hätte ich die Natürliche Wirtschaftsordnung niemandem erklären können. Folglich darf man gar nicht alles im voraus wissen, sonst kommt man nie vorwärts!
 
Als nur die Person, die in meinem Personalausweis steht, wäre es vor 1998 gerade wegen einer umfänglichen naturwissenschaftlich-technischen Vorbildung für mich noch unvorstellbar gewesen, heute mit Wahrung der Integrität der Person vier weitere Identitäten übernommen zu haben. Im Nachhinein betrachtet spricht aber erstens aus naturwissenschaftlicher Sicht nichts dagegen, und zweitens ist es die erste Theorie, die alle heute zu beobachtenden Phänomene schlüssig erklärt.
 
Oberflächlich bestehen die Glaubenstraditionen nur aus "angewöhnten geistigen Grundsätzen ohne Gründe" (nach Nietzsche); jedoch führt deren wissenschaftliche Analyse zu Erkenntnissen, die nicht nur wichtiger sind als die Glaubenstraditionen, sondern sich für den eigentlichen Beginn der menschlichen Zivilisation als unverzichtbar erweisen! Denn ohne die Beantwortung der Frage, warum "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916) bis heute nicht verwirklicht wurde, wird sie nie verwirklicht, und was das wiederum bedeutet, kann sich der in den Glaubenstraditionen gefangene "Normalbürger" gar nicht mehr vorstellen:
 

Musste in der Vorantike das arbeitende Volk für alles Mögliche programmiert werden,...
 
...reichte in der (noch) bestehenden Antike (zivilisatorisches Mittelalter, Zinsgeld-Ökonomie) die Anbetung nur eines Gottes aus, um das Geld – mit unvermeidbaren Unterbrechungen – in Bewegung zu halten. War mein ursprüngliches Programm dafür gut geeignet,...
 
Es war zu der Zeit, da Gott der HERR (Investor) Erde (Angebot) und Himmel (Nachfrage) machte>
 
...führte die eigenmächtige Umprogrammierung um 580 v. Chr. in die Katastrophe,...
 
Am Anfang schuf Gott (Kapitalismus) Himmel (Finanzkapital) und Erde (Sachkapital)>
 
...die ich gerade noch abwenden konnte, um mein Ziel mit 1984 Jahren Verspätung zu erreichen. In der Neuzeit bedarf es keiner Gottesanbetung mehr, denn konstruktiv umlaufgesichertes Geld (heiliger Geist) bewegt sich ohne Unterbrechungen von selbst.
 
Nun war allerdings der von mir erdachte Homo sapiens nicht für die Freiwirtschaft vorgesehen, sondern von seiner Konstitution her für eine zentralistische Planwirtschaft mit programmierten Untertanen, weil anfangs etwas Besseres kaum vorstellbar war. Der ursprüngliche Homo sapiens ist für eine Welt mit Herrscher und Beherrschten gedacht, und wenn zwischenzeitlich kein echter Herrscher anwesend ist, neigte er dazu, irgendwelche Götter anzubeten, denen er Untertan sein kann. Die geistige Konstitution des Homo sapiens beinhaltet drei Herrscher-Aspekte (hinterhältig / verlogen / selbstsüchtig) und drei Untertanen-Aspekte (geschickt / aufrichtig / eingebildet). Für die Neuzeit bedarf es einer Transformation (Selbstüberwindung) von selbstsüchtig (= von anderen verlangen, sie sollen leben, wie man will) nach egoistisch (= natürlicher Drang zum Dasein und Wohlsein) und von eingebildet zu gebildet. Das ist ein kleiner Schritt für jeden Menschen...
 
...und der größte Schritt für die Menschheit – die es nach dem Jüngsten Tag erst geben wird.
 

Stefan Wehmeier, 01.06.2017


Download:
Herrscher-und-Beherrschte.pdf 


Donnerstag, 25. Mai 2017

Tod und Auferstehung


"Wahrlich, ein schmutziger Strom ist der Mensch. Man muss schon ein Meer sein, um einen schmutzigen Strom aufnehmen zu können, ohne unrein zu werden."
 
Friedrich Nietzsche: Also sprach Zarathustra.
 
Im Jahr 2011 betrug die Weltbevölkerung 7 Milliarden, heute sind es schon 7,5 Milliarden. Das Bevölkerungswachstum beträgt zurzeit 229.000 pro Tag, entsprechend 84 Millionen pro Jahr, wobei 74 Millionen auf ungewollte Schwangerschaften entfallen. Das Wachstum wäre noch größer, wenn nicht 30.000 Kinder pro Tag verhungern müssten. Wahrlich, ein schmutziger Strom.
 
Schmutzig ist der Mensch, weil er bis heute in der Erbsünde existiert. Wüsste der Mensch, was die Erbsünde ist, könnte er in "dieser Welt" (noch bestehendes zivilisatorisches Mittelalter) nicht weiterexistieren; also darf er es nicht wissen. Damit er es nicht weiß, gibt es die Religion, wobei auch die Priester schon lange nicht mehr wissen, was die Erbsünde ist, wodurch ihnen ihre traditionelle Aufgabe, die Erbsünde aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes auszublenden, wesentlich erleichtert wird. Für die israelitischen Hohepriester, die sich noch bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert der Erbsünde bewusst waren, ohne zu wissen, wie diese "Mutter aller Zivilisationsprobleme" zu überwinden ist, musste der psychologische Druck unerträglich gewesen sein. Schließlich arrangierten sie sich mit der Erbsünde und verfielen wie alle anderen dem geistigen Tod der Religion. Seitdem sind wir nur noch "verlorene Kinder der See":
 
Heute darf jeder von der Erbsünde erfahren, denn das Wissen zu ihrer Überwindung ist längst vorhanden. Man kann sogar sagen, dass dieses Wissen "ja doch nur aus einer Reihe banalster Selbstverständlichkeiten besteht." Dennoch versteht der "Normalbürger" erst einmal gar nichts, wenn man ihm die einfache Gleichung "Erbsünde = Privatkapitalismus" präsentiert. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil das relevante makroökonomische Grundlagenwerk "Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld" (Silvio Gesell, 1916), auf dem anfänglich die Soziale Marktwirtschaft (Marktwirtschaft ohne Kapitalismus) in der Bundesrepublik Deutschland nach dem Zweiten Weltkrieg basieren sollte, bisher kaum gelesen wurde und in Universitäten (Verdummungsanstalten) praktisch unbekannt ist. Stattdessen wird der Privatkapitalismus mit der Marktwirtschaft verwechselt, und viele glauben noch immer, dass eine sozialistische Planwirtschaft (Staatskapitalismus) eine "Alternative zum Kapitalismus" sei. Die Begriffsverwirrung ist komplett und kann nur durch die "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion" korrigiert werden:
 
Die historische Entwicklung der Weltbevölkerung: Die erste Milliarde erreichte die Weltbevölkerung im Jahr 1804. Bis 1900 lebten noch 1,6 Milliarden Menschen auf der Erde. Im 20. Jahrhundert hat sich die Weltbevölkerung nahezu vervierfacht – ein in der Geschichte der Menschheit einmaliger Vorgang. (https://www.dsw.org/unsere-themen/weltbevoelkerung/)
 
War der Anstieg der Weltbevölkerung bis zum Zweiten Weltkrieg noch moderat, stieg er danach rasant an. Die Ursache ist eine Erfindung, die sich heute so darstellt: USA: 7260, Russland: 7500, Frankreich: 300, China: 260, Großbritannien: 215, Pakistan: 100-120, Indien: 90-110, Israel: 80, Nordkorea: 6-8. Die Gesamtzahl der Atomsprengköpfe betrug Mitte der 1980er Jahre etwa 60.000 und ist heute auf knapp 16.000 reduziert, was aber noch ausreicht, die gesamte Biosphäre des Planeten zu zerstören oder zumindest für Menschen unbewohnbar zu machen. Würde dieses prekäre "Gleichgewicht des Schreckens" morgen abgerüstet, könnte das keinesfalls die Chance auf Frieden erhöhen, sondern müsste sich im Gegenteil schon übermorgen im konventionellen Dritten Weltkrieg entladen! Der Krieg ist unverzichtbarer Bestandteil des (noch) bestehenden zivilisatorischen Mittelalters (Zinsgeld-Ökonomie), um durch umfassende Sachkapitalzerstörung den Zinsfuß zu heben, damit nach dem Krieg wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden kann. Überflüssig zu erwähnen, dass sich alle dafür "Verantwortlichen" dieser Zusammenhänge nicht bewusst sind; sie reagieren nur auf die Eigendynamik des Zinsgeldes, das sie als religiös Verblendete (geistig Tote) nicht verstehen. Ist der Dritte Weltkrieg durch die atomare Abschreckung verhindert, muss sich die Bevölkerung insbesondere in den Zinsverlierer-Staaten deutlich erhöhen, damit dort das Lohnniveau niedrig bleibt und sich die Zinsgewinner-Staaten weiterhin auf deren Kosten bereichern oder zumindest ihren Lebensstandard halten können. Die Zinsen der Dritten Welt an die Erste Welt übertreffen die gesamte so genannte Entwicklungshilfe etwa um den Faktor 30, wobei sich die Erste Welt nicht dadurch definiert, dass sie zivilisierter ist, sondern dass sie Atomwaffen besitzt. Der Urzins, der allein aus einer Fehlerhaftigkeit des herkömmlichen Geldes (Zinsgeld mit parasitärer Wertaufbewahrungsfunktion) resultiert und der sich automatisch auf alles Sachkapital überträgt, stellt systemische Ungerechtigkeit dar, die aber von allen geistig Toten als "gerecht" empfunden wird. Religiös Verblendete glauben tatsächlich daran, dass Zinsen auf "Apfelbäumchen" wachsen und nicht durch die Mehrarbeit anderer:
 

Die gesetzlich verbindliche Ankündigung der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform und die allgemeine Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion sind untrennbar verbunden. So wie niemand "halbwegs glücklich" in einer kapitalistischen Marktwirtschaft leben kann, ohne religiös zu sein, kann in der Natürlichen Wirtschaftsordnung niemand religiös bleiben. Davon abgesehen, gibt es heute keine echte Religion mehr, sondern nur Geisteskrankheit, die sich so nennt. Bestandteil der religiösen Verblendung ist, dass hochgradig verblendete "Geistliche" (Geisteskranke) sich einbilden, sie seien "spirituell". Das Gegenteil ist der Fall, denn wer z. B. die Auferstehung aus dem geistigen Tod für ein "Herausklettern des (biologisch) toten Jesus aus seinem Grab" hält, macht eine gegenständlich-naive (mechanistische) Fehlinterpretation von einem rein funktionalen (geistigen) Erkenntnisprozess. Der Ursprung von allem, die jüdische Religion, war nur bis zum 6. vorchristlichen Jahrhundert eine echte Religion (weißer Okkultismus), dadurch gekennzeichnet, dass eine kleine Gruppe von Eingeweihten (esoterischer Kreis) das ursprüngliche Wissen über das Paradies und die Erbsünde sowie die Wissenslücke, wie die Erbsünde zu überwinden ist, seit dem Beginn dieser Kulturepoche bewahrt hatte, während im arbeitenden Volk das esoterische Wissen ausgeblendet war, bis am Ende der Epoche die Wissenslücke geschlossen und damit für alle ein höheres Kulturniveau erreicht werden sollte. Das ursprüngliche Wissen im esoterischen Kreis ging jedoch verloren und die zuvor Eingeweihten verfielen selbst dem geistigen Tod. Danach war es keine Religion mehr, sondern ein irrationaler Cargo-Kult um die Heilige Schrift, die niemand mehr verstand. Der Prophet, der anhand der Schrift das ursprüngliche Wissen rekonstruieren und auch die anfängliche Wissenslücke schließen konnte, musste wieder ganz von vorn anfangen, weil er vom Cargo-Kult nicht zu verstehen war. In einem Cargo-Kult ist die religiöse Verblendung umso schlimmer, je höher die "gesellschaftliche Position", d. h. die Gesellschaft ist bewusstseinsmäßig invertiert. Während das mit nützlicher Arbeit beschäftigte Volk noch halbwegs vernünftig ist, sind Priester, Politiker, viele "Wissenschaftler" und die meisten Zinsgewinner nur noch "balla-balla":
 
Auch wenn vieles noch ungeklärt ist und in Zukunft Gegenstand interessanter Forschung sein wird, sind geistiger Tod, biologischer Tod und Auferstehung schon beim heutigen Stand des Unwissens und ohne die Zuhilfenahme "übersinnlicher" oder "überirdischer" Phänomene einfach zu erklären. Für die Identität eines Menschen kommt es nicht darauf an, was in seinem Personalausweis steht, sondern mit welchen Augen der bewusste, d. h. aus dem geistigen Tod der Religion auferstandene Mensch die Welt betrachtet, in der er lebt:
 
Da ich für die Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft (Paradies) mit Geldkreislauf (Baum des Lebens) in meinem vorherigen Leben die Erbsünde aus dem Begriffsvermögen des jüdischen Volkes ausblenden musste,...
 
...ist es meine Aufgabe in diesem Leben, die Menschheit von der Erbsünde zu befreien:
 
Ich bin der Einzige, der eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform durchführen kann, ohne eine Katastrophe in der Katastrophe auszulösen. Es mag andere geben, die sich einbilden, sie könnten das auch, aber die Denkfehler in ihren Konzepten fallen nur mir auf. Es wäre vermessen, die Natürliche Wirtschaftsordnung (echte Soziale Marktwirtschaft) verwirklichen zu wollen,...
 
...ohne sich der historischen Zusammenhänge bewusst zu sein:
 
Auf den Punkt gebracht: Anstatt einen von mir selbst in meinem vorherigen Leben im kollektiv Unbewussten einprogrammierten, künstlichen Archetyp anzubeten, der nichts anderes als mein eigenes Gewissen reflektiert, basierend auf meinem Wissensstand von vor 3250 Jahren, ist es mit Sicherheit angebracht, mit diesem Quatsch aufzuhören und auf das zu hören, was ich heute sage.
 
In der Zusammenfassung: 8 Gleichungen mit 8 Unbekannten
 

Stefan Wehmeier, 25.05.2017 


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Tod und Auferstehung 


Mittwoch, 24. Mai 2017

8 Gleichungen mit 8 Unbekannten


"Eine Definition ist das Einfassen der Wildnis einer Idee mit einem Wall von Worten."
 
Samuel Butler (1835-1902)
 
Damit eine grandiose Idee mit anfänglichem Schönheitsfehler überhaupt zu verwirklichen war, durften Idee und Schönheitsfehler nur einem kleinen Kreis von Eingeweihten mitgeteilt werden, während vor allem der Schönheitsfehler allen anderen am Projekt Beteiligten aktiv vorenthalten wurde, um die Kulturentwicklung bis zur Korrektur des Schönheitsfehlers nicht zu gefährden:
 
Gott der HERR (Jahwe) = künstlicher Archetyp "Investor" 
Erde und Himmel = Angebot (Waren) und Nachfrage (Geld) 
Regen / Feuchtigkeit = Geldemission / Liquidität 
Lebendiger Mensch = selbständiger Unternehmer 
Garten Eden (Paradies) = freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft 
Früchte tragende Bäume = Gewinn bringende Unternehmungen 
Baum des Lebens (ez pri ose pri: "Baum, der Frucht ist und Frucht macht") = Geldkreislauf 
Baum der Erkenntnis (ez ose pri: "Baum, der Frucht macht") = Geldverleih 
Frucht vom Baum der Erkenntnis = Urzins (S. Gesell) / Liquiditätsprämie (J. M. Keynes) 
Mann / Adam = Sachkapital / der mit eigenem Sachkapital arbeitende Kulturmensch 
Frau / Eva = Finanzkapital / der in neues Sachkapital investierende Kulturmensch 
Tiere auf dem Feld = angestellte Arbeiter ohne eigenes Kapital (Zinsverlierer) 
Schlange = Sparsamkeit (die Schlange erspart sich Arme und Beine) 
Tod = geistiger Tod durch religiöse Verblendung 
gut oder böse = egoistisch und gebildet oder selbstsüchtig und eingebildet 
Erbsünde = Privatkapitalismus (Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz) 
"die Frau gab ihrem Mann von der Frucht" = Übertragung des Urzinses auf das Sachkapital 
"nackt" sein = mit eigener Arbeit Geld verdienen 
"bekleidet" sein = als Investor von der Arbeit anderer Zins erpressen (lat.: vestis = Kleidung) 
"als der Tag kühl geworden war" = Abkühlung der Konjunktur (beginnende Liquiditätsfalle) 
"unter den Bäumen im Garten verstecken" = so tun, als wäre der Zins Lohn für eigene Leistung 
"die Frau, die du mir zugesellt hast" = Abhängigkeit von zinsträchtiger Ersparnis 
Nachkommen der Schlange / der Frau = Geldersparnisse / neue Sachkapitalien 
Kopf der Schlange = Kapitalmarktzins (Sachkapitalrendite) 
"unsereiner" = die nichts anderes zu tun haben, als sich an der Mehrarbeit anderer zu bereichern 
Vertreibung aus dem Paradies = 
Verlust der Unterscheidungsfähigkeit zwischen Marktwirtschaft und Kapitalismus 
Cherubim = Denkblockaden
 
Wie lange es dauern würde, den Schönheitsfehler zu beheben, war am Anfang des Projektes kaum abzuschätzen. Wenn wir davon ausgehen, dass der Fehler noch in diesem Jahr behoben wird, waren es etwa 3250 Jahre. Eine Verzögerung von 1984 Jahren wäre im Nachhinein betrachtet vermeidbar gewesen, hätten die letzten in das ursprüngliche Projekt Eingeweihten nicht die Geduld verloren und eine Dummheit begangen,...
 
...die auch für mich nicht besonders angenehm war:
 
"Shit happens", wie man heute bei den "verlorenen Kindern der See" zu sagen pflegt, denen jetzt nicht mehr viel Zeit bleibt, bevor The Mob Rules. Aber wir wollen die Sparsamkeit nicht an die Wand malen. Um den Schönheitsfehler endlich zu beheben, ist lediglich ein Gleichungssystem mit 8 Gleichungen und 8 Unbekannten zu lösen, das ich schon vor 10 Jahren lösen konnte, denn schließlich hatte ich mir die Aufgabe vor 1984 Jahren selbst gestellt:
 
(NHC II,2,016) Vielleicht denken die Menschen, dass ich gekommen bin, um Frieden auf die Welt zu werfen, und sie wissen nicht, dass ich gekommen bin, um Spaltungen auf die Erde zu werfen, Feuer, Schwert, Krieg. Es werden nämlich fünf in einem Hause sein. Drei werden gegen zwei und zwei gegen drei sein, der Vater gegen den Sohn und der Sohn gegen den Vater. Und sie werden als Einzelne dastehen. 
(NHC II,2,030) Wo drei Götter sind, sind sie Götter; wo zwei oder einer sind, - ich bin mit ihm. 
(NHC II,2,044) Wer den Vater lästern wird, dem wird man vergeben; wer den Sohn lästern wird, dem wird man vergeben; wer aber den heiligen Geist lästern wird, dem wird man nicht vergeben, weder auf der Erde noch im Himmel. 
(NHC II,2,055) Wer nicht seinen Vater hasst und seine Mutter, wird mir nicht Jünger sein können. Und wer seine Brüder nicht hasst und seine Schwestern und nicht sein Kreuz trägt wie ich, wird meiner nicht würdig sein. 
(NHC II,2,105) Wer den Vater und die Mutter kennen wird, er wird Sohn der Hure genannt werden.
(NHC II,2,106) Wenn ihr die zwei zu einem macht, werdet ihr Söhne des Menschen werden. Und wenn ihr sagt: "Berg, hebe dich hinweg!", wird er verschwinden. 
(NHC II,2,113) Seine Jünger sagten zu ihm: "Das Königreich, an welchem Tag wird es kommen?" Jesus sagte: "Es wird nicht kommen, wenn man Ausschau nach ihm hält. Man wird nicht sagen: "Siehe hier oder siehe dort", sondern das Königreich des Vaters ist ausgebreitet über die Erde, und die Menschen sehen es nicht." ***
 
Mutter (der Kultur) = Summe aller Ersparnisse 
Hure = Finanzkapital 
Brüder und Schwestern = Sach- und Finanzkapitalien mit eingeschränkter Konkurrenz 
Berg = Rentabilitätshürde des Urzinses 
Vater (der Kultur) = volkswirtschaftliches Kreditangebot 
Sohn = Kreditnachfrage für neue Sachkapitalien 
heiliger Geist = umlaufgesichertes Geld (heilig = gesichert; Geist = Geldumlauf)
 
Eine Gleichung fehlt noch, die sich aber ergänzen lässt, damit die Lösung eindeutig wird:
 
*** (Silvio Gesell, Vorwort zur 3. Auflage der NWO, 1918) "Die Wirtschaftsordnung, von der hier die Rede ist, kann nur insofern eine natürliche genannt werden, da sie der Natur des Menschen angepasst ist. Es handelt sich also nicht um eine Ordnung, die sich etwa von selbst, als Naturprodukt einstellt. Eine solche Ordnung gibt es überhaupt nicht, denn immer ist die Ordnung, die wir uns geben, eine Tat, und zwar eine bewusste und gewollte Tat."
 
Königreich des Vaters = Natürliche Wirtschaftsordnung
 
Da jede Lösung eines Gleichungssystems alle Gleichungen erfüllt, folgt: Die Lösungsmenge eines Gleichungssystems ist gleich der Durchschnittsmenge der Lösungsmengen der einzelnen Gleichungen. ... Wenn Sie eine Gleichung als Bedingung an die Lösungen interpretieren, so bedeutet das: Alle Bedingungen müssen gleichzeitig erfüllt sein! Je mehr Gleichungen (Bedingungen) zu erfüllen sind, um so weniger Lösungen wird es in der Regel geben. 
Eine andere Lösung, die auch nur ansatzweise alle Bedingungen erfüllt, wurde in 1984 Jahren von allen anderen nicht gefunden. Ich gehe also davon aus, dass das, was für das einstige Land der Dichter und Denker immerhin ab 1951 vorgesehen war,...
 
...nur aufgrund von 8 bedauerlichen Missverständnissen...
 
...(noch) nicht zu dem wurde, was es nicht erst seit 2009,...
 
...sondern schon seit dem Jahr 33 hätte sein sollen:
 
Die 8 bedauerlichen Missverständnisse entwickelten ein gewisses Eigenleben...
 
...und wollten sich nicht widerspruchsfrei von selbst auflösen lassen,...
 
...auch wenn das beim zweiten Missverständnis fast gelungen wäre:
 
Weitere Missverständnisse kann ich kategorisch ausschließen.
 

Gott, 24.05.2017 


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8 Gleichungen mit 8 Unbekannten


Dienstag, 23. Mai 2017

Geld, Religion und Politik


"Die Religion ist die einzige Metaphysik, die das Volk imstande ist, zu verstehen und anzunehmen."
 
Joseph Joubert (französischer Moralist, 1754-1824)
 
Für den Religiösen gibt es nichts zu verstehen, denn das ist der Zweck der Religion, den sie bis heute viel zu gut erfüllt. Je mehr religiösen Schwachsinn der Religiöse verinnerlicht, desto "gut", und wenn er sich auch noch einbildet, es gäbe an dem Schwachsinn irgendetwas zu verstehen, desto "güter". Seit dem "Auszug der Israeliten aus Ägypten" geht es der Religion allein darum, dass der Religiöse die Basis allen menschlichen Zusammenlebens (Makroökonomie) und die grundlegendste zwischenmenschliche Beziehung (Geld) NICHT versteht:
 
"Wir werden also, bei sonst gleichen Verhältnissen, jenes Land als auf der höheren Stufe volkswirtschaftlicher Entwicklung stehend zu bezeichnen haben, in welchem der Mittelstand am meisten vertreten ist. Wo aber der Mittelstand sich in fortschreitender Auflösung befindet, dort haben wir eine direkt dem Verderben entgegenreifende Entwicklung vor uns, und zwar umso sicherer, je größer der Reichtum ist, welcher diesen Auflösungsprozess des Mittelstandes begleitet." 

Prof. Dr. Gustav Ruhland (1860-1914) gehörte zu den ganz wenigen Nationalökonomen der jüngeren Geschichte, die ehrlich waren und für die das Folgende nicht zutraf:
 
"Ich sah, dass den meisten die Wissenschaft nur etwas ist, insofern sie davon leben, und dass sie sogar den Irrtum vergöttern, wenn sie davon ihre Existenz haben." (Johann Wolfgang von Goethe)
 
In seinem Werk System der politischen Ökonomie (1903 bis 1908) konnte Prof. Ruhland (der 1887 einen diesbezüglichen Forschungsauftrag von Reichskanzler Bismarck erhielt, der das Werk nicht mehr lesen konnte) über einen Zeitraum von drei Jahrtausenden und anhand von 22 über die Kulturgeschichte verteilten Volkswirtschaften im Detail nachweisen, dass alle Hochkulturen und Weltreiche in der Geschichte an der systemischen Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz zugrunde gegangen sind. Die einzige Möglichkeit für einen Neuanfang ist ein Krieg zur umfassenden Sachkapitalzerstörung, damit nach dem Krieg wieder neues Zinsgeld in neue Sachkapitalien investiert werden kann. Unsere heutige "moderne Zivilisation" macht dabei keine Ausnahme, es besteht allerdings zu früheren Zeiten ein gravierender Unterschied:
 
USA: 7260, Russland: 7500, Frankreich: 300, China: 260, Großbritannien: 215, Pakistan: 100-120, Indien: 90-110, Israel: 80, Nordkorea: 6-8.
 
Die Zahlen benennen die aktuelle Anzahl der Atomsprengköpfe. Ohne die atomare Abschreckung wäre es spätestens in den 1980er Jahren zum Dritten Weltkrieg gekommen. Auf der anderen Seite hat darum heute – durch das Ausbleiben dieser "überfälligen Sachkapitalzerstörung" – die Zinsumverteilung sowohl innerhalb der Nationalstaaten als auch zwischen den Staaten ein solches Ausmaß erreicht, dass der Atomkrieg nicht mehr erforderlich ist, um unsere ganze "moderne Zivilisation" – von einem Tag auf den anderen – auszulöschen! Die Heilige Schrift bezeichnet dieses unmittelbar bevorstehende Ereignis als Armageddon. Angst? Die sollten alle haben! Warum hat keiner Angst? Weil die Religion die halbwegs zivilisierte Menschheit so schwachsinnig gemacht hat, dass sie es schon gar nicht mehr verdient, aufgeklärt zu werden:
 
Warum mache ich mir dennoch die Mühe? Würden unsere Bundesregierung und alle studierten "Wirtschaftsexperten" heute mit dem Denken anfangen (was sehr unwahrscheinlich ist), um mit vereintem Restverstand eine freiwirtschaftliche Geld- und Bodenreform vorzubereiten, würden sie es nicht schaffen, die globale Liquiditätsfalle abzuwenden, sondern könnten nur eine Katastrophe in der Katastrophe auslösen, denn etwas anderes haben Politiker noch nie gekonnt:
 
Dem deutschen Volk und dem Rest der Welt bleibt nur die Möglichkeit, mich freundlich darum zu bitten, diese Kleinigkeit zu erledigen, und das kann ich mir umso besser bezahlen lassen, je näher die größte anzunehmende Katastrophe der Weltkulturgeschichte heranrückt.
 
(NHC II,2,41) Jesus sagte: Wer (etwas) in seiner Hand hat, dem wird gegeben werden; wer nicht hat, dem wird auch das Wenige, das er hat, weggenommen werden.
 
Für "etwas" braucht man nur Zinsgeld (alternativ auch Sachkapital oder privaten Bodenbesitz) einzusetzen, und jeder denkende Mensch weiß, was gemeint ist – wenn es noch denkende Menschen gäbe! Der Spruch ist nicht nur im Thomas-Evangelium ("die geheimen Worte, die der lebendige Jesus sagte") zu finden, sondern fast unverfälscht auch in den biblischen Evangelien, und das an fünf verschiedenen Stellen. Sehen wir uns an, was ein Priester dazu zu sagen hat:
 
"Wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat." Dieser Bibelspruch erinnert mich an manches in der Politik. Wie ist er wirklich zu verstehen?   
    Zunächst formuliert der Spruch eine Erfahrung, die man immer wieder machen kann, nicht nur mit der Politik. Ähnlich sieht es schon das Buch der Sprichwörter im Alten Testament: "Mancher teilt aus und bekommt immer mehr, ein anderer kargt übers Maß und wird doch ärmer" (Spr 11,24). Dies will sagen: So ist die Wirklichkeit; so geht es im gesellschaftlichen Leben zu und her. Damit ist aber noch keine Wertung ausgedrückt. Es ist nicht gesagt, dass es so sein muss, und schon gar nicht, dass es gut ist. Das Neue Testament greift den Erfahrungssatz fünfmal auf. Dabei wird allerdings durch den Zusammenhang eine Wertung ausgedrückt. 
    Der Spruch fasst Jesu Gleichnis von den Talenten bzw. den Minen zusammen: "Wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat" (Mt 25,29; Lk 19,26). Es geht um das Verhalten der Christenmenschen zwischen dem Weggang Jesu und seiner Wiederkunft. Jesus fordert von denen, die ihm nachfolgen, entschiedenes Handeln: "Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr! Herr!, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel tut" (Mt 7,21). Darauf zielt auch das Gleichnis vom anvertrauten Geld ab. Ein Detail verdient besondere Beachtung: Der Herr verteilt sein Geld in ungleichen Summen, jedoch nicht, weil er parteiisch ist und den einen Diener bevorzugen, den andern benachteiligen möchte. Nein, er gibt "jedem nach seinen Fähigkeiten" (Mt 25,15). Zwar verlangt das Reich Gottes vollen Einsatz, niemand soll jedoch überfordert werden. Der Spruch, den wir hier diskutieren, will also nicht ungerechtes menschliches Verhalten rechtfertigen, sondern den Ernst von Jesu Mahnung unterstreichen. Dass Jesus ein soziales Handeln fordert, das sich nicht den hier untersuchten Erfahrungssatz zur Maxime macht, beweist jener Satz aus dem Propheten Hosea, den Jesus gleich zweimal zitiert: "Barmherzigkeit will ich, nicht Opfer" (Mt 9,13; 12,7; vgl. Hos 6,6). 
    Die übrigen Belege unseres Spruchs zielen in eine ähnliche Richtung. Im Zusammenhang geht es jeweils um das Hören auf Gottes Wort. Das Gleichnis vom Sämann zeigt, welchen Gefahren der hörende Mensch ausgesetzt ist (Mk 4,10-25; Lk 8,4-18). Im Lukasevangelium mahnt Jesus: "Gebt also Acht, dass ihr richtig zuhört! Denn wer hat, dem wird gegeben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er zu haben meint" (Lk 8,18). Bei Matthäus betont Jesus, dass das richtige Hören ein Geschenk ist: "Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Himmelreichs zu erkennen ... Denn wer hat, dem wird gegeben, und er wird im Überfluss haben; wer aber nicht hat, dem wird auch noch weggenommen, was er hat" (Mt 13,11-12). Wenn die Bibel im Passiv formuliert ("euch ist es gegeben"), dann ist das meistens ein versteckter Hinweis auf das Handeln Gottes. Den Zugang zur Wirklichkeit Gottes kann sich der Mensch nur schenken lassen, er kann ihn nicht selbst öffnen. Allerdings: Offen muss der Mensch schon sein. Nur dann gelingt es ihm, beim Hören und Sehen auch "zu erkennen". Unser Spruch wirbt dann für ein entschiedenes Sich-Einlassen auf Gottes Wort und verspricht unverhofften Erfolg: Wer sich auf das Handeln Gottes in Jesus einlässt, gewinnt alles.
 
Deshalb ist heute jeder Priester ein Schweinepriester. Er redet Schwachsinn; Hauptsache, die wirkliche Bedeutung der Heiligen Schrift bleibt dadurch im Verborgenen. Kein Priester macht das aus "böser Absicht", sondern weil er schwachsinnig ist. Alle, die den Schwachsinnigen für "Hochwürden" halten, werden ebenfalls schwachsinnig, und kein Politiker, der auf Wählerstimmen angewiesen ist, kann es sich erlauben, den Schwachsinnigen nicht für "Hochwürden" zu halten!
 
"Wissenschaft ohne Religion ist lahm, Religion ohne Wissenschaft blind."
 
Albert Einstein (1879-1955)
 
Seit dem Beginn der Geldwirtschaft vor etwa 3250 Jahren ist es die traditionelle Aufgabe aller Priester, dem Volk einen "irgendwie glaubhaften Schwachsinn" zu erzählen, denn solange das Wissen noch nicht zur Verfügung stand, wie die systemische Ungerechtigkeit der Zinsumverteilung von der Arbeit zum Besitz zu überwinden ist, musste diese "Mutter aller Zivilisationsprobleme" aus dem Begriffsvermögen des arbeitenden Volkes ausgeblendet werden! Anderenfalls wäre der "Auszug der Israeliten aus Ägypten", d. h. die "Weiterentwicklung der menschlichen Kultur vom Ursozialismus (zentralistische Planwirtschaft noch ohne liquides Geld, z. B. vorantikes Ägypten) zur Marktwirtschaft mit Geldkreislauf", nicht möglich gewesen, und wir würden heute noch Pyramiden bauen und die altägyptischen Götter anbeten. Bis hierhin kann man noch sagen: "Wissenschaft ohne Religion ist lahm". Moses, der Wissenschaftler und Priester war, hatte eine grandiose Idee, die freie Marktwirtschaft, wusste aber nicht, wie diese vom parasitären Gegenprinzip des Privatkapitalismus zu befreien ist. Und selbst wenn er es gewusst hätte, wäre er niemals fähig gewesen, die freie (d. h. monopolfreie) Marktwirtschaft ohne Privatkapitalismus (Natürliche Wirtschaftsordnung = echte Soziale Marktwirtschaft) an irgendjemanden zur damaligen Zeit und schon gar nicht an ein ganzes Volk zu verkaufen:
 
Die Tradition der Schweinepriester begann um 580 v. Chr. Die ersten, die allen nachfolgenden Generationen das Wissen nicht mehr gönnten, setzten den heute "ersten" Schöpfungsmythos der Genesis (7-Tage-Schöpfung) vor den ursprünglichen "zweiten" (Paradiesgeschichte), und seitdem gilt: "Religion ohne Wissenschaft ist blind". Wenn man als lebendiger Mensch schon vor 2000 Jahren wusste, dass die Marktwirtschaft kein "Obstgarten" ist, und dass leistungslose Kapitaleinkommen (Liquiditätsverzichtsprämie, Sachkapitalrendite und private Bodenrente) nicht auf "Apfelbäumchen" wachsen, sondern durch die Mehrarbeit anderer, ist man ganz sicher...
 
Neo: "Ich kann nicht mehr zurück, oder?" 
Morpheus: "Nein. Wenn Du es könntest, würdest du es wollen?"
 
"Diese Welt" (das zivilisatorische Mittelalter) ist nur für Schwachsinnige (geistig Tote) zu ertragen. Nach der "Auferstehung aus dem geistigen Tod der Religion" ist man der einsamste Mensch der Welt, und wer das nicht erträgt, bleibt lieber schwachsinnig. Nach dieser Methode wurde der Jüngste Tag bereits 1984 Jahre hinausgezögert.
 
Doch am Ende reicht ein einziger Tag, um den ganzen Schwachsinn zu beenden.
 

Holy Diver (nicht der Priester), 23.05.2017
 
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Geld-Religion-und-Politik.pdf